Logbuch, 21. Februar: was für ein Sound!

Fahrstil headline

…darauf habe ich schon lange gewartet! Eine „fahrstil“ Ausgabe, die den Zusammenhängen von Musik und Velo nachspürt. Vor Monden dachte ich schon mal darüber nach, Gunnar Fehlau eine Depesche folgenden Wortlautes zu senden: Macht doch mal einen „fahrstil“, der sich mit dem Klang schöner Räder beschäftigt. Damals las ich gerade die „Bicycle Diaries“ von David Byrne dem Mitbegründer der Talking Heads und war sowieso auf der Ästhektikwelle – spürte in meinem Radkeller, mit einem Klöppel bewaffnet, den unterschiedlichen Klangergebnissen zwischen Carbon- Aluminium und Mixed-Rahmen nach…und vervollständigte, wegen einer fehlenden Steel-Octave,  mein Rad-Universum kurz darauf  mit einem echten Stahlrenner: dem Ritchey-Logic. Und im „fahrstil“ No.13 wird nun genau das reflektiert, was ich schon immer prophezeit habe: The Sound of Cycling – fahrstil soundeine Symphonie für Fahrradteile! Flip Barber, alias Johnnyrandom ist Komponist und Sounddesigner, der der fast jedem Veloteil einen Sound entlocken kann – mit dem Bogen auf Speichen (radial eingespeicht versteht sich) mit dem Schlägel auf  Reifen oder den Triangeln aus Bremsscheiben, geschnippten Bass-Parts auf Schalt- und Bremszügen, Freilaufklackern, Bremsenquitschen oder zischenden Sclaverand-Ventilen: einfach genial! Ich, seit über dreißig Jahren „Washboarder“ in der LSGLM, bin natürlich fasziniert und angerührt, dass da auch das „Kettenwaschbrett“ vorkommt und danke dem Bürger Koßmann für die Besprechung von „Bespoken“, die wiederum von Devin Whetstone fotografisch perfekt illustriert ist! Und darüberhinaus: „fahrstil“ No. 13 ist nicht nur was für selbstverliebte Waschbrettspieler 😉 …es scheint mir der Notenschlüssel zu einem velomusicalischen Potpourri zu sein: Retrovelo Leipzig , die mit dem Rad tanzen, Wigald Boning als Kunstpfeifer auf Langstreckenfahrten, Christoph

Hartmann, Oboist der Weltklasse und Rahmendesigner (Pasculli), die „fahrstil“-Djs legen auf: Cleedence Clearwater Revival – Cosmo’s Factory,  La Quinta Esación – Sin Frenos, Johnny La Marama – Bicycle Revolution, Elvie Sands – Any Way That You Want Me, Rue Royale – Guide to an Escape, Flobots – Handlebars und schließlich: Burt Bacharach – Butch Cassidy an the Sundance Kid, der Soundtrack zum Film mit der legendären Filmszene des Liebespaares auf dem Rad zum Lied „Raindrops keep falling on my head“ ….und und und… Schließlich  tauchen (im Heft)  noch gute Bekannte auf: Recep Yesil und Erik Nohlin, die Protagonisten aus der sehenswerten Doku der Leipziger Autorenfilmer ertzui°film. Angefixed von den vorangegangenen Beiträgen, hätte ich allerdings etwas mehr erwartet als: „…dass im Thema Reiserad neue Musik ist…“ Das schmälert aber in keiner Weise  den Gesamteindruck dieser Nummer 13, die auch darüber aufklärt, dass uns die frankophilen Nachbarn mit dem „Besingen des Tretmechanismus“ viele emotionale Kilometer voraus sind . Was bei „Kraftwerk“ ächzt und stöhnt und was beim „…Ja wir sin‘ mi’dm Radel da“  von den „Drei lustigen  Moosachern“ als flachköpfige Beschreibung eines Biergarten-Giros rüberkommt, wird in  „La Bicyclette“, ’68 auch Titel eines  Yves Montand Albums, als schüchterne Liebe (zu Paulette) und zum Weinen schön beschrieben… Verehrte Leserinnen und Leser, da ich gerade bemerke, Ihnen womöglich den ganzen „fahrstil“ N0. 13 zu erzählen, darf ich mich hier verabschieden. „fahrstil“ gibts im sortierten Zeitschriftenhandel 🙂

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