Himmelfahrt ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Wenn eine Dame zur Ausfahrt am Herrentag aufruft ist das schon etwas ungewöhnlich. Aber da ist SIE einfach mal schneller gewesen als der BSG-Vorstand. Im nacheilendem Gehorsam hat sich dann der Blogwart in Zusammenarbeit mit dem „Scout aus dem Altenburger Land “ (Izoard) noch schnell als Streckendesigner eingebracht – und so wurde denn alles gut! Nach den üblichen Bekenntnissen der potenziellen Mitfahrer im Verabredungs-Thread der RRL rekrutierte sich  der Himmelfahrtskader relativ zügig.  Klar war, dass die Stammbesetzung der BSG an den Start gehen wird und überraschenderweise in ihrem Strudel noch ein gutes Dutzend Sympathisanten. Allen Wetter-Unken-Rufen zum Trotz versammelte sich so ein 18-er Feld am Forsthaus Raschwitz, um ins Land der unbegrenzten Mölichkeiten aufzubrechen. Ganz  besonders erfreulich, dass auch die „Beucha-Sektion“  der Blogsportgruppe den Anfahrtsweg nicht gescheut hat und wohlgelaunt (u.a. mit Fingerhandschuhen) am Treffpunkt aufschlug. Mit leichtem Rückenwind ging dann das Peleton auf den Parcours. Der sattsam bekannte Asphalt zwischen Forsthaus und Regis-Breitingen blieb schnell hinter uns und über Haselbach-Treben-Windisch-Leuba war die Skatstadt Altenburg, verkehrsberuhigt, umfahren (hier noch mal der Dank an IZOARD für den Streckentipp!) Nun wurde up and down das Hügelland in Richtung Penig penetirert, ab und an begleitet vom Tuten des Signalgebers, da die Truppe immer mal wieder daran erinnert werden musste, dass es sich (bei allem sportlichen Ehrgeiz) doch um eine Feiertags-Ausfahrt handelte. Als dann die Hinweisschilder auf das nahe Penig verwiesen und AMERIKA nicht mehr weit war, ritzelte der gut gelaunte Haufen (planmässig)  auf dem gleichnamigen Weg in die Sackgasse…denn am Ende des Amerikaweges endet die Asphaltpiste… Nur der Wanderweg am  Muldenhang führt hoch zum „Weißen Haus“ mit gefühlten 12% und ist eigenlich den Fußgänger vorbehalten. Sven, alias Radler,  ging das Steilstück ungestüm an und wickelte sich dabei  (vielleicht ein Schaltungsfehler?) seine Kette schön um´s  Tretlager…“Unbescheiden“ würde ich sagen, dass nur durch Schnittchens Werkzeug (mitgeführt in einer mittelgroßen Satteltasche) und durch meine  familiär-dreidimensional-geometrisch vorbelastete Phantasie, die Kette wieder entwirrt werden konnte…So trafen wir, nach kurzer Fehlerkorrektur, dennoch allesamt entspannt im 60 Meter entfernten „point zero“ ein. Dort, im Biergarten von AMERIKA, hatten sich natürlich alle „Klassiker“ versammelt: Männer mit steifen Melonen, mit Lederkappen (the Wanderer´s Simson´s Gang) und wir in unseren  bunten Lycra-Klammotten…ein heterogenes Bild! Was ursprünglich nur ein kurzes „Sturzbier“ werden sollte, entwickelte sich zu einem kurzweiligen, 45-minütigen,  Stopp in der Mitte des „Männertags“. Nur gut, dass die vorausgeahnte Dollar-Stärke, verursacht durch die hausgemachten €-Turbulenzen, in dieser Enklave der US-Währung  nicht auf den Bierpreis umschlugen…Der halbe Liter  „Peniger“ konnte gottlob weiterhin  für 2,00 €  geordet werden. Nach einer kurzen Bergwertung, hinan zum Ortseingangsschild, positionierte sich dann die Blogsportgruppe zum traditionellen „Beweisbild“ unter dem OE-Schild der AMERIKA-Gemeinde. Mit dem guten Gewissen alles richtig gemacht zu haben, stürzten wir uns später die Hänge der Muldenseitentäler hinunter und quälten uns natürlich auch wieder hinauf, um über „Klein-Belgien“ (Ossa+Syhra) ins Eulatal abzuschwenken. Zwischen viel Raps (omnipräsent auf der ganzen Tour!) erreichte die BSG den veranschlagten zweiten Zwischenstopp in Frauendorf, die „Hermsdorfer Mühle“! Liebevoll servierte „Kohrener Kuchenteller“ und das eine oder andere isotonisch wirkende Getränk sorgten auf der letzten Etappe der Himmelfahrtsausfahrt für eine insgesamt gesunde Grundstimmung. Nach knapp 130km und einem, dem Feiertag angemessenem Schnitt von knapp 27 km/h, wurde zum letzten Fotoshooting am Ampelmännchen geblasen. Den Bildbericht gibt es hier: >klick< und die tatsächlich gefahrene Strecke hier: >klick<

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7 Antworten zu Himmelfahrt ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten

  1. ron schreibt:

    gerald hilfe!wie kann man denn einen kommentar wieder löschen.also fürs laptop gilt das gleiche.

  2. ron schreibt:

    oh je ich denk mit grausen an die anfänge in der bsg zurück.es wor werry werry hart for me.denn nicht jeder der ein rennrad kauft ist gleich ein radrennfahrer!

  3. ron schreibt:

    oh je ich denk mit krausen an die anfänge in der bsg zurück.es wor werry werry hart for me.denn nicht jeder der ein rennrad kauft ist gleich ein radrennfahrer!

  4. hans schreibt:

    toller bericht, tolle bilder und die musik ist auch noch nach meinem geschmack. weiß jetzt, wieso du bis halb 3 nachts gesessen hast. bis demnächst auf asphalt

  5. sven schreibt:

    Großes Kino. Respekt. (ähm, und sicher wars nen Schaltfehler-Anfänger halt)

  6. ralf k schreibt:

    Hollywood?…Connewitz!:-) Sehr schön!

  7. ralf spa schreibt:

    okay, okay, okay….ich hätte früh aufstehen sollen. grandiose impressionen! läuft der film beim nächsten dokfilm-festival?

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