…von wegen Herbstpause

connewitz meets kreuzberg…es gibt auch abseits vom Radfahren Freizeitbeschäftigungen…die energieintensiv daherkommen…allerdings mit fragwürdigen Motiven (falls es sich hier um mutwilliges Tun handelt…) P.S.: …ich parke gelegentlich auch dort…

Die LVZ schrieb heute (23.10.09) dazu:

Frust nach Krawallnacht im Kiez

Massive Sachschäden – Connewitzer Geschäftsleute verärgert und verständnislos


Knapp eine Woche nach den Krawallen von Linksautonomen in Connewitz sitzt der Frust im Kiez tief. „Diese Leute gefährden Arbeitsplätze“, schimpft etwa Stefan Pohl (Name auf Wunsch geändert). 5000 Euro Schaden haben Randalierer allein in seinem Sicherheitsfachgeschäft am Connewitzer Kreuz angerichtet. „Sechs Schaufenster sind zerstört“, sagt er. „Es hat uns sechs Stunden am Wochenende gekostet, aufzuräumen und die Schäden zu beseitigen.“ Und was noch schlimmer sei: Wenn die Versicherung nicht zahlt und er den Schaden selbst tragen muss, „geht das zu Lasten meiner Mitarbeiter“, so Pohl. „Wir haben plus minus Null, da gibt es keinen Spielraum.“
So wie Pohl geht es einigen in Connewitz, nachdem sich mehr als 200 Linksextreme in der Nacht zum Sonnabend zu einer so genannten Solidemo versammelt hatten. Offizieller Anlass für die Randale war, wie berichtet, ein Berliner Gerichtsurteil: Am Freitag waren drei Angehörige der Militanten Gruppe zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Linksextremisten sollen im Jahr 2007 Brandsätze unter Armeeautos gelegt haben.
Die Bilanz der Krawallnacht ist noch immer unvollständig, so Polizeisprecher Uwe Voigt gestern. „Gut möglich, dass Anzeigen von Geschädigten noch auf dem Postweg sind.“ Zwölf Scheiben und zwei Türen gingen etwa bei der AOK in der Kochstraße zu Bruch. „Wir mussten erstmal Notverglasung veranlassen“, so Pressesprecherin Ute-Barbara Friedrich. Gleichermaßen attackiert wurden ein Bäcker in der Bornaischen Straße, der benachbarte Einkaufsmarkt, Geschäfte in der Wiedebach-Passage, das Bürgeramt der Stadtverwaltung, die Sparkasse in der Kantstraße, die Bushaltestelle in der Herderstraße. „In der Wolfgang-Heinze-Straße wurden mehrere Abfallcontainer in Brand gesetzt“, so Voigt, „der Schaden wird 10 000 Euro übersteigen.“ Ferner brannten zu Barrikaden aufgetürmte Autoreifen sowie in der Prinz-Eugen-Straße zwei Daimler und ein Smart. In der Bornaischen Straße attackierten die Linksautonomen das Geschäft Callstreet, dessen Inhaber ein Araber ist. Eine Mitarbeiterin, die erkennbar Sympathien für die linke Szene hegt: „Wir verstehen es auch nicht, es gibt dafür keinen Grund.“ Als ein Erklärungsversuch muss im linksalternativen Kiez herhalten, dass die Randalierer überwiegend Auswärtige gewesen sein sollen, die wegen der Neonazi-Demo am Sonnabend angereist waren. „Leipziger waren das nicht“, so die Callstreet-Mitarbeiterin, die gehörten schließlich zur Kundschaft. Sechs mutmaßliche Rädelsführer hatte die Polizei in Gewahrsam genommen. „Sie stammen aus dem Leipziger Umland“, so Polizeisprecher Voigt. Das Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch werde jedoch gegen Unbekannt geführt. Frank Döring

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