BIKEBRAINPOOL 4.Juli 2017 Grassimuseum

Herr Ritzel zu Gast beim Thinktank der Fahrradbranche

IMG_1153Da landete kürzlich eine Einladung von Gunnar Fehlau in meinem Elektrobriefkasten, verbunden mit der Anfrage, ob ich dem BIKEBRAINPOOL anlässlich seines Abstechers nach Leipzig für eine illustre Ausfahrt zu dem einen oder anderen Punkt der Leipziger Fahrraddestinationen zur Verfügung stehen könnte. Was ich natürlich gern gemacht habe. Vorher hab ich allerdings nochmal schnell Google gefragt, was sich eigentlich hinter dem Bikebrainpool verbirgt und gelesen:  ist ein Kreis engagierter und namhafter Vertreter der Fahrradbranche, die über Wettbewerbs- und Verbandsgrenzen hinweg am gemeinsamen Ziel arbeiten, das Fahrradfahren zu fördern. Gegründet 1996 von Ulrike Saade versteht sich der BIKEBRAINPOOL als Trendscout und Ideenschmiede. Dabei steht die Vernetzung mit branchenübergreifenden Akteuren, Startups und Kreativen genauso im Mittelpunkt wie das Bewahren eines intimen und vertrauten Charakters.
Das klingt ja erst mal geheimnisvoll und ein bisschen verschworen. War es aber letztlich überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil die „Verschworenen“ um Ulrike Saade sind liebenswerte Menschen, die ein Velo im Herz haben und absolut neugierig sind. Die

Ausstellung „BIKES! Das Rad neu erfinden“ im hiesigen Grassimuseum (noch zu sehen bis 1. Oktober) war der Anlass für Bikebrainpool in L.E. Station zu machen. Dem umfangreichen Programm des Tages war eben eine Ausfahrt hier voran gestellt. Dabei konnten die Brainpooler auf Leihrädern von Retrovelo und Rad3 entspannt pedalieren. Die Eckpunkte: BDO – Radrennbahn – Parkbogen Ost. Jan Rickmeyer, L.E.’s Fahrradbeauftragter hatte einen kleinen Parcours gebastelt, der uns quer durch die City und Parkanlagen zu den verschiedenen Punkten brachte. Josch Russack gab am BDO detailliert Auskunft, wie ein Radladen läuft, welche Herausforderungen stehen, wie das Geschäftsmodell aussieht und welche Erfahrungen im Verlauf der Jahre gemacht wurden. Wolfgang „Ella“ Schoppe, ein ausgewiesenes Urgestein und intimer Kenner der ostdeutschen Radsportszene empfing uns an der Alfred-Rosch-Kampfbahn. Mit viel Herzblut wurde über die Genese der Bahn informiert. Das hier die Bewahrung eines wichtigen Segments der Leipziger Radkultur durch die Verantwortlichen der Stadt mehr Beachtung erfahren müsste, steht ausser Zweifel. Hernach ging es mit einem sehr informativen Zwischenstopp bei ROTOR BIKES (special Thanks an Sebastian!) durch „Hype-Plagwitz“ und viel Grün zur Sachsenbrücke im Clarapark. Kurzer Stopp am Eiswagen und eine Zwischenauswertung im Zeitraffer: wir waren uns einig, dass es  eine sehr lebendige Radszene in L.E. gibt, dass die Stadtpolitik mit Blick auf die positiv „von unten“ eingeschlagenen Pflöcke besser reagieren sollte. Also: mehr Wertschätzung und Berücksichtigung im „Verwaltungshandeln“ Und das in einer Stadt, die offiziell einen Radverkehrsbeauftragten beschäftigt, mehr personelle Manpower nötig ist, die auch in der Lage wäre Radverkehrsprojekte hinsichtlich der Planung und Realisierung  effizienter umzusetzen, steht wohl ausser Frage. Da macht uns ausgerechnet Dresden einiges vor… Nachdem wir – den Parkbogen Ost mussten wir aus Zeitgründen auslassen – wieder am Grassimuseum ankamen, waren die „Brainpooler“ doch sehr überrascht ob der positiven Eindrücke, die sich auf dem L.E.-Parcours im Gedächtnis eingenistet hatten. So jedenfalls ein Zwischenplädoyer von Ulrike. Dem will ich nichts hinzufügen und mich sehr für die Einladung bedanken. Ganz herzlichen Dank auch an Sabine Epple, die Kuratorin der „BIKES!“, für die vielen Hintergrundinformationen im Rahmen der exklusiven Führung durch die Ausstellung.

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