Der Weg ist das Ziel…die Tour zum Meer 2011

RDK hat weiter unten gut zusammengefasst, was die eigentliche Herausforderung der Tour ans Meer ausmacht:   die Besinnung auf sich selbst, auf die Zweifel am eigenen Vermögen, die schließlich niedergekämpft werden. Selbstbewusstsein und eine Portion Stolz sollten am Ende der Lohn sein! Freilich kann eine Fahrt, hoch an die Küste, schon mit 21€ im Connex erkauft werden und mit dem Auto sind bei gemäßigter Fahrweise auch nur rund 70€ fällig, um von Leipzig an den Pommerschen Strand zu gelangen. Was zum Teufel reizt uns also den doppelten Preis zu zahlen, die Bequemlichkeiten von Bahn und Wagen zu verschmähen und ein, jedenfalls für Erstgeborene der Tour, unwägbares Risiko des Versagens und der unkalkulierbaren Leiden einzugehen? Vielleicht liegt es daran, dass unser Ego nach etwas giert, dass  in der selbst- und muskelbetriebenen Geschwindigkeit eigene Gestalt annimmt und durch die von RDK schon beschriebene Anspannung der Nerven eine neue, intensivere Wahrnehmung entstehen lässt. Wahrscheinlich sind wir doch Adrenalin-Junkies, die sich in ihrer Egomanie seltsame Abenteuer suchen. Die gesammelten Zweifel über die eigenen Fähigkeiten, einen Non-Stop-Ritt über 460 Kilometer ohne Blessuren zu überstehen, bekommen in den letzten Wochen, Tagen und Stunden vor dem Start immer wieder Nahrung. Die kleinsten Niederlagen, ob gesundheitlich, beruflich oder privat, nähren den Gedanken an Aufgabe und Rückgabe des Starttickets. Und doch stehen wir am 25. Juni unausgeschlafen 3:30 auf dem Augustusplatz zwischen den Routiniers, den Mehrfachtätern und abgeklärten Helden, die später die Pace machen werden. Niemand hat uns dazu gezwungen. Wir machen das freiwillig! 15 Stunden und 26 Minuten danach, die Pausen mal weggelassen, sind 120 Radfahrer im Ziel und fallen kurz darauf erschöpft und glücklich auf die spartanische Matratze unter einem Zeltdach. Da liegt der Pensionär neben dem Berufseinsteiger, der Student neben dem Hartz 4-Empfänger, ein angehender Rechtsanwalt neben dem Unfallchirurgen. Faszination Rennradfahren!   Hier gibt es noch ein paar Schnappschüsse (klick auf’s Bild unten)

Ostseetour 2011 Die Tour ans Meer

Ein faszinierender Bericht mit allen Details erreichte die Redaktion des AUSFALLENDES vom mitfahrenden Volkskorrespondenten Ralf-Dieter Kügler (RDK)          


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Eine Antwort zu Der Weg ist das Ziel…die Tour zum Meer 2011

  1. Jörg schreibt:

    Allen Respekt denen, die diesen enormen Kanten weggekurbelt haben. Gratulation an den Kader der BSG, an Gerald, Ron, Sebastian, Ralf und Marko. Habt Ihr schon mal an Paris-Brest-Paris gedacht???
    Ralf, Vielen Dank für den umfassenden Bericht.

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