Hitze, Heide, Hallelujah…

Gerade hab‘ ich noch das Boot im Hof geparkt und die Badesachen aufgehängt… Was sich da am Cospudener See heute abgespielt hat, kann ich mit meinem sonnenverbrannten Hirn nicht mehr wiedergeben. Ich wollte dann nur noch weg… Aber jetzt retour und frisch geduscht reflektieren meine Gedanken die letzte Blogsportausfahrt: Das BSG-Trio: Jörg, Andreas + myself, von den höchstsommerlichen Bedingungen angespornt, startete am Samstagvormittag zur Ausfahrt in die benachbarte Dübener Heide. Wie Volkskorrespondent Kreuzbube schon vorab berichtete, war der Mix aus Radfahren und diesen Sommerferien-Dejavues sehr bizarr. Schattige Wald- wechselten mit heißen Offenlandpassagen und der schweißgetrübte Blick erhaschte immer im rechten Moment die vorbildlich platzierten gelben Hinweisschilder des Veranstalters. Wir fuhren diszipliniert eine schöne Staffel im wirklich entspannten Tempo. Wie ich da ein Viertel der Wegezeit in den Entwicklungsbereich fahren konnte, ist mir ein Rätsel und eigentlich nicht meine Art zu pedalieren. Egal, vielleicht machte gerade Jörg die Pace, oder der Wind traf mich im Wechselmodus 😉

Um Entspannung bemüht, konnte ich am Ortseingang von Bad Schmiedeberg gerade noch den Ruf „…nach links“ loswerden und das „Bundesradfahrerdenkmal“ in den Parcours einbinden. Schon so oft hatte ich mir vorgenommen das Denkmal an die im Weltkrieg 14-18 gefallenen Radsportkameraden im Kurpark aufzusuchen. Und diesen kleinen Zusatzschlenker sollte es wert sein. Nach kurzer Andacht pegelten wir wieder auf die Strecke und nahmen Kurs auf die nächste Labe, in unmittelbarer Nachbarschaft zur „Schönen Aussicht“, der wohl höchsten Erhebung der Dübener Heide.

Das gewohnte Bild: Fettbemmchen, Leberwurstbrot, Eiwaffeln (pur oder wahlweise mit Schokomus) Obst, Wasser in allen Varianten – und „Illeburger Rote Brause“, eine Cola in Rot, zuckersüß und bestens geeignet die Kurzzeitspeicher aufzufüllen. Mehr war ja auch nicht nötig, denn wir befanden uns bereits 30km vor dem Ziel an der Eilenburger Kiesgrube. Der Asphalt kochte inzwischen und das finale Pils, später sponserd by Jörg, lockte dermaßen, dass noch mal eine Schippe aufgelegt wurde und das so lange verwaiste 11er Ritzel mal wieder mit dem 54er Blatt harmonierte. Und was für ein Empfang am Ziel: Ein freundliches, schon älteres Mitglied des ausrichtenden Vereins empfängt uns mit Mineralwasser, wir klatschen ab und stürzen uns in die Fluten der Eilenburger Kiesgrube… Einen herzlichen Dank an die Eilenburger Crew, die für diesen schönen Radsportsamstag einen Regie-Award der Blogsportgruppe bekommt.

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3 Antworten zu Hitze, Heide, Hallelujah…

  1. justbiking schreibt:

    Schon bei ruhiger Fahrt, ist es zu glauben,
    tritt er stets das großen Blatt.
    Während unsereins tut Schnaufen,
    läuft bei ihm noch alles glatt.

    Wenn wir dann auch Große nehmen,
    um den Gerald zu bemühen,
    er uns wieder tut beschämen,
    da sein Zehner ist am Glühen.

  2. montymind schreibt:

    wenn ihr in gedanken schon bei den gefallenen des wk I seid: ich hätte da noch jüngers „in stahlgewittern“ zur ausleihe bereit….

  3. ritzelconnection schreibt:

    …das ist mir übrigens haften geblieben, Dein Satz: …da wussten die noch nicht, dass es auch einen II. Weltkrieg geben wird… Und zum Wasser: bei diesen Temperaturen muss immer eine neutrale „Brauseflasche“ dabei sein… 😉

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