Der Mulde-Heide-Giro 2009

SNV31899Die Idee der Hallziger Turbo-Radler, mal einen 175-er Kanten durchs Muldental und die Dahlener Heide zu absolvieren, wurde am Sonntag den 16. August Wirklichkeit. Nach einigen Posts in einschlägigen Foren, die sich hauptsächlich mit der Streckenführung und der mentalen Vorbereitung auf die zu erwartende Hitzeschlacht beschäftigten und nach mehrfachen Befahrungen des ersten Teilstücks von Leipzig via Colditz oder muldeseitig über Röda nach Tautendorf an vorangegangenen Wochenenden, wurde es nun „ernst“. 8 Uhr versammelten sich die Hallziger in Borsdorf , um auf dem noch morgenkühlen Asphalt des Lebens Witterung aufzunehmen.  8.40 Uhr gesellten sich in Oelzschau die Protagonisten der Blogsportgruppe hinzu und das nunmehr 15 Fahrer zählende Peleton formierte sich zum Eilzug in Richtung Süden.  Wer da mal kurz den Anschluss verpasste, hatte ganz schön zu tun um wieder hinten rein zu fahren. Besonders der Mann mit der Knipse konnte ein Liedchen davon singen und musste schon am Anfang tief in den Körnerbeutel greifen 😉 Aber nach den ersten 70km gabs gottlob die erste Rast im vielbesungenen Gasthof Tautendorf. Nach der schnellen Verklappung von Malzbier, Rührei, Tiramisu, Weizen und anderen isotonischen Getränke wurde zur Aufstellung fürs Gruppenfoto getrommelt (Foto oben) Nach anständiger Entlohnung des vorbildlichen Tischdienstes ging es gut gefüllt hinein in die Brösener Senke und drüben mit 15% wieder hoch. Mein Tiramisu machte zwei mal kurz Anstalten sich mit dem Pflaster verbünden zu wollen – aber da war der Stich auch schon vorbei, das Tiramisu blieb wo es hingehört und wir ritzelten relativ entspannt via Leisnig runter zur Freiberger Mulde. Dort sollte es eigentlich am Ortsausgang auf direktem Weg nach Polkenberg gehen, aber Izoard führte das Peleton „regelwidrig hintenrum“ 😉 über ein  20%-es  Stückchen Asphalt direkt in Polkenberg. Ich musste gleich mal absteigen um ein Foto zu schiessen (gute Begründung gelle?) Oben warteten alle brav und es ging ganz zügig, aber bei ziemlicher Seitenkante in Richtung Dahlener Heide. Mit einiger Spannung wurde der zweite Boxenstopp erwartet, der 50km vor dem Finale, also strategisch, mental und überhaupt sehr günstig gewählt wurde. Hier konnte nun endlich ordentlich aufgehopft werden, um auch die letzten Kilomter im leichten Schummer „abzukacken“ (wie der Reiseleiter sehr richtig feststellte). Eine vernünftige Einstellung. Also wurde bei der Weizen-Bestellung gleich eine Doppelmeldung pro Nase abgegegeben. Auch hier stimmte der Tischdienst und das gesamte Ambiente. Die sich anschließende Weiterfahrt durch Schildau verlief ohne Zwischenfälle. Einzig bemerkenswert: Dort laufen immer noch Bürger mit Säcken in der Hand umher und fangen das Licht ein – aber gut 😉 Als Eilenburg am Horizont auftauchte war dann klar, dass es bis zum finalen Zielbier in Olis Finka nicht mehr weit sein kann. Die letzten Körner wurden am Eilenburger Berg verschossen und bei einigen Teilnehmern blinkte die Akkulampe zartrosa. Doch 40 Minuten später war dann alles vergessen. Das Empfangskomitee im Panitzscher Sperlingsweg wartete mit gut gekühlten, hopfigen Getränken, Spätzle und Chilli con Carne. Des Lobes voll verstreuten sich später die Helden der Landstraße wieder in ihre Siedlungsgebiete und posteten unisono: Schön war´s!

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Eine Antwort zu Der Mulde-Heide-Giro 2009

  1. LonelyWolf schreibt:

    Hallo Ritzel,
    die Tour ist jetzt schon über ein Jahr her, dennoch lese ich Deinen Bericht immer wieder sehr gern und schwelge in Erinnerungen…

    Beste Grüße!
    Jörg

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