Süd-Fläming-Tour 2009

Fläming 09 1Aus Mitgliedern des HALLZIG-Express, der RRL und der BLOGSPORTGRUPPE Connewitz formierte sich  am 26. September der Südfläming-Kader. Angespornt von den Berichten früherer Teilnehmer und durch eine freundliche Wettervoraussage bestärkt, schrieben sich Aking, Andre, Radler, Salamander, Kranzabzieher, Mirage und Ritzel, in der Speisebaracke der Heinrich-Heine-Grundschule in die Startliste des veranstaltenden RSV Wittenberg ein. In dieser Baracke mit dem schultypischen Geruch nach Wachstuch und Essenkübeln, wurde, nach der Einschreibungszeremonie, hastig die Startnummer an die Trikots genestelt und noch schnell vom reichhaltigen Buffet Wurstbrötchen und Kaffee geordert. Pünktlich 10.00 Uhr formierte sich dann das Teilnehmerfeld unter dem die Strandstraße überspannenden Startbanner im Wittenberger Ortsteil Reinsdorf bei allerbestem Spätsommerwetter. 220 Pedaleure aus der Region und darüber hinaus klickten ein und gingen auf die Strecke. Meine, rein von der hörbaren Wahrnehmung abgeleitete Erkenntnis war, dass es sich, einen Tag vor der Bundestagswahl,  um ein deutliches Überhangmandat der brandenburgisch-anhaltinischen Radsportfreunde handeln musste. Unser kleiner Leipzig-Block versuchte auf den ersten Kilometern erst einmal, sich zu finden und im Gewusel der Starthektik eine vorsichtige Positionsbestimmung . Mirage und André probierten sich dann auch mal ganz kurz in der Führungsarbeit vor dem Peleton, brachen die Aktion aber mit Blick auf die „Körnerbevorratung“ relativ schnell wieder ab. Es tat auch nicht Not, denn es waren genügend Spezialisten am Werk, die das Anfangstempo von 40+ hoch hielten, bis sich irgendwann noch vor dem ersten Kontrollpunkt ohnehin die üblichen Gruppen gebildet hatten. Am Abzweig zum ersten Kontrollpunkt beschloss ich weiterzurollen…Volkskorrespondent Sven „Radler“ schildert nun den weiteren Verlauf: 

Nach knapp 30 km ging’s mal scharf rechts. Alles schwenkte ab, ich mit. Zwar hab ich gesehen, das AKing und Andre geradeaus fuhren, aber nicht daran gedacht, dass dies die erste Verpflegungsstelle sein könnte, welche wir ja auslassen wollten. Die kam dann nach 3 km, wobei wir feststellten, dass auch Gerald offensichtlich den Überblick behalten hatte und weiter gefahren war. Nach schnellem Tee und Kuchen gings weiter, wobei ich etwas den Anschluss verpasste. Das bis dahin kompakte Feld vorn hatte sich komplett in kleine Grüppchen zerlegt. Jörg und Oli waren mit 5-6 anderen erstmal weg. Ich hab dann 4 (gefühlte 20)km gebraucht um wieder ranzukommen. Dabei hab ich auch Maik verloren, der wahrscheinlich gedacht hat, jetzt spinnt der. Bei Oli und Jörg war dann schnell festzustellen, dass nur die Beiden und noch ein netter Sportsfreund aus Torgau führen wollten, so dass ich mich nicht wirklich schonen konnte und wir dann erstmal vorbildlich alle 500 m wechselten, so wurden einige Grüppchen eingeholt und überholt. Nach 45 km hatten wir so auch den Gerald wieder, der nett plauderte und sich dann aber doch mit der Gruppe anschloss. Bis zur zweiten Labestelle gings dann flott weiter, der Schnitt war irgendwo zwischen 36 und 37. Dort angekommen warteten AKing und Andre sichtlich erholt, Maik schloss auch auf. Jörg und Oli drängten zur Weiterfahrt, also wieder eher kurzen Tee, Banane und Kuchen und ab gings im RRL – Zug in gepflegter Zweierreihe. Wieder wurden einige eingesammelt und wie ich dachte überholt. Die Führungsarbeit lag nach wie vor eher bei uns – was aber riesigen Spass machte. Umgedreht hab ich mich nicht, Oli meinte dann, wir hätten zeitweise 30 Mann geschleppt. Nach wie vor Stand öfter eine 4 vorn aufm Tacho, wenn auch der Schnitt etwas nachgab. Möglicherweise lag das aber auch daran, das Jörg erstmal charmant mit einer eingesammelten Dame vom OSC Potsdam plaudern musste  . Bis zum 3. Stopp gings flott weiter. Diesmal ließen wir uns mehr Zeit, das Angebot war aber auch gut. Gürkchen, Leberwurstbemme, gebackene Waffel, frischer Kuchen. Ob es daran, an den aufkommenden Hügeln oder dem Stück fiesen Kopfsteinpflaster aus Gustafs Adolfs Zeiten lag, danach ging erstmal gar nichts. Nach 3-4 km wurd es Oli zu bunt, er schimpfte, das würde ja an Sportverweigerung grenzen und fuhr erstmal allein los . Nach ein paar Metern merkte ich, das er das auch so meint, und machte mich halbherzig an die Verfolgung. Ehrlich gesagt hab ich gedacht, er gibt das schnell wieder auf. Das Tempo wurde höher und ich merkte das ich erstmal an eine Grenze komm. Jörg muss das gesehen haben, vielleicht wollte er aber auch das Kaffekränzchentempo abschütteln und setzte nach. Gemeinsam haben wir dann mit vorbildlicher Abwechslung versucht den Oli noch zu kriegen. Der fuhr allerdings wie der Teufel 20 km vor uns her, so dass es nur gelang unzählige Versprengte zu überholen. Das sollte sich bis zum Ziel nicht ändern, Oli hielt 800 m Vorsprung und ist der Held des Tages . Danach absitzen und Bierchen, die anderen kamen dann doch flott nach. Unterm Strich: 104 km, 600 hm und ein 35 er Schnitt. Dazu ein riesen Gaudi.

Ritzelconnection himselfDas konnte ich nur bestätigen, auch wenn ich an der finalen Hatz keinen Anteil hatte, die Trillerpfeife nicht mehr gehört wurde und mein Schnitt bei bescheidenen 33km/h stagnierte. Kurz hinter der Pflasterpassage hatte ich den Anschluss verloren und beschlossen meinen Rhythmus zu fahren, und mich nicht unnötig ins „Aus“ zu schießen. Irgendwann tauchte  André vor mir auf und wir fuhren die letzten Kilometer gemeinsam zu Ende. Dann: eine Dusche (den Weg zum Duschraum dekorierten Fotostrecken aus der guten alten Hochzeit des Radsports…Ulle, Wino und Ete grüßten von der Wand :-)) Später: Kaffe, Kuchen und für die, die nicht im Anschluss noch mit dem Auto fahren mussten ein Bierchen auf der von der Spätsommersonne beschienenen Wiese vor der Heinrich-Heine-Schule. Spannend wurde es dann noch einmal, als es darum ging zwei Rennmaschinen in Radlers  Daimler zu verfrachten ;-). Die Ergebnisse dieser Aktion und alle anderen Bilder von diesem perfekten Samstag gibt es hier: >klick<

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4 Antworten zu Süd-Fläming-Tour 2009

  1. ritzelconnection schreibt:

    …ist wohl heute erst mal der vorläufig letzte Spätsommertag…Da müsste man eigentlich noch mal…

  2. Jörg schreibt:

    ja, ist richtig schön zu lesen. Vor allem wenn es Montag früh ist 😦
    Es war rundum ein klasse Ereigniss und sogar auch ein wenig sportlich mit unserem 35,3-er Schnitt auf 106km. Danke, Sven und Gerald für die Aufarbeitung.

  3. Ralf schreibt:

    Hallo Gerald,

    ich war zwar nicht live dabei, aber dank der Bilder virtuell, Danke. 🙂 Grüße Ralf

  4. Sven schreibt:

    klasse Bilder, man sieht das Du Dich köstlich amüsiert hast 🙂

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