Logbuch, 9. Februar: Rotbannerflotte entert Kap Zwenkau

Zwenkau-Hafen

Aus sicherer Entfernung, vom östlichen Ufer des Zwenkauer Sees, dem gefluteten Braunkohletagebau vergangener Tage,  beobachtete ich heute, wie am zeitigen Nachmittag ein Zerstörer der Rotbannerflotte am Kap Zwenkau einlief. Damit gehört auch das Rätslraten über die Dimensionen der Hafenanlage nördlich der Siedlung Zwenkau der Vergangenheit an. Es ist nun klar, dass an der Zwenkauer Mole auch Kriegsschiffe von zerstörerischem Ausmass vor Anker gehen können. Es wird ND-von-heutevermutet, dass schon bei der Planung der Hafenanlage im vorigen Jahrhundert, geheimnisvolle Forderungen eines Planungsstabes Berücksichtigung fanden, die auf  den Einsatz eines Pionierbataillons der sowjetischen Streitkräfte im Katastrophenwinter 86/87 zurückzuführen sind. Damals waren mehrere Brigaden mit schwerem Gerät im Einsatz und unterstützten die Braunkohlenkumpel vor Ort mit Boden-Boden-Raketen in der Sprengung des durchgefrorenen  Braunkohlenflözes und sicherten damit die Energieversorgung abertausender DDR-Haushalte. Die damaligen Tagebuchaufzeichnungen belegen, dass Sergeant Tribuz, ein Enkel des ersten Oberbefehlshabers der Baltischen Rotbannerflotte, in einem Geheimpakt mit dem VEB Braunkohlenkombinat vereinbarte, dass im Falle der späteren Flutung des Tagebaues, ein Anleger für sowjetische Kriegsschiffe vorzusehen sei. Dem wurde 2013 entsprochen und so ist es nicht verwunderlich, dass ich just am 9. Februar 2014, aus sicherer Entfernung, von einem touristischen Unterstand nahe der unergründlichen Bezeichnung SP 06, dieser

seltsamen Einweihung beiwohnen durfte. Nun, die Böllerschüsse waren verhallt und der so frühlingshafte Sonntagnachmittag, das verzweigte crossige Wegenetz in der Neuen Harth und ein aufkommender Hungerast lenkten die Gedanken in eine andere Richtung: der Suche nach einer Quelle, die schnell erreichbar der Auffüllung meiner Energiespeicher dienlich sein könnte. Und das war gar nicht so schwer und ganz in der Nähe: Die wirklich besten Fischbrötchen in der südlichen Pampa gibt es am Imbiss „Zum flotten Radler“ am ehemaligen Elsterstausee! Dort wird das Brötchen noch liebevoll aufgebacken und erst kurz vor dem Servieren der Bismarck nebst den klassischen Zutaten (Zwiebel, Gurke Krautsalat) beigefügt. Dauert eine Weile, zahlt sich aber im Genuss aus. Außerdem ist das Budweiser auf den richtigen Punkt gekühlt und alles zusammen preiswert!

Voila! Werfen wir noch einen Blick auf die zurückliegende Frühlingswoche und stellen fest, dass sowohl die kurzen Feierabendspritztouren nach Thierbach, als auch die 70 Kilometer lange sonnabendliche „Ausdauereinheit“  mit kurzem Stopp   im Café „Wolf'“ am Nauenhofer Reichsbahnhaltepunkt, dem langsamen „Formaufbau“  😉  dienen.

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5 Antworten zu Logbuch, 9. Februar: Rotbannerflotte entert Kap Zwenkau

  1. Ron schreibt:

    Hahahaja 😂😂😂😂

  2. mzjens schreibt:

    Gerald!
    Egal was Du nimmst, ich glaube die Hälfte reicht auch aus!
    😉

  3. Ron schreibt:

    Tätowierung . Bei halbmast rumbalotte. Bei vollmalst “ Ruhm und Ehre der baltischen Flotte “ 😂😂😂😂😂

  4. Ron schreibt:

    Rumbalotte )))))))

  5. montymind schreibt:

    die „august-bebel-flotte“ wird nun wohl auch endlich um „specialisierte“ tron-geländetruppen erweitert. bislang nur ein gerücht, am heutigen abend nach einem bilateralen gespräch mit dem bekannten aufrüstungsexperten thomas von bedeoh dann konkreter.

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