Spreewaldmarathon 2013

Die-Protagonisten

„Gurkentruppe“ hat ja so einen faden Beigeschmack, der rückblickend nun gar nicht zum Blogsportkader passt. Andererseits, der Ort des Geschehens lag nun mal im Gurkenland. Und da ist alles Gurke. Gurken-Paule, Gurkenfass, Gurkensuppe, und und und – ja, natürlich die „Goldene Gurke“ zum Schluss!  Nach dem Einzelzeitfahren über 8 km am Vortag, nun der lange windige 200 km Kanten durch den oberen und unteren Spreewald. Am Start die Gurkentruppe, die sich an der Schloßinsel in Lübben in das 500 Fahrer starke Feld einfädelten. Bis zum ersten KP in Krausnick ein endlos langes, fast geschlossenes Feld. Ganze Konzentration dem voraussfahrenden Hinterrad! Dann ab KP 1 Gruppenbildung. Wolle war da schon nicht mehr gesehen, hatte wohl eine flinke Gruppe an der Spitze gewählt. Der verbleibende BSG-Kader (Rotorello, MzJens, Ritzel) formierte sich und begrüßte wenig später einen Rostocker Sportkameraden (Christian) in ihren Reihen. Ein perfektes Quartett. Es wurde schön gewechselt 🙂 so professionell, wie ich mir das immer mal wieder bei BSG-Ausfahrten wünschen würde. Bis zum Kaffee in Lieberose blieben wir zusammen. Rotorello übernahm, komplett austrainiert und topfit, den Löwenanteil der Führungsarbeit. MzJens in der Führung ebenfalls mit einer beeindruckende Performance. Der Rostocker (ein klassischer „Marathoni“) routiniert und abgeklärt. Langsamere Gruppen, die wir einholten, wurden nur zum kurzen Verschnaufen genutzt. Dann blies Rototrello wieder zum Angriff.  Am KP Lieberose lagen 130 km hinter uns. Ich sag noch zu Rotorello: ich fahr schon mal los – ihr habt mich ja eh gleich ein. Oh, was ich nicht ahnte: auf der B 186 kurbeln vor mir zwei Fahrer, die einen guten Rhythmus hatten. Also dranhängen, ausprobieren was geht. Schneller als ich dachte war ich mit führen dran. Und da ging noch was 😉 Mein „Schiffsdiesel“ war endlich richtig in Fahrt gekommen. Wir segeln mit einem 35er Zwirn dahin und bleiben bis 15 km vor dem Ziel ein gutes Trio. In den kleinen Hügeln am See in Göritz muss ich kurz reißen lassen – und da tauchte auch Rotorello von hinten wieder auf. Ab Bischdorf führte der Kurs wieder Richtung Norden. Und der Wind haute uns schön in die Fresse. Das macht, nach 180 km eigentlich keinen Spass. Aber: eine Kartoffelsuppe in Klein Klessow gibt uns noch mal Schwung… Die letzten Kilomter führt uns der Veranstalter allerdings auf der stark befahrenen Straße zwischen Lübbenau und Lübben zum Ziel. Das waren lange nervige 7 Kilometer und die allerletzten Körner waren schnell verbraucht. Im Ziel dann die traditionelle Zeremonie: der Moderator begrüßt uns, nette Mädels in sorbischer Tracht hängen uns die Goldgurke um, Küsschen hier, Küsschen da – ein finales Weizen (natürlich alkoholfrei!) –  später eine schnelle Dusche auf dem Campingplatz um die Ecke, wo Wolle gerade sein Zelt zusammenpackt. Drei Stunden später sind wir via Autobahn, wieder im Leipziger Revier. Den Marathon haben wir im 30,6 Zwirn „abgeliefert“ die Zeitfahrergebnisse gibts hier Und natürlich ein paar Schnappschüsse:

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6 Antworten zu Spreewaldmarathon 2013

  1. Anonymous schreibt:

    …meine Güte – ausgerechnet KP4 habe ich ignoriert…..

  2. ritzelconnection schreibt:

    @mzjens: überholen, ohne einzuholen ! 😉

  3. mzjens schreibt:

    Genau. Da war ja noch was. Christian habe ich im Ziel auch noch getroffen. Der erwähnte etwas von Suppe.
    Aber das würde ja bedeuten, Moment mal…

    Ich habe Ritzel und Rotorello noch abgehängt?!
    UNGLAUBLICH
    🙂

  4. ritzelconnection schreibt:

    @mzjens: meine Rekonstruktion: Rotorello und ich haben, nachdem sich die Gruppe incl. Christian wieder gefunden hatte, in Lübbenau KP 4 (Spreewelten) ein Buffet eingelegt. Wir saßen dort eine Weile bei Kartoffelsuppe, Krombacher und Blasmusik…Da seid ihr wahrscheinlich an uns vorbeigefahren…

  5. mzjens schreibt:

    Mir ist echt rätselhaft wo ihr abgeblieben seid! Wolle habe ich im Ziel getroffen. Der meinte er hätte euch auch nicht gesehen. Nun ja; es ist zu vermuten, daß ich Euch am letzten KP überholt (war da nicht etwas mit Kartoffelsuppe?) habe. Dort habe ich schnell 3 Biere gestürtzt und habe mich mit meiner unterwegs aufgesammelten, weiblichen Begleitung (die meinen Windschatten erbeten hatte) gegen den Wind gestemmt! Mit 29,5 nicht ganz zufrieden, wohl aber mit meiner guten Tat.
    Das versöhnt!
    Gruß

    Wieviele Gurken sind denn nun eigentlich im Faß? 7?

  6. ritzelconnection schreibt:

    Hoffe, dass alle Blogsportler einen entspannten Sonntag hatten, EZF und Marathon in angenehmer Erinnerung bleiben 🙂 @ Wolle: vielen Dank für Deine Bilder! Ist alles hier eingearbeitet. Natürlich muss man auf ADI hinweisen 😉 @ Rotorello: …special Thanks für die Lieferung, die nach Rückkehr aus dem Spreewald in der Diele stand (da haben die Pflücker wohl eine Sonderschicht hingelegt…) @ Mzjens: Rotorello und ich haben noch eine Weile auf der Zielwiese gewartet…dann wurde uns kalt und wir flüchteten blitzartig unter die Dusche im Campingpark nebenan…

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