Dreistellig im Sixpack

(DA Eig. Ber.) Der BSG gelang es zum Sonntagvormittag fast vollständig  auf dem abgetauten Asphalt des neuen Jahres eine erste Tautendorf-Runde zu zelebrieren. Bei den Ortsdurchfahrten gab es Beifall von einer begeisterten Landbevölkerung, die diszipliniert  an der geräumten Bordsteinkante Aufstellung genommen hatte (siehe Foto oben). Unsere „Dernys“ Kranzabzieher und Radler gaben sich alle Mühe keine Langeweile aufkommen zu lassen und hielten das Tempo entsprechend hoch. Folglich platzte das Sixpack immer mal wieder, um sich später dann doch wieder zu gruppieren. Verständlich, dass dem Affen mal tüchtig Zucker gegeben werden musste, wo wir uns doch in den letzten Wochen ausschließlich bei Schneeballschlachten, in der Loipe oder den einschlägigen Wohngebietskantinen richtig austoben konnten. Bei gefühlten 23 Grad und teilweiser Rückenkante ging es denn auch eilig hinunter ins Muldental, wo an der Brücke in Sermuth dann auch das obligate 1. Gruppenfoto entstand.

...mit Daniel Düsentrieb auf der Muldenbrücke in Sermuth

Unter uns mischte sich Daniel Düsentrieb, ein begnadeter Dreirad-Bastler. Wenn auch der Antriebsstrang in einem satten rostrot schimmerte, war er doch fest entschlossen, noch „…rüber nach Kössern zu machen“. Befragt nach der Kettensäge in seiner Ladeschale erwähnte er kurz angebunden, dass seine Schwiegermutter in Kössern siedelt. Wir fachsimpelten noch ein wenig, nahmen Ihn in unser Gruppenbild auf , wünschten ihm gute Verrichtung beim Zerteilen der Angehörigen, sattelten unsererseits die Maschinen und peilten, vorbei an viel Wasser, Podelwitz an. Der Einstieg in die Seitentäler der Mulde, kurz hinter dem Schloss, ließ das fröhliche Plaudern plötzlich gefrieren. Nun kämpfte jeder seine persönliche Schlacht gegen die ungezählten Dominosteine, und die nachhaltigen Spuren von Gänsebraten und Weihnachtsbieren, die wie ein schwerer Stein mit hinangezogen werden wollten. Während fünf Sechstel der BSG die direkte Anfahrt nach Tautendorf über Brösen bevorzugten, kletterte der BSG-Vorsitzende schon vorher am Abzweig Skoplau den Muldenhang hinauf um dortselbst noch einige Momentaufnahmen in der Wallachei zu machen, bevor dort gar kein Stein mehr auf dem anderen steht. Entsprechend später traf man sich dann am Umkehrpunkt der Ausfahrt: dem Gasthof Tautendorf. Der Schankraum proppevoll! Da die Tautentanten jedoch gute Stammgäste nicht außen vor lassen, öffnete sich der im Obergeschoss liegende Kultursaal für die hungrige und durstige Blogsportgruppe. Gleich dem Bildnis der Ritter der Tafelrunde, wenn gleich noch völlig ungeklärt ist, wer King Artus gibt, spachtelte die Gemeinschaft Spagetti mit Salbeisoße, lichtete die Weizenbestände und wollte hintenraus noch Lukullus und Espresso bestellen. Diese, insgesamt doch zeitintensiven Rituale, ließen den Abstand zwischen der Blogsportgruppe und der gerade heranziehenden Regenwand im Nu schmelzen. Lukullus und Espresso wurden dem geopfert. Es war Eile geboten. Einzig ein Plattfuß an Kranzabziehers Edelschmette, gerade rechtzeitig zur Abfahrt bemerkt,  stieß noch ein kleines zusätzliches Zeitfenster auf. Gottlob: Lukullus und Espresso konnten doch noch geordert werden und ein 2. Gruppenbild war auch noch drin. Gegen Drei Uhr gaben wir dann Gas in Richtung Heimat. Zunächst bei leichtem Nieselregen, später bei richtigem Regen peitschte das Sixpack durch die Nässe retour. Vorne wieder unsere „Dernys“, Kranzabzieher und Radler, die sich bis zum letzten und  3. Gruppenfoto am Ampelmännchen, dem Ausgangspunkt unserer Runde, vor das Quartett spannten und so für eine geschlossene Ankunft des Sixpacks sorgten. Final konnten 100 + Kilometer in die Trainings-Kladde geschrieben werden. Zufrieden, nass und teilweise leicht angefroren verteilte sich der Blogsport-Kader am Ende in die urbanen Tipis, wo liebreizende Frauen mit warmen Decken und Salbeitee schon länger auf die Heimkehr ihrer Helden warteten…

...wieder am Ampelmännchen

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Startseite veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Dreistellig im Sixpack

  1. Jörg schreibt:

    Mensch Gerald, ich habe nochmal die Bilder angeschaut. Skoplau ist ja der Hammer! Da ist der Krieg noch nicht vorüber. Wir sollten diesem verträumten Örtchen öfters mal einen Besuch abstatten. Verbunden mit der Leithenmühle nebenan wäre es doch ein lohnenswertes Ziel für die kommende Ausfahrt, oder?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s