Querfeldein „Preview“ im Leipziger Südraum

Bild0890Heute wurde in entspannter Grundhaltung einfach mal die Querfeldeinsaison eingeläutet. Sozusagen ein „Vorgucker“ gestartet. Normalerweise macht man so was ja im Spätsommer oder Frühherbst, aber mich hat es halt heute geritten. Nach einem Kurzbesuch bei Radsport Kunath in Schnaudertrebnitz, verbunden mit einem Routine-Technikcheck am Crosser (der Steuersatz war mal fällig), zogen mich die noch weiter südlich liegenden kontaminierten Restlöcher der ehemaligen Tagebaulandschaft um Borna förmlich an. Die fast spätsommerliche Lichtstimmung, der schon frühherbstliche Geruch abgeernteter Felder, der hochstehende Mais an den Wegrändern und das Motiv vor dem heißen Sonntag noch eine schöne solide Grundbelastung zu absolvieren ließen mich durch Wald und Flur fliegen. Hin und wieder wechselte ich den asphaltierten Belag der ohnehin wenig befahrenen Kreistraßen und Wirtschaftswege gegen feines Mineralgemisch und  wassergebundene Deckschichten. Hasen querten meinen Weg häufig und aufgescheuchtes Gefieder krakelte durch die Gegend. Na, ja. Mein erster Versuch, schon nach ca. 30km ( der Tag im Büro war schließlich stressig und staubig!), den „Gasthof zur Schmiede“ in Kahnsdorf  um eine milde Weizengabe zu bitten, schlug erst mal fehl (ausgerechnet am 14. August hat die Bude dicht) Notgedrungen musste da die Tanke kurz vor Borna an der B95 im Eulatal zum Aufladen der Akkus herhalten (Bowu + ein isotonisches Getränk) Energiegeladen ging es sodann an die Eroberung des Reviers zwischen Eula und dem Harthsee. Vorbei an grasenden und freundlich guckenden Jaks, an Sanddornbüschen, Ginster und wilden Pflaumen, erreichte ich im milden Abendtau das Örtchen Schönbach…Bei einem Blick zurück bemerkte ich, wie prächtig  dort die Sonne unterging (anderswo sicher auch). Ich hatte die Pampa verlassen, befand mich wieder auf perfektem Asphalt und zögerte kurz,  wie ich die Rückfahrt wählen sollte. Prießnitz lag etwa zwei Kilometer hinter dem Hügel vor mir, aber gleich links durch die Felder würde ich in knapp einer Stunde auch wieder zuhause sein können…ich entschied mich für ein paar Kilometer mehr und Prießnitz. Der Rest ist schnell erklärt: der „Gasthof Prießnitz“ liegt direkt an der Ortsdurchfahrt. Ein Frevel da vorbeizurollen… Ein schnelles Weizen und eine Kettenöl gegen die hochkriechende Kälte geben genügend Schwung, um via Flößberg und Eulatal wieder in Connewitz anzulanden (gut, dass ich einen Heimbringer-Beamer am Lenker hatte!) Der komplette Parcour kann hier besichtigt werden (Empfehlung: im Programm view Metric aktivieren ;-)) und ein paar Bilder illustrieren diesen spontanen Ausflug.

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