Logbuch, 28. August: НАПРЯМЙК … der Pratajevpokal!

POKAL-TITEL

НАПРЯМЙК (dt. geradeheraus!) Ein Schlagwort überschreibt diese berichtenswerte Ausfahrt der Blogsportgruppe um den Pratajevpokal! Den schnöden Alltag hinter sich lassen, in den Sattel springen und sich am (sehr) frühen Morgen der Blogsportgruppe anschliessen! Ein Ruf, ein Wille, ein fünfköpfiger Kader, trotzige Entschlossenheit! Die KaderSonne lacht, die Treffpunkte sind ausgemacht. Das Ziel ist definiert: der Quellenhof Garbisdorf, die Ereignisstätte des diesjährigen Pratajev-Sommerfestes (20.September), da unten wo die Landesgrenze  zwischen Sachsen und Thüringen mäandert. Aber eigentlich ist es wohl doch Thüringen. Ein Landstrich, wo sich Kuh und Schwein Gute Nacht sagen. Eine feine Ecke, wie gemacht für ein säuisches Vergnügen mit den „Russian Doctors“, die dort zum Pratajev-Sommerfest aufspielen werden. Was es überhaupt mit Pratajev auf sich hat kann die oder der Neugierige hier abfragen: Pratajev! Die Pneus surren, vereinzelt klicken Schaltungen wie eine gut geölte Kalaschnikov. Das kleine, hoch motivierten Vorauskommando eilt durch Landschaftsbilder, die immer mal wieder mit Superlativen bedacht werden. Offenland, Wald, Verfall und dörfliche Idylle! Wir lernen auch die FotografinWillfährigkeit Freundlichkeit der Kleinstadtbevölkerung kennen, die in Persona nicht nur eine Bäckerei betreibt, sondern fürderhin auch bereitwillig die Kunden, nach erfolgter Labe mit Bohnenkaffee und Pflaumenkuchen, ablichtet. Viel Zeit für Bedankungen bleibt nicht. Die Finsternis des Leina-Waldes am anderen Ende der Schömbachstaumauer will durcheilt werden. Der Kader gibt dem Eisen, dem Aluminium und dem Karbon die Sporen! Nach etlichen strategischen Schlenkern steht plötzlich ein verräterisches Hinweisschild am Straßenrand: Quellenhof Garbisdorf! Wir gehen erst mal einer falschen Inspiration auf den Leim und klinken an der Tür eines feinen, edel sanierten Hofes, dessen Besitzer wenige Minuten später im ebenso edlen Pickup vor uns steht. Kurze Konversation, klare Ansage: der falsche Hof! Aber Luftlinie 300m entfernt, da wo die Zimmerleute werkeln und ein hoher Giebel aus der dörflichen Idylle ragt, soll es sein. Der Quellenhof. Dort eine sehr entspannte Atmosphäre. Pratajev-ArchivtraktDie Zimmerleute werkeln tatsächlich an einer riesigen Scheune – wir vermuten, dass dort mal das Pratajev-Archiv Aufnahme finden soll. Bürger Hiller, Chef des Hofes, begrüßt uns mit verschmitzter Freundlichkeit und aus dem Dachgeschoss eilt sogleich eine Bürgerin, um das fünfköpfige Peloton abzulichten. Dafür haben wir inzwischen auf eigens für diesen Anlass handgeschnitzten Sesseln Platz genommen. Hernach inspizieren wir noch ein wenig das Hofumfeld. Allerlei artifizielles, hölzernes Zeuchs. Direkt vor dem Zugang des Konzertraumes ist in froher Erwartung des Pratajev-Pokal32Sommerfestes ein wahrhaftiger Pratajev aufgestellt. Geneigt steht er dort, trägt schwer an zwei Taschen. Oder sind es Beutel? Egal, wir ahnen den Inhalt! Und wir müssen weiter, denn bewirtungstechnisch hat der Hof aktuell gerade eine Leerstelle. Am 20. September wird alles anders sein. Immerhin der freundliche Verweis auf das nahe gelegene Waldenburg. Das nährt die Hoffnung, dass dort eine längst nötige Aufhopfung stattfinden könnte. Waldenburg, unten im Tal. Auf dem Weg dorthin irritieren Schilder, die uns nach Schwaben und Franken locken wollen. Doch der Kader läßt sich nicht ablenken! Hurtige Abfahrt. Entspannte Ankunft am Gondelteich im bemerkenswerten „Grünfelder Park“. Das bourgeoise Schloß auf der Abwärtspassage haben wir ignoriert. Wir hatten Durst! Am Gondelteich eine eingefrorene DDR-Versorgungsinsel mit dazugehörigen Eingeborenen. Es gibt Bowu, Rauchwurscht, Wachstuchdecken und kaltes Bier aus dem VEB Getränkekombinat. Alles gut. Aufgehopft

wird nun der letzte Tagesabschnitt angegangen. Der Tag und die Stimmung will es: erneute Aufhopfung an der Hermsdorfer Mühle. In Kitzscher, 30km vor dem Zielband, gibt der Kader den Eisbär! Der Softeiskiosk verdient an uns Millionen! Im Ergebnisbuch des Blogsportkaders steht final eine taktisch, strategisch, kulturelle Übungseinheit über 148km. Der Pratajevpokal wurde übrigens nicht vergeben. Diebe entwendeten die reich verzierte Trophäe. Das stellte der Schriftführer der Blogsportgruppe am Pokalmorgen fest. Um die Motivation der Pokalteilnehmer nicht zu untergraben, wurde diese Tatsache verschwiegen.  Die Connewitzer Staatsanwaltschaft nahm erste Ermittlungen auf. Zunächst verliert sich die Spur in den Wäldern von Branskovskowo.  Aber es gibt ein anderes wichtiges Pokalergebnis:  am 20. September könnten drei Blogsportbeobachter des Pratajev Sommerfestes im Seitenflügel des Hofes kampieren. Отлйчно!

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3 Antworten zu Logbuch, 28. August: НАПРЯМЙК … der Pratajevpokal!

  1. ritzelconnection schreibt:

    …wir bringen Dich schon wieder in den „grünen Bereich“ 👍😊

  2. Ron schreibt:

    Und der Bericht , wow. Wie soll man es in Lobesworte fassen. Ich sage ein „echter Biehl“ eben. 😂😂😂

  3. Ron schreibt:

    Das war richtig geiler Tag . Es passte alles . Außer mein Kondition zum Ende hin. Anfangs wollte ich noch Bäume ausreißen . Aber mit dem momentanen Trainingszustand war es eh ein Wunder die Runde zu schaffen. Das lag nur an der wunderbaren Gesellschaft . Meine Radfreunde. Genossen Dank euch vieren. 👍👍👍

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