Meine Vorstellungen von einem richtigen Winter rekrutieren sich immer noch aus den Bildern der letzten beiden Jahre. Schon weil ich beim morgendlichen Ritt mit den spikesbewehrten Reifen bislang deren Traktionsgrenzen nicht ausreizen konnte, wünschte ich mir für die nächste Zeit etwas mehr Flockenwirbel. Und: gib es schöneres, als sich mit einem Weizen im Anschlag hoch droben auf der Alm über den vergangenen Winter auszutauschen…Vorausgesetzt er taucht wirklich noch auf!
snow past, past snow
Der Kreuzbube hatte seine Hasenerweckung, ich zog es vor auf Schusters Rappen und mit der Family die Aue zu durchstreifen. Endlich Winter möchte man sagen und begenet halb Leipzig am Revierort x und y. Sogar die ersten Langläufer haben die Latten untergeschnallt! Hier und da sieht das Auge winterliche Kleinodien und der Kopf erinnert sich an diese schönen langen Winter der letzten zwei Jahre…Ach, nun geht es wieder los und mindestens die nächsten Wochen könnten wieder für allerlei sportive Ersatzhandlungen gut sein. Meine Langläufer stehen bereit, die Saunatücher liegen frisch gewaschen und gerollt im Schrank. Viele Vinyl-Platten wollen aufgelegt werden, das Startgeld für die Ostseetour ist entrichtet, hach, so schlecht ist der Winter gar nicht.
pleasant surprise…
…in jeder Beziehung! Zunächst zeigt sich das Wetter, allen Unkenrufen zum Trotz, von einer milden und sonnigen Seite und spendiert sogar jede Menge Rückenwind (jedenfalls in einer Richtung). Und dann fanden sich sogar noch Mitfahrer, um das Vorhaben “Wintermönch” anfangs im Duett, später im Trio, zu realisieren. Chapeau an Ron Rocky Ronsen und den Kreuzbuben!! Dachte nämlich nach den Absagen des Kernkaders schon, ich muss den 120km-Prügel alleine abspulen…Und ich hätte das wirklich gemacht. Wahrscheinlich wäre ich retour im Nordwestwind elend verreckt. Aber es kam ja alles ganz anders. Ron war, wie immer, ein treuer Begleiter. Die anfänglich zaghafte Anfrage: wollen wir wirklich so weit fahren, musste ich allerdings ignorieren…Entweder es wird Grundlage gefahren, oder es wird nur rumgeopert. Die äußeren Umstände sprachen für ruhiges Kullern und das Ziel, der “Frohe Mönch” assoziiert bei mir immer: Entspannung pur. Wie oft hat die Blogsportgruppe dort schon Anker geworfen? Bei Regen, Schnee und Gluthitze…

Nun also mal bei frischen Temperaturen zwischen 3 und 5 Grad (immerhin plus!) Als Roni Rock Ronsen and myself am “Frohen Mönch” vorfuhren hatte dort bereits ein edles COLNAGO eingeparkt, das unstrittig dem Kreuzbuben zuzuordnen war
Hey: second pleasant surprise! Wir taten dann das, was man im “Frohen Mönch” so tut: Weizen mit und ohne Alkohol vernichten, warmes Eckchen, Soljanka, Würstchen, Espresso, Kaffee genießen. Inzwischen trockneten die verschwitzten Leibchen an der Heizung. Und dann ging es wieder raus…zum Gruppenbild (mit Mönch):
…und dann heimwärts in den Windkanal. Da war es wirklich gut, dass wir uns zum Trio komplettiert hatten. Die Wechsel in der Staffel liefen wie geschmiert und ich denke das waren schöne 120 Dinger, die wir da insgesamt abgewickelt haben. Freunde der Statistik können die Gesamtdaten hier ansehen
Auftakt 2012…
Massgeschneiderter Auftakt. Mit Long Harry pünktlich an der COONSERVE gestartet und zügig, zunächst im leichten Nieselregen mit zaghafter Seitenkante, zum Startpunkt gekullert. Der Regen nahm zu und in Fuchshain schwappte bereits das Wasser in den Radschuhen. An der Erdmannshainer Selbstbedienungstanke drängelten sich bereits ein halbes Dutzend Rennfahrer im Vollschutz unter dem kleinen Plastikdach…(dachte ich) Stattdessen herrschte dort großzügige Leere. Bei dem Wetter verständlich.
Das akademische Viertel verstrich…und wir traten die Heimreise an. Jetzt wurde es richtig schön belgisch…Wind von vorn und ordentlich Regen. Auf der Passage zwischen Erdmannshain und Fuchshain dachten wir noch kurz daran dem Blechkuchen in Seifertshain einen Besuch abzustatten… der Gedanke wurde aber verworfen, weil wir wahrscheinlich, trotz der vermuteten heimeligen Wärme bei den Kuchenspendern, uns in den inzwischen triefnassen Klammotten den Tod geholt hätten. Also ging es besser zügig at home. Dahin, wo eine warme Dusche wartet, eine betagte Italienerin Espresso spendet und ein gutes Stück Musik auf den Teller wandert…edit (18:35) Der Herzbube macht auf einen fatalen Fehler aufmerksam: Natürlich sollte am Erdmannshainer Automaten um zwölf gestartet werden (so die ursprüngliche Ansage…) Keine Ahnung, wie ich auf 11:00 Uhr kam… Sommerzeit? passt ja zu den Temperaturen
Aldi Meola, John Mc Laughlin und Paco de Lucia und der Konzertmitschnitt vom 5. Dezember 1980 im “Warfield Theatre” in San Francisco versüßen mir den restlichen Neujahrstag, den ich auf dem Sofa verbringe…
Hörprobe
Plansilvester 2011…das letzte mal dreistellig
11:00 Uhr an der CONNSERVE. Start zum ausgeschriebenen “onehundredandone Circle”. Eingeschrieben waren Ron Ronsen and myself. Kranzabzieher’s überraschende Absage musste leider hingenommen werden. Also im Duo raus in die noch sonnige Landschaft, richtig schöner Rückenwind inclusive. Es lief prima. Wir hätten locker mit ‘nem 40er Zwirn dahinsegeln können. Taktisch klug sollten aber ein paar Körner für die Rückfahrt aufgespart werden. In Wurzen ein kurzer Stopp an der Bäckerei Zeucke. Himmlisch guter Kuchen und ein Tässchen Kaffee. Weiter über ein paar Dörfer, hin zum Wendepunkt des Parcours: Kühren! Am Kührener Elefant wurden die Stoßzähne gestreichelt. Das sollte Kraft geben für die Rückfahrt im eiskalten Nordwestwind. Und der war ordentlich unterwegs! Hier half nur Gummi an Gummi zu fahren – und das im harmonischen Wechsel. Ron, der in den letzten Wochen ausschliesslich das Bruttosozialprodukt mehren half und kaum im Sattel saß, quälte sich heldenhaft, wann immer er dran war.
Richtig ans Eingemachte ging es dann nach der Passage im Einschnitt des Muldentalbahnradweges hinter Grimma, auf den letzten 30 Kilometern. Dafür wurde dem Verwertungskreislauf tierisches Eiweiß zugeführt. Die Schlachterei Keller war das letzte Buffet und die Grundlage, die letzten Kilometer bei vollem Bewusstsein zu erleben. Ron’s Lampen glimmten manchmal schon dunkelrot durch das graue Nachmittagslicht. Aber er hat gebissen bis zum Finale… He was the Heroe! In Fuchshain trennten sich unsere Wege. Er suchte die schnellste Verbindung zum heimischen Wigwam, ich nahm noch einen kleinen Umweg über Seiffertshain und Holzhausen, um ganz sicher zu sein, dreistellig in Connewitz anzukommen. Hat geklappt. Aus meiner Sicht ohne große Mühe
Final standen 104km zu Buche. Das passt!
Rund um den Weihnachts-Raps…
Paarfahren am zweiten W-Tag. Ein spontaner Entschluss des Vorsitzenden. Die W-Gebäck-Verbrennungsmaschine schnell und effektiv einsetzen. Getreu der alten Theorie: “Rennen werden im Winter gewonnen…”, verließen der Kranzabzieher and myself die horizontale Weihnachtssofa-Lage und verabredeten sich spontan zum Paarfahren. Zunächst ohne Ziel. Klar war nur: 2 Stunden Anschlag, eventuell ein Blitzbier mittendrin.
10 Grad (plus), überwiegend trockener Asphalt, wechselnde Winde und das gute Gefühl die Trägheit der W-Tage in eine sportliche Ausarbeitung zu wenden, gaben uns die Sporen. Der Vorsitzende wollte ohnehin mal sehen, wie sich das neue Fahrgefühl (Lebendgewicht wurde in den vergangenen 7 Wochen um 7kg reduziert) anfühlt. In Summe driften aktuell Mensch (80,4) und Maschine (7,9) Kg, unter Vernachlässigung der Winterklamotten, mit 88,5 kg über den Asphalt
Das macht Spassss!!! Mitten im Auffüllen der Endorphin-Speicher, nach 30 flotten Kilometern, ein Wurfanker im Gasthof Thierbach. Und dann, von einem Weizen befeuert, weiter die Schwerelosigkeit im Rennsattel erleben. Langsam färbte sich der tief grau verhangene Himmel in ein noch dunkleres Spätnachmittaggrau. Aktuell stand dieser Umstand, der gelegentlich zu Verdruss und Depression führt, dem weiteren Befüllen unserer E-Speicher nicht im Weg. Im Gegenteil, noch mehr Endorphine fliegen uns zu, als wir aus schweißvertrieften Augenliedern feststellen müssen, dass der Raps in Blühte steht. Na also, der Raps gedeiht, die Tage werden wieder länger, Weihnachten ist fast vorbei. Lasst uns die letzten Tage des Jahres feiern…
Mit einem gewissen Stolz darf ich die Werte unseres Paarfahrens hier ablegen
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RADALE Winteredition
So geht’s manchmal im real existierenden Leben – eben war noch alles auf dem Schirm und up’s is alles wech. Stellt Euch vor, ihr habt alle W-Präsente geordert, stellt den Schlitten irgendwo ab und wollt noch einen Glühwein reingurgeln, ihr kommt zurück und der Schlitten is fort…
Gut, alle Pictures, an denen ich so lange rumgefummelt habe, sind ja “Backstage” noch da, aber die Prosa… Also fasse ich zusammen, was mein verschwurbeltes Gehirn noch zusammenbekommt: Da war zunächst natürlich der Dank an die Arbeitsbrigaden vom RADALE-Team und allen beteiligten Subunternehmen. Und da war auch eine Danksagung für die herzliche Aufnahme der radfahrenden Generationen 40 und 50+. Ein schöner Advent war es also. Allen Leserinnen und Lesern eine beschwingte W-Zeit! Und: haltet die Flandernflagge hoch! In diesem Sinne: Kette entspannt mittig – und bis bald mal wieder auf dem Asphalt, bzw. Schotter des Lebens.
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one sunday morning…RADALE!
…hier gehts weiter >klick<
Borna sera
…an den Rändern der kontaminierten Restlöcher liegt ein Ort, der mit unserem ursprünglichen Ziel im beschaulichen Muldental wenig gemein hat. Das wir unser Reiseziel, das liebliche Grimma gegen das proletarische Borna eintauschten, schuldeten wir den bösen Prophezeiungen des Regenradars. Aber warum sollte im ehemaligen Revier nicht auch ein guter Glühwein am Hahn sein? Da die avisierte Carodame in Sachen Veterinär unterwegs sein musste (wir alle hoffen ohne Komplikationen…) trat in ihrer Vertretung der Herzbube mit in die Pedale. Ein erfreulicher Zuwachs für die BSG! Der Vorsitzende hatte sich in den, von einer leichten Erkältung und Magenunwohlsein perforierten Kopf, gesetzt, die Fahrt ins Revier über etwas abseitige Wege zu führen. Vielleicht hatte ihn dazu die belgische Meisterjacke verführt, die ihm am Morgen, bei der Auswahl des Equipments, ins Auge stach. Der Parcours mutierte dann auch abschnittsweise immer mehr in Richtung Querfeldein. Jedenfalls waren auch schöne Laufpassagen, Schotter und andere RR-untaugliche Böden im Angebot. Die führten jedoch ins Nichts. Unser edles italienisches Material sollte also noch mal richtig Spass haben… Irgendwann wurde der Asphalt dann doch wiedergefunden und das BSG-Quartett – hier noch mal die personelle Zusammensetzung: Long Harry, Herzbube, Ron Ronsen and myself – stemmte sich in den frischen Südwestwind. Ron hatte sofort den richtigen W-Markt-Instinkt und führte uns zielsicher zu den tannengeschmückten Hütten und Bratwurstausgabeschaltern. Ich hab’ mal wieder nicht aufgepasst, ob Ron zwei oder drei Würste seinem Stoffwechselkreislauf zugeführt hat…Selber bin ich lieber nur bei Glühwein geblieben. Eine Vorsichtsmaßnahme, denn die Rückfahrt schien eine schöne Sause zu werden. Gegenwind ist ja irgendwann auch mal Rückenwind
Und so war es dann auch: Konzentriert pedalierte das Quartett in Richtung Heimat. 
IM WESTEN NICHTS NEUES
In meinen Erinnerungen gibt es keine Nische in der sich derart triste Bilder einer Ausfahrt versteckt halten. Selbst längeres Nachdenken bringt da nichts. Noch nie hat sich der Blogsportkader, bei lausigen Temperaturen, Nebel und eisigen Winden freiwillig in die westliche Tristesse der novemberlichen Tieflandsbucht aufgemacht. Vielleicht hat uns Übermut geritten und die Verlockung eines mit Shamrock gekrönten Guinness die letzten Vernunftzellen gelöscht oder ach was weiß ich…Jedenfalls stand ein ordentlich gezapftes Guinness am Beginn des weltweit ausgeschriebenen Giros, serviert in der wohligen Wärme des wohl besten Leipziger Pubs, dem Killiwilly. Und während sich die Bierstube langsam mit ausgeschlafenen Gästen füllte, nahm unsere Motivation nach und nach ab. Irgendwie, ferngesteuert, wurde dann doch aufgesattelt. Da der Parcours aus wichtigen Gründen geändert werden musste, startete das Trio (Ron Ronsen, Jörg & myself) zum blinde Date in Richtung Westen. Schon die Passage durch die Grünauer WBS 70 Ausstellung und das sich anschließende schnurgerade Asphaltband in Richtung Lützen produzierte verschwommene Bilder einer unglaublichen Tristesse.
Um im eisigen Nebel nicht den Verstand zu verlieren, pflegten wir anfangs noch die Plauderei, machten uns gegenseitig Mut und suchten Trost in der Tatsache, dass wir in diesem Teil der Welt gottlob nicht siedeln müssen. Später reduzierten sich die Gespräche. Das Pedalieren wurde zu einer stummen Fahrt ins Grau, manchmal durch einen Richtungsaufruf unterbrochen: vorne links !! oder gerade aus! Wie wir so durch den Nebel navigieren, fangen die Enden von Armen und Beinen langsam an, sich in kalte Schläuche zu verwandeln. Das sind Momente, wo sich eine Reifenpanne ganz besonders gut macht und die steifgefrorenen Daumen den Mantel nicht mehr aus dem Felgenbett drücken können. Momente, wo man(n) sich am liebsten auf die Finger pinkeln möchte, so wie ein Bernard Hinault im Schneesturm von Lüttich-Bastogne-Lüttich im Jahr 1980. Gut, dass uns Schaden erspart blieb! Ab Schkeuditz, auf dem Radweg parallel zur B181, fange ich an im sich langsam verdunkelnden Spätnachmittaghimmel Shamrocks zu sehen, erst ganz klein – später immer größer werdend…Es ist das letzte verzweifelte aufbäumen eines unterzuckerten, geschundenen und ausgekühlten Körpers. Wahnvorstellungen setzen ein. Der starre Blick auf den Lenker sieht eine verschwommene Zahl irgendwo zwischen 70 und 80 Kilometer. Langsam tauchen die ersten Straßenlaternen der geliebten Heimat auf und die letzte Konzentration gilt dem fließenden Verkehr. Jetzt bloß nicht straucheln! Und endlich: ich werde im kaminbeheizten Killiwilly- Separée, dort wo sich die Verstoßenen und Ausgesetzten alle möglichen Drogen zuführen, wach. Der Spaß hat sein verdientes Ende gefunden, langsam durchströmt wieder wohlige Wärme den Körper. Der Distanzzähler war bei 87 Kilometern stehengeblieben. Endlich taucht ein wahrhaftiges Shamrock auf! Aber nur kurz, dann klingen die Pintgläser, es folgt ein vielsagender Blickwechsel zwischen Jörg und mir und wir können uns das Shamrock von den Lippen wischen. Die Tristesse ist vorbei. Und es gibt noch eine geniale Radiomeldung dazu: Black Sabbath kehren zurück auf die Bühne und zwar in Originalbesetzung mit Ozzy Osbourne!
P.S.: Vielen Dank an Jörg für das liebevoll komponierte GUINNESS-Rad. Ich musste allerdings mit Shamrock-Laufrädern nachrüsten und noch ein bisschen was drumherum basteln
Gegen den Novemberblues…
Julvember…
…nun sind wir schon seit über zwei Wochen Günstlinge einer bis dato mild und sonnig dahinziehenden Herbstzeit…Alle bisherigen Querfeldeinrennen in und an den erweiterten Rändern der Leipziger Tieflandsbucht fanden auf trockenen Krumen statt! Auch wenn ich mir manchmal verwundert die Augen reibe, wenn mir im November ein kurzbehoster Velonaut entgegenkommt: Doch solche Verwirrungen in der Anzugsordnung bleiben eben nicht aus, wenn Sonnenscheindauer und die Vorbereitungen zum Weihnachtsmarkt in einer gewissen Reziprozität stehen. Aber sei es drum: für den frischen und feuchten Somnmer ist dieser November eine kleine Nachzahlung, auch wenn das dem Weihnachtsgeld nicht in barer Münze zugeschlagen werden kann. Bleibt zu konstatieren: da der Juli kein richtiger Juli war und der November kein wirklicher November ist, nennen wir den vorübergehenden Monat doch einfach: Julvember und hoffen das er noch mindestens bis zum ersten Advent andauert.
Cross mit Komplikationen…
Der Blogsportkader hatte sich bei besten Bedingungen mal wieder zu einer sonnigen Herbstausfahrt formiert. Start an der CONNSERVE, 15. Oktober, 10:00 Uhr. Nach dem Einrollen über Auwaldgeläuf, Cospudener See und die Elsteraue standen die Trails am Kulkwitzer See auf dem Programm.Kurze Asphaltpassage rüber zum Bienitz und dann wieder parallel zur Rodelbahn pures Crossfeeling…:-) Nach der Querung des Elster-Saale-Kanals in Höhe Dölzig stand noch ein “Pflichtstück” vom Critical Dirt auf der Liste: Revierort Pflaumenwinkel und weiter in Richtung Nordwest… Kurz nachdem uns Kelly und Chelm entgegenkamen, passierte es: Marco Wehrmann hat offensichtlich einen in den Weg hängenden Weidezaun übersehen, der sich flugs in seinen Lenker wickelte und zum überstürzten Abgang führte…auf das 30cm Betonband kurz vor der Autobahnbrücke!
Bike Kill in N.Y.
Ihr wißt ja gar nicht, in was für einer ruhigen Zone wir leben
und was man mit zwei Rädern noch alles anstellen kann. Das veranlasst mich zu dem Resümee, dass die Einnahme psychoaktiver Substanzen die Innovationskraft fördert und auch zu weiteren Taten der Blogsportgruppe beflügeln sollte…
Fünfer im Herbstlaub…
Mit einem Temperatursturz von 20 Grad Celsius (verglichen mit dem kürzlich verstrichenen Sonnenbrandweekend) musste sich die BSG heuer anfreunden. Switch to Gore… Unverdrossen sind dennoch schöne herbstliche 100 Kilometer zusammengekommen – und der letzte Saisontag von Zschoches Eiscafé in Kössern mit Bohnenkaffee und Pflaumenkuchen macht deutlich: der Sommer hat ausgeröchelt… Unterwegs waren: Wolle, Stahlwade, Kranzabzieher, Arno, myself
Chapeau! Critical dirt!
Meiner, it was great! Ein Parcours mit Mehrwert. Frauen und Männer mit Sinn für Ästhetik und Rausch. Nur Tage später wird es Herbst da draußen…und der Clip muss unter’s Volk. Hoch lebe die Community! Man sieht sich auf dem Schotter des Lebens. Musik by John Hiatt, Sure Pinocchio, vom Album “Little Head”:
…und noch mehr Pictures
:
Amore, Mühltal-Giro 2011
Ruhiger Start an der CONNSERVE. Ein Quartett: Maik, Jörg, Andreas and myself machten sich 11:30 Uhr, nach einem Bohnenkaffee, auf den Weg. Auf der Jagd nach der spätsommerlichen Entschleunigung wählte wir ein Ziel im schönen Burgenlandkreis. Das Mühltal. Was für eine Erfahrung: Nur 70km vom Tellerrand der Leipziger Tieflandsbucht entfernt, häuften sich, auf dem Parcours durch das liebliche Elstertal südlich von Zeitz, explosionsartig die Destinationen, die zum Verweilen einluden. Straußenwirtschaften (Wetterzeuber Bischofsleite!) Bio-Höfe und das ganze Sammelsurium der Straßen-Gasthöfe in anhaltinischer Sandstein-Optik provozierten mehrfach den Griff zum Bremshebel… Aber: eiserne Disziplin und das Ziel vor Augen, lassen uns erst im Mühltal die Räder stoppen. Die „Amtsschreibersmühle“, wegen ihres sonnigen Freisitzes, wird als erstes Ziel nominiert. Leider ließ das überforderte und viel zu junge Servicepersonal die BSG komplett im Stich und wir mussten die nächste Mühle, talabwärts, aufsuchen. Der urig-naturellen Freisitz der „Schössersmühle“ wurde schnell okkupiert und wenige Minuten später sind wir mit Bratwurst, Schnitzel und hopfigen Getränken versorgt. So sieht Service aus… ! Auf dem Höhepunkt der abgerundeten „Siesta-Stimmung“ entlockte der BSG-Vorsitzende seinem Transistorradio einige italienische Opernarien und die anderthalbstündige Pause, endet mit dem Vorsatz: „home sweet home“, allerdings mit einem geplanten Bohnenkaffee-Stopp. Via Zeitz und Elstertrebnitz pedalierten wir also hinein in die kleine Stadt Pegau, suchten und fanden ein kleines Café, um mit einem Pott Bohnenkaffe und einem Stück Pfirsich-Streusel-Kuchen im Speicher die letzten knapp 30km dieser wahrhaft entspannten Spätsommer-Ausfahrt zu genießen…
Die Sonne über Anhalt…
Wiedereinmal machte die Blogsportgruppe ihrem Ruf der sportiv-kulturellen-gastronomischen Bildungs(Aus)Fahrten alle Ehre. Am 11.September startete ein Quintett ab CONNSERVE bei gefühlten 30 Grad. Am Start waren: Rudi Karstadt als Gast, Stahlwade, Ron, Jörg und myself als BSG-Kern. Das auserkorene Ziel: Sonnenobservatorium Goseck, 47km westlich von Connewitz. Zügig pedalierten wir über Starsiedel und das Rippachtal hinein in die Metropole Weißenfels. Das Elend ließen wir schnell hinter uns, zirkelten im Kreisverkehr kurz vor der Saalebrücke nach rechts und bogen nach der Querung zielgerichtet in Richtung Freyburg ab. Rudi verabschiedeten wir an dieser Stelle. Er hatte noch eine TE in Richtung Norden vor sich. Nun als Quartett unterwegs, die Hitze im Genick und die Vorstellung eines megagroßen Eisbechers vor Augen, ging es zügig in Richtung Goseck, dem Bildungsziel der Ausfahrt. Die Wallfahrtsstätte der Erforscher unseres niedrigen Erdendaseins ist in der Mittagsglut erreicht. Wir machen ein paar Schattenfaxen im Zentrum der kreisrund angeordneten Palisaden und philosophieren über den Zusammenhang von Himmelsscheibe und dieser oft mit Stonehenge verglichenen Anlage. Eine Anlage ganz anderer Art wird im Anschluss angesteuert:
Die eiszeitlich oft löblich erwähnte Destination des Eiscafe Venezia in downtown Goseck (Markröhlitz). Unglaublich liebevoll komponierte Fruchteisbecher, richtig heißer Bohnenkaffe und ein weitläufig mediterranes Ambiente empfängt die ausgemerkelten Blogsportler. Im Diskurs über den weiteren Verlauf der Streckenführung entscheiden wir uns für eine Heimfahrt über Naumburg. Und das war, retrospektiv betrachtet, sicher die richtige Entscheidung. Nach der Schussfahrt in’s Saaletal biegt, unmittelbar hinter der Saalebrücke unweit des Radlerhostels “Henne”, der Saale-Radweg in Richtung Naumburg ab! Hätten wir den Ranzen nicht schon voll Eisbecher und Bohnenkaffee gehabt, wäre uns eine Rast an den zahlreich passierten Freisitzen sicher leicht gefallen. Aber: wir wollten die Leipziger Tieflandsbucht noch vor 17:00 Uhr erreichen und da gab es keine Gnade…Der Wind stand gut und die Suche nach der B 87 verhieß eine flotte Heimfahrt. Jörg und myself gönnten sich an der “Ratte” noch ein Zielbier, während Stahlwade und Ron diese abschliessende Labe ausließen und ihren familiären und geschäftlichen Terminen entgegeneilten. Fazit: 118km-Ausfahrt unter hochsommerlichen Bedingungen in, wie immer, angenehmer Grundstimmung. Danke Männer!!
P.S.: …mal geguckt, was die Konkurrenz so macht ![]()
Flott zum Sportlerheim…


…nach Kitzscher. Das BSG-Quintett widmete die traditionelle Dienstagausfahrt einem Besuch im Sportlerheim Kitzscher…da wo der Wimpel der BSG Aktivist Böhlen noch an der Wand hängt und ein erbarmungsloser Übungsleiter die Ballspieler über den Rasen treibt. Die Blogsportgruppe ergänzte das personelle Ambiente mit der Einnahme eines vorgezogenen Zielbiers und pedalierte dann zügig nach Hause. Ron Ronsen fehlte zum Fotoshooting, wurde dafür jedoch auf dem Marktplatz der Bergarbeitersiedlung temporär abgebildet.
ROSALINDE, 31, HACKE-PETER…
Was sich so liest, wie eine Anzeige vom Hausfrauenstrich: Rosalinde, 31, steht auf Hacke-Peter, ist in echt die kongeniale Zusammenfassung der BSG-Ausfahrt vom vierten September in’s schwarz-gelbe Reich der BVB-Verehrung in Fockendorf, nahe des Pahnaer Stausees. Schon einmal wurde die „Gaststätte am Stausee“ mit ihrem unvergleichlichen Ambiente gezielt angefahren. Im erlebten Fall steht Rosalinde für einen klassischen Blasmusiktitel, die „31 !!!“ für eine über den Freisitz per Lautsprecher in die „Musike“ hineingequäkte Essenabholung und der Hacke-Peter für das, was man für die Nummer 31 in Empfang nehmen darf. Zusammengenommen, mit einigen Hefeweizen aufgequirlt und mit einem Stück Torte garniert, ist das ein taugliches Fazit für die Körperertüchtigung der BSG an diesem hochsommerlichen vierten September. Immerhin standen später auch knappe, teilweise zügige, 90 Kilometer in der Trainingstagebüchern (das wollen wir nicht vernachlässigen!) doch unterm Strich ging es mal wieder um eine kollektivbildende Maßnahme der Blogsportgruppe und die Würdigung der Destination Fockendorf. The big Spender, Montee, kaufte sich von der Schuld zweier vermasselter Teambeteiligungen frei (Danke
) und der schmerzlich vermisste, aber entschuldigte Restkader leckte vermutlich noch die Wunden einer spontanen Trainingseinheit nach Mittelschweden oder vertrat die Blogsportgruppe beim traditionellen Beucha-Triathlon. Als entschuldigt gelten auch die Mitglieder, die im Schicht- und Rettungsdienst ihren Job tuen mussten, um das Bruttosozialprodukt dieser Republik zu sichern… Einige, hastig zusammengestellte visuellen Eindrücke wollen diesen kulturell wertvollen Radsporttag nachzeichnen, der am frühen Abend im CANTONA bei einem kühlen, mit Aperol gespritzten Weißwein sein entspanntes Ende fand. 



Der Mais stand gut…
und taugte schon nach knapp 40 Kilometern als Fahrradständer am Straßenrand. Eine willkommene Rast auf unserer zügigen Fahrt in Richtung Sachsenring. Wolle, Jörg und myself genossen die Ausfahrts, gespickt mit netten kleinen Anstiegen und phänomenalen Aussichten bis zum Fichtelberg! In Hohenstein-Ernstthal versammelte sich wieder einmal das bunte Volk der Radverrückten zum 53. Sachsenringradrennen und mit großer Freude konnte ich auch die Chemnitzer Crew mal wieder begrüßen. Ergebnisse Masters gibt’s hier klick . Nach Braustolz und riesigen Rauchwürsten pedalierte die BSG dann, abweichend vom eigentlichen Plan, auf einem hügeligen(!) Parcours nach Zwickau, um von dort unter Inanspruchnahme von Transferleistungen der Deutschen Reichsbahn wieder in die Leipziger Tieflandsbucht zu gelangen. Was für ein schöner Radsporttag…

Goodbye…
…der BSG-Vorsitzende verabschiedet sich in die Entschleunigung. Die Taschen sind gepackt. Literatur, Outdoorzeuchs und ein guter Schluck sind verstaut. Erstmals steht auf dem Heckträger des Urlaubszubringers keinRennrad. 480km nördlich der Leipziger Tieflandsbucht wird traditionell zwischen Ostseeküste und Bodden in Barnstdorf (Wustrow) das Ferienlager aufgeschlagen. Einzig mein FORTzüglicher Stahlesel soll mir und Familie zwischen Düne und Boddenufer morgens zum Ahrenshooper Bäcker, später zum Strand und am Abend zum Sandevit Begleiter sein. Wind und Wetter interessieren nicht. Es zählen nur die Stunden ohne Stress und das Brausen der Stadt… Am 21. August versuche ich dann, von der Erholung erschöpft, wieder Anschluss zu finden

...was bleibt: Vielen Dank an Ralf Kügler für die fleißige Sammlung der BSG Huldigungen am Wegesrand...
Samstag, 23. Juli ’11: Riders in the Storm
Der Wind bläst beständig und zwei einsame Reiter kämpfen sich auf ehemals blutgetränktem Territorium der Völkerschlacht in Richtung Westen vor. Hinter dem welligen Plattenband der Obstbaumallee nach Nellschütz wendet sich endlich das Blatt. Der böse Westwind wird zum guten Heimbringer. Die Dehn-Messstreifen in Long Harrys Power-Tape-Nabe fangen erneut an zu glühen und ich sehe seine üppige Haartracht an jeder Schippe Sand, die sich uns in den Weg stellt, als Schweif eines Wallachs unter dem Helm hervorwehen…allerdings nur von hinten…Kurz vor Elf reitet die Patrouille, nach einer Ehrenrunde um den Cospudener See, wieder in die Stadt. 73km mit einem 29er Streifen wurde im Notizblock festgehalten, der alsbald wieder in der virtuellen Satteltasche verschwand.
Achtung: no go Areas!
Meine heutigen Trainingseinheiten waren durch massive Umleitungen gekennzeichnet. Nichts geht mehr in der Ortsdurchfahrt Großbuch (da wird die Fahrbahn aufgefräst) und zwischen Oelzschau und Rohrbach lauert der perfekte Reifentöter (Grobsplit)

Großbuch

OA Oelzschau
Entspannt zum Ziel: Frauwalde am 9. Juli
Hallo zusammen. Das war doch mal wieder ein schönes Blogsportründchen. Und zu plaudern gab es auch massenhaft
Scharfer Start an der CONNSERVE und dann raus in die Dahlener Heide. Den Ziel-Gasthof hatte ich mal bei einer Solo-Tour Ostermontag entdeckt. Malerisch gelegen an einem kleinen Teich. Gute, bodenständige Küche und die Weizen so kühl, wie sie ein müssen. Herz, was willst Du mehr? Bloß die Straßenbemalung, kurz vor Frauwalde, war nicht mehr erhalten. Die hab ich aber in meinen Dokumentationen gefunden. Fazit dieser BSG-Runde, mit Gaststarter Rudi Karstedt
: 117km mit einem 30er Streifen. Na, geht doch – oder ??
Der Weg ist das Ziel…die Tour zum Meer 2011
RDK hat weiter unten gut zusammengefasst, was die eigentliche Herausforderung der Tour ans Meer ausmacht: die Besinnung auf sich selbst, auf die Zweifel am eigenen Vermögen, die schließlich niedergekämpft werden. Selbstbewusstsein und eine Portion Stolz sollten am Ende der Lohn sein! Freilich kann eine Fahrt, hoch an die Küste, schon mit 21€ im Connex erkauft werden und mit dem Auto sind bei gemäßigter Fahrweise auch nur rund 70€ fällig, um von Leipzig an den Pommerschen Strand zu gelangen. Was zum Teufel reizt uns also den doppelten Preis zu zahlen, die Bequemlichkeiten von Bahn und Wagen zu verschmähen und ein, jedenfalls für Erstgeborene der Tour, unwägbares Risiko des Versagens und der unkalkulierbaren Leiden einzugehen? Vielleicht liegt es daran, dass unser Ego nach etwas giert, dass in der selbst- und muskelbetriebenen Geschwindigkeit eigene Gestalt annimmt und durch die von RDK schon beschriebene Anspannung der Nerven eine neue, intensivere Wahrnehmung entstehen lässt. Wahrscheinlich sind wir doch Adrenalin-Junkies, die sich in ihrer Egomanie seltsame Abenteuer suchen. Die gesammelten Zweifel über die eigenen Fähigkeiten, einen Non-Stop-Ritt über 460 Kilometer ohne Blessuren zu überstehen, bekommen in den letzten Wochen, Tagen und Stunden vor dem Start immer wieder Nahrung. Die kleinsten Niederlagen, ob gesundheitlich, beruflich oder privat, nähren den Gedanken an Aufgabe und Rückgabe des Starttickets. Und doch stehen wir am 25. Juni unausgeschlafen 3:30 auf dem Augustusplatz zwischen den Routiniers, den Mehrfachtätern und abgeklärten Helden, die später die Pace machen werden. Niemand hat uns dazu gezwungen. Wir machen das freiwillig! 15 Stunden und 26 Minuten danach, die Pausen mal weggelassen, sind 120 Radfahrer im Ziel und fallen kurz darauf erschöpft und glücklich auf die spartanische Matratze unter einem Zeltdach. Da liegt der Pensionär neben dem Berufseinsteiger, der Student neben dem Hartz 4-Empfänger, ein angehender Rechtsanwalt neben dem Unfallchirurgen. Faszination Rennradfahren! Hier gibt es noch ein paar Schnappschüsse (klick auf’s Bild unten)
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| Ostseetour 2011 Die Tour ans Meer |
Ein faszinierender Bericht mit allen Details erreichte die Redaktion des AUSFALLENDES vom mitfahrenden Volkskorrespondenten Ralf-Dieter Kügler (RDK)
VOLLBRACHT….!


VÄTTERNRUNDAN 2011


Sebastian Fried und Gerald Biehl im Finale der Vätternrundan 2007
Ein Duo des BSG-Kaders (Jörg und Ralf) nächtigen aktuell bei 9 Grad Celsius und scharfem Ostwind unter Zeltplanen unweit des Startortes Motala. In knapp 24h starten beide auf den 300km Parcours rund um den Vätternsee. DAS AUSFALLENDE bleibt dran…Bild oben: Rotorello und Mr. Ritzel posieren im Finale der Runde im Jahr 2007 :-) Den 2011er Protagonisten wünschen wir ähnliche mittsommerliche Bedingungen !!!!
Habe zwischen Frühstücksbrötchen und Milchkaffe den BSG – Kader über`s I-Net verfolgt. Demnach hat der Kranzabzieher einen bravourösen Ritt hingelegt und die 300km in 10:28 abgerissen und damit die bisherige Spitzenzeit von Wolle mit 11:43 aus dem Jahr 2008 getoppt….Auch Kugelralf ist inzwischen eingetrudelt. Beiden Blogsportaktivisten rufen wir entgegen: Hej, Hej, Hej und Congratulations!!!
Und hier die Berichte unserer Heroen:
Ralf Kügler schrieb: klick Und Jörg hatte ebenfalls einen mitteilsamen Füllfederhalter: klick


…und noch mal nach Tautendorf
Bevor am Sonntag ein größeres Feld die letzten Hundert Kilometer des Jahres 2009 anvisiert und dabei auf halben Weg im “Gasthof Tautendorf” das Buffet zelebriert, haben Jörg, “Bemme” + myself dem Ereignis schon einmal vorgegriffen. Ergebnis: der Gasthof ist, egal ob im Sommer, Herbst oder Winter immer ein lohnendes Ziel. Riesige Portionen Aglio e Olio, Braustolz vom Faß, ein sehr gehaltvoller “kalter Hund”, Milchkaffee und und und. Egal ob draußen im schattigen Biergarten, oder in angenehmer Wohnzimmeratmosphäre am Kachelofen: Familie Wohlrath hat den Laden “im Griff”. Allerdings muss sich der, der sich hierher mit dem Rad traut sein Bier wacker verdienen, denn von Brösen geht es 15%ig hinab und in Richtung Gasthof 12%ig hinauf. Da bleibt kein Lycrafaden trocken! Doch wer einmal die ausgesprochen relaxte Bewirtung kennen gelernt hat, wird immer wieder dahin wollen. Tautendorf kann von vielen Seiten angefahren werden, aber ohne kurze knackige Anstiege geht das nicht ab, egal ob von Colditz herüber gefahren wird, oder die klassische Anfahrt über Podelwitz / Brösen den Vorzug findet. Am zweiten Weihnachtsfeiertag wählten wir die klassische Anfahrt , wie sie auch in der vergangenen Saison mehrfach gewählt wurde: Oelzschau-Otterwisch-Großbuch-Bernbruch-Glasten-Schönau-Sermuth-Podelwitz-Brösen-Tautendorf. Retoure ging es dann über Bockwitz-Meuselwitz-Skoplau-Podelwitz-Erlln-Kössern-Großbothen-Großbuch-Otterwisch-Oelzschau. Die detaillierte Strecke: >klick< Der hier vermittelte optische Eindruck von dieser durchaus ambitionierten Ausfahrt soll doch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Autor auf den letzten 30km so ziemlich auf dem letzten Loch gepfiffen hat. Und wenn Jörg nicht den Schrittmacher gegeben hätte, wäre ich wohl nicht pünktlich an der familiären Stollentafel erschienen. So hat aber noch alles prima geklappt und vielleicht waren es ja doch noch nicht die “letzten Hundert 2009″. Mal sehen
…zurück auf dem Asphalt des Lebens
Nach einer knappen Woche Schneeurlaub im schönen Vogtland wieder zurück auf den Straßen der Leipziger Tieflandsbucht
Die Wetterlage machte es ja möglich, von den Skischuhen in die Radstiefel zu wechseln um gleich nach Rückkehr ein paar vorsichtige Einheiten zu kullern. Das tat ich denn auch in den zurückliegenden Tagen und tauschte so gespurte Loipen und verschneite Wälder gegen nasse, kaputte Landstraßen und fiesen Wind (besonders am Samstag!) Aber der “Wiedereinstieg” machte keine Probleme und zu “Messzwecken” trieb ich mich jeden Tag zwei Stunden auf der Hausrunde rum. Am besten lief es dann am Sonntagnachmittag und mit der Gewissheit in diesem Winter, rein trainingstechnisch, alles richtig gemacht zu haben schaue ich entspannt auf die nun beginnende heiße Trainingsphase, bevor irgendwann dann der Radsportfrühling Einzug hält. Meine bescheidenen “Einstiegsdaten” nach ca. 14-tägiger RR-Abstinenz sind hier dokumentiert:
Die Dienstagrunden…
…der Blogsportgruppe finden wieder statt. Meist trifft man sich nach vorheriger telefonischer Absprache oder eben zwanglos unterwegs, um entspannt ein Ründchen nach Feierabend zu drehen. Ab April wird auch wieder eine feste Uhrzeit und ein Treffpunkt vereinbart. Interessante Entdeckung anläßlich der letzten Dienstagrunde war ein neues Stückchen Asphalt: zwischen Erdmannshain und Fuchshain. Zwischen den Feldern und später durch ein kleines Wäldchen, schlängelt sich ein vom Autoverkehr befreites bituminöses Band
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Der Leipziger Frühjahrsklassiker
Am 28. März ab 08.30 Uhr (Achtung Sommerzeit ist angesagt!) ist es wieder so weit.Unter der bewährten Regie und organisatorischen Vorbereitung von Ralf Kügler (ACLeipzig) trifft sich die Leipziger Rennradgemeinde (oder zumindest Teile davon) am Radladen GRUPETTO, im Gewerbegebiet Wachau, zur traditionellen Speckwegtour (mit Stand 17.März bereits 155 Downloads!). In diesem Jahr stehen kurzweilige 105km an, die im geschlossenen Feld absolviert werden sollen. Wie in jedem Jahr ist auch heuer nicht
auszuschliessen, dass es wieder nicht ganz einfach werden wird, die Schäfchen einigermaßen beeinander zu halten. Zu groß sind vielleicht gerade in diesem Jahr die Unterschiede in den individuellen Fitnessleveln der Teilnehmer. Und für manchen Wagemutigen sind es möglicherweise die ersten Radkilometer 2010. Trotzdem ist bei vernünftiger Kräfteeinteilung die Distanz zu schaffen, schließlich gibt es nach knapp 70km im Landgasthof Fremdiswalde beim EX-Renner Jens Scheibe ein wärmendes und wieder aufbauendes Süppchen, bevor es dann über die letzten Kilometer, hoffentlich entspannt und mit guter Laune, zurück in die Leipziger Tieflandsbucht geht. Was sonst noch zu beachten ist, kann hier >klick< nachgelesen werden.
snow update 07.03.10
Geplant war eine Vorglührunde, um die Strecke der diesjährigen Speckwegtour mal abzufahren. Aus der Shakedown-Tour wurde eine snow-update-tour über feinste vereiste und verschneite und verwehte Straßen im Leipziger Süden. Kein Gedanke daran, die Speckwegstrecke zu inspizieren, denn spätestens in den Waldpassagen hätten wir komplett unbefahrbare Abschnitte vorgefunden. Also umplanen. Grob wurde die Strecke der 70er NSC-Runde ins Auge gefasst. Am Start: Ralf alias IZOARD, Alex, Torsten alias TELI, Winni alias WINNI und myself. Vertreten waren alle Reifenstärken zwischen 2.5 und 700×32. Und das nicht ohne Grund, wie sich schon bei der Anfahrt zum Treffpunkt an der Störmthaler Ampel rausstellte. Allein bis dahin wurden schon besondere Steuerkünste angesprochen. Schließlich musste nicht nur den Frostlöchern ausgewichen werden sondern auch die hohe Kunst der vorausschauenden Fahrweise eingesetzt werden um nicht einen Abgang zu riskieren. Öfter hörte man deswegen den Ruf: “Eisplatte voraus” oder “Achtung Schneebrett”. Teilweise präsentierte sich der Parcours auch trocken, mit der feinen Salzpuderschicht aus vergangenen Winterdiensteinsätzen…Hoffen wir, dass zur Speckwegtour ein einigermaßen geräumtes Geläuf unter die Reifen genommen werden kann
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Bilder zum betrachten einfach anklicken:
Gut Ei und Kickeriki
mit den Symbolen des Sommergewinns, dem Hahn als Verkünder des Lichtes und des Tagesbeginns, dem mit Binsen verzierten Ei als Symbol der Fruchtbarkeit und der Brezel als Symbol der Unendlichkeit im Wechsel der
Jahreszeiten wird in meiner Heimatstadt Eisenach seit 1704 alljährlich der Sommergewinn gefeiert. „Gut Ei und Kikeriki“ so schallt es dann auch durch die Eisenacher Straßen und Gassen wenn eine Woche vor dem kalendarischen Frühlingsbeginn symbolisch der Winter vertrieben wird. Der traditionelle Festumzug lockte wieder viele Menschen an die Straßenränder und mit der Family standen wir dann auch im eisigen Nordostwind bei gefühlten -2 Grad und ließen die zahlreichen frühlingshaft geschmückten Wagen an uns vorüberziehen.Der Brauch will es, dass später auf dem Eisenacher Markt in einem finalen Streitgespräch zwischen Frau Sunna und Herrn Winter derselbe in die Knie gezwungen wird. In diesem Jahr wurde das Streitgespräch sicher mit besonderer Spannung erwartet, hatte doch Väterchen Frost am Vortag noch mal ordentlich Schnee im Gepäck. Frau Sunna ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und ging dem Brauchtum entsprechend als Siegerin aus dem Rededuell hervor und der frostige Alte wurde anschließend symbolisch in Gestalt einer Strohpuppe verbrannt. So endete das jährliche Ritual auch heuer wieder mit der sinnstiftenden Niederlage des Winters.
Zu lesen war, dass in diesem Jahr der uralte Brauch des Feuerradrollens erstmalig wieder ins Programm genommen wurde. Als Germanen verkleidete Eingeborene sollen einen Tag nach dem Festumzug ein großes, brennendes Rad von einem Hügel herab rollen. Das Rad symbolisiert die Sonne, die nach dem kalten Winter Licht und Wärme zurück bringen soll. Als das Feuerrad in Eisenach talwärts rollte, saß ich allerdings schon wieder im Sattel und drehte bei sagenhaften 6 Grad +(!) eine 70 Kilomterschleife am Rand der Leipziger Tieflandsbucht. Allerdings wiederfuhr mir hier ein Fehler, den sonst nur Rennradanfänger machen: ich fuhr, nein flog, mit dem teilweise sturmartigen Wind im Rücken durch die noch graue, keineswegs frühlingshafte Landschaft und hatte später tüchtig zu tun auf dem Nachhauseweg das Vorderrad einigermaßen gerade im Wind zu halten. Normal ist, im Gegenwind hinaus zu fahren und mit dem Wind retour ! Doch auf den letzten Kilometern gesellte sich noch ein netter RRadler aus Markkleeberg (Ronald Wehner) zu mir und wir kämpften uns gemeinsam nach Hause. Mit einem misstrauischen Blick zum nachmittäglichen Himmel beendete ich meine Sonntagseinheit und erinnerte mich an einen Sommergewinn in den siebziger Jahren, als es beim Streitgespräch anfing zu schneien…:-)

Schnittes Feuertaufe…
Die Wintertristess im Rücken tüftelte die Blogsportgruppe schon ziemlich lange an der AUFTAKT-Ausfahrt 2010. Wann, wie, wohin? Der BSG-Vorsitzende plädierte für einen Start, terminlich nahe der Classicisima …So trafen sich die BLOGGER denn auch einen Tag nach Freieres Siegfahrt an Leipzigs angesagtestem RR-Treff, der Gabel. Da wo schon für viele Generationen professioneller und hobbytauglicher RennradlerInnen die Trainingsrunden begannen, klickte auch die BSG ein und nahm Kurs auf´s Muldental. Auf dem Programm standen ca. 100 entspannte Kilometer. Und am Start scharrten die sieben Samurai mit den Hufen: Katharina, Andre, Gert, Wolfram, Volker, Jörg + myself. Am Start eine kleine “Verwirrung”, denn Neuzugang “Schnitte” wurde nach der Anmeldung im RRL-Forum, virtuell, von allen Beteiligten der männlichen Mitgliederschaft zugeordnet…Falsch, denn am Start zur BLOGSPORTFRÜHLINGSFAHRT steht eine attraktive, durchtrainierte RRdlerin. Ich würde mal behaupten, das sich die Mitglieder des Peletons während der zügigen Fahrt in Richtung
Süden (noch war es trocken und er Wind schob ordentlich) ein Bild davon machen konnten, dass hier kein Weichei an den Start gegangen war. Selbst ein Defekt nach knapp 30km brachte Schnitte nicht aus dem Konzept…und der später einsetzende Dauerregen (ab Leipnitz) wurde lediglich mit dem Überziehen einer Regenjacke quittiert…Die BLOGSPORTGRUPPE attestierte: Feuertaufe bestanden! Also: volle Pflichterfüllung und nach rasanter Abfahrt auf Wiesenthal wurde nicht nach rechts abgebogen, um die Regen-Ausfahrt in Richtung Leipziger Tieflandsbucht alsbald zu beenden…Nein, es ging links rum über das “Blaue Wunder” nach Altleisnig und dann nach Klosterbuch. Schließlich war der “Frohe Mönch”, ein Klassiker-Ziel der BSG, als “Aufschlagpunkt” gewählt. Dort angekommen begrüßte uns der Wirt (schließlich kennt man sich…) mit einem Stapel Handtücher…Wir frottierten uns, so weit es ging, einigermaßen trocken und bestellten isotonische Getränke, Kuchen und die traditionellen “warmen Ecken”. Hernach wurden parallel zum rituellen Abspielen der FF-Fanfare Weißbiere und andere Sportlergetränke vernichtet. Als wir 40´später zum Start vor die Tür traten, hatte es wirklich für wenige Minuten aufgehört zu regnen und nach dem Pflicht-Gruppenbild
peilte das Peleton via Leisnig, Kössern, Großbothen, Grethen, Naunhof, Lwitz den Heimweg an. Der wurde dann mit ordentlich Gegenwind und im Dauerregen abgespult. Einzig ein Frühlingsgewitter, mit einer Wasserwand aus Regen und Graupel, ließ uns kurz unter einem “Miniviadukt” zwischen Wiesenthal und Podelwitz verharren. Am Ende waren ALLE, nass und glücklich at home. Visuell können die 115km hier “nachgefahren” werden: >klick<
Alle Informationen zur Speckwegtour 2010
Nur noch wenige Tage bis zur, nun schon traditionellen, Speckwegtour. Man munkelt von ca. 50-100 Teilnehmern. Wer es mag, kann hier den aktuellen Parcours, die Streckentabelle und diversen Hinweisen noch einmal einsehen oder sich downloaden >Speckwegtour 2010< Hoffen wir mal auf gnädiges Wetter…;-)
Schwein gehabt
Ein BSG-Trio begab sich bei herrlichem Sonnenschein auf den Kurs der diesjährigen Speckwegtour und absolvierte eine Vorbesichtigung des Streckenverlaufs. Wir hatten nicht nur mit dem Wetter Schwein, sondern konnten uns das am späten Vormittag auch noch in gebratener Form vor dem Konsum in Falkenhain schmecken lassen
Drei Damen vom Grill und ein Fleischermeester hatten Schuld an unserem Zwischenstopp zum zweiten Frühstück. Drei Scheiben Schwein, frisch vom Spieß, wer kann dazu schon nein sagen…
Frisch mit Eiweiß versorgt ging es dann in die längeren Offenlandpassagen am Rande der Dahlener Heide über “Schwarzer Kater” nach Wermsdorf. Die Sonne glitzerte inden Speichen die Stimmung war ausgelassen und das Schwein bald verdaut. Das vielleicht längste Geradeausstück des Parcours, die ehemalige Poststraße von Wermsdorf in Richtung Sachsendorf lag noch vor uns und dann folgte der kurze Linksschwenk in Richtung Fremdiswalde. Hirsch, Waschbär, Fuchs und Hase, grüßten von der Wand und aus den Ecken des Schankraums, als wir im dortigen Landgasthof aufschlugen, um dem Gastwirt und Ex-Renner Jens Scheibe mal Guten Tag zu sagen. Jens wird am Sonntag, in bewährter Qualität, das Buffet übernehmen und die hungrige Meute der Speckwegtour mit einer warmen Mahlzeit versorgen. Wir können gespannt sein.
Speckweg 2010
Was für ein Tag! Die SPWTour2010, einmal wetterbedingt verschoben, ging nun am 28. März über die Bühne. 49 Kerle (der härteren Sorte) und 1 Girl (der ganz harten Sorte) schrieben sich zur traditionellen Speckweg-Schleife über 109km ein. Ralf (IZOARD), die funktionierende Mechanik und Logistigker der Ausfahrt, hatte alle Hände voll zu tun die Essenmarken an den Mann und die Frau zu bringen und gelegentlich einen sorgenvollen Blick auf den Himmel zu richten. Doch pünktlich zum Start hatte sich, gottlob vorher, ein größeres Wolkenfeld “entleert” und das Peleton machte sich zunächst “trocken” auf den Weg. Zuvor hatte Silvio an der Kasse des GRUPETTO jede Menge Regenjacken in die Kasse zu tippen…Ja, es sah nach einer Wasserfahrt aus…Aber das Glück ist den Unverzagten hold! Erst nach knapp 30 Kilometern, just bei der ersten PP-Pause öffneten sich die Schleusen und es fing an zu jauchen. Doch die Regenattacken hielten sich in Grenzen. Schon bei der Anfahrt zur ersten Muldenüberquerung, kurz vor Wurzen, war wieder alles im grünen Bereich.
Die Passage durch die Ringelnatz-Stadt erfolgte unter reger Anteilnahme abwesender Bevölkerungsteile und die anschließende Fahrt entlang der Obstplantagen wurde für kurzweilige Unterhaltung genutzt. Das Peleton ritzelte mit leichter Rückenkante an den “windtechnischen Umkehrpunkt” des Parcours. Kurz hinter dem Kreisverkehr der Siedlung “Schwarzer Kater” gab es dann die PP-Pause Nr. 2. Eine Moto-Cross-Off-Road-Horde touchierte mehrmals das SPWT-Feld und verschwand laut knatternd am Horizont, um dann wieder aufzutauchen. Schnittchen, die schon erwähnte einzige feminine Teilnehmerin der SPWT, vermutete, dass die Off-Roader möglicherweise nur einen Rundkurs absolvieren und sich dementsprechend häufig an unserem Feld vorbeischlängelten. Was da wirklich abging bleibt offen…Offen bleibt auch, warum sich unser bis dahin diszipliniert dahingleitendes Feld dann ausgerechnet in den Offenland-Windpassagen gnadenlos zerteilte. Gerade in der Anfahrt auf Wermsdorf, entlang der Südkante der Dahlener Heide hätte es Sinn gemacht sich GEMEINSAM dem Ziel zu nähern. Andererseits ist natürlich nachvollziehbar, dass nach dem langen Winter die Endorphine verrückt spielen und sich aus einer ursprünglich vereinbarten Ausfahrt ein “Radrennen” entwickelte. Sei es drum. Bis zum Buffet im vom Ex-Renner Jens Scheibe regierten Landgasthof Fremdiswalde hatten jedenfalls einige Teilnehmer ihren eigenen Rhythmus gefunden und schlugen dort entsprechend “verfrüht” auf. Andere Heißsporne verfehlten gleich mal die Location und tauchten wieder auf, als schon das Gruppenbild im Innenhof vor der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sporthalle zelebriert wurde. Dem vorangegangen war ein, wie gewohnt, warmes Buffet um die Akkus der Akteure wieder aufzuladen. Hier gilt mal der andauernde Dank an die Fa. Scheibe! Die Heimfahrt über Hermannsglück und Neichen, via Seelingstädt, Klinga, Naunhof und Fuchshain bis zum Ausgangspunkt in Wachau, war dann eine Demonstration der Gemeinsamkeit . Glücklicherweise gibt es ja bei diesen Ausfahrten keinen Sieger, sondern nur ein verbündetes Ankommen
Mann und Frau sieht sich wieder zur NSC-Befahrung am Karfreitag…Alle Bilder der SPWT 2010 gibt es hier: >klick<
Das NSC Frühlingserwachen…
…fand am 2. April mit einer 80 Kilometer-Ausfahrt statt. Eingeladen hatten die NSC-Organisatoren und das Grupetto-Team. Am Start wurde das bunte Peleton bei gefühlten -3Grad noch einmal an den gerade verabschiedeten Winter erinnert.Doch blauer Himmel und Sonnenschein waren einfach die idealen Begleiter für eine entspannte Karfreitagsrunde. Ich schätze 250-300 Frauen und Männer hatten sich am Startpunkt versammelt. Nach Augenzeugenberichten wurde aus der Saisoneröffnungsrunde dann doch kein wirkliches Radrennen. O-Ton Sebastian und Pappie: “…es war nicht wirklich schnell” Na, so lass ich das dann mal stehen. Persönlich bin ich ja auch die ganze Strecke gar nicht abgefahren, hab´mal hier und dort gestoppt um ein paar Bilder zu machen…und dabei keine Abkürzung ausgelassen, um an einer
günstigen Stelle meine kleine Knipskiste zu aktivieren. Retour wurde ja dann “ganz offiziell” in Oelzschau (für die Gruppen hinter der Spitze) von der vorgegebenen Streckenführung abgewichen…So waren dann auch die zeitlichen Unterschiede im Ziel gar nicht so groß. Aber es ging ja um nichts, außer um den Spass mal wieder in großer Besetzung auszuprobieren, was so persönlich geht…Einen Tag später war in der Heimatzeitung (LVZ) im Sportteil nachzulesen, dass auch Frösi ” am Karfreitag “…sechs Stunden durch die Region Leipzig gedüst sei, um sich auf “Rund um Köln” vorzubereiten” . Last but not least: es ist immer wieder erstaunlich, welche Masse an Pedaleuren sich zu einem ausgeschriebenen Treffpunkt zum gemeinsamen Hobby verabreden können und es ist gut das es dafür diverse Verabredungsplattformen gibt. Ein Zeichen, dass sich die Szene immer mehr vernetzt. Für die erstaunlich große Teilnahme an der NSC-Saisoneröffungsausfahrt ist aber sicher auch der anerkannt hohe Organisationsstandard verantwortlich: Hier arbeiten wirklich Macher über Vereins- und andere Grenzen(;-)) hinaus zusammen. Deswegen der große Dank des Berichterstatters an alle Ehrenamtlichen, die das “NSC-Eröffnungsevent” ermöglicht und schließlich in perfekter Weise in Szene gesetzt haben. Wer sich ein Bild davon machen möchte klickt > hier<.
7. Kriterium am Zentralstadion
Nach zwei entspannten Einheiten am Freitag und Samstag war heute mal Ruhe angesagt. Das fiel um so leichter, als der Blick auf das Thermometer am Morgen gerade mal einstellige Werte anzeigte und an den schon fast vergessenen Spätwinter erinnerte…Schon die Samstageinheit wurde wieder in Winterklamotten abgespult. Grund genug für ein ausführliches Sonntagmorgenvormittagsfrühstück mit der Family. Währenddessen hatte die Rundenhatz auf dem 1,8 km Parcours am Zentralstadion für die Schüler, Junioren, Frauen und Senioren schon längst begonnen. Und das wahrscheinlich am Anfang noch unter nassen Bedingungen. Um mir wenigstens etwas Bewegung zu gönnen, aktivierte ich mein Eisenschwein und schwang mich am späten Mittag in Richtung Zentralstadion in den Sattel, um wenigstens noch etwas vom Männerrennen (Start 14.00 Uhr) mitzubekommen. Von der DHfK kommend kündete nur ein vereinzeltes Sperrschild für den geradeausfahrenden Verkehr von einem nicht näher bezeichneten Ereignis. Näherkommend offenbarte sich dann wiedereinmal die große Abwesenheit von Publikum. Obwohl die Heimatzeitung im Sportteil vom 12. April von 500 bis 1000 Zuschauern berichtete. Wie die gezählt wurden bleibt offen…Aus meiner Sicht säumten drei Hände voll Insider, einige Angehörige, Freunde und Freundinnen der Renner und Rennerinnen, den Start- und Zielbereich. Darunter auch ein paar Radsporturgesteine: Klaus und Uwe Ampler, Dieter Gonschorek, Thomas Barth, Andreas Petermann und “Ella” Schoppe. Zuvor hatte “Kelli” (Ralf Keller) noch das Senoirenrennen gewonnen. Manchmal möchte ich wissen, was die Altmeister so denken, wenn sie die Radsport-Euphorie vergangener Tage an den aktuellen “Beteiligungen” der Zuschauer messen. Nichtsdestotrotz war es unter den rauen Bedingungen, bei gerade mal 8 Grad ein insgesamt spannendes Rennen, in der Endphase dominiert von den Jenatec-Youngsters…”Rudi” Selig gewinnt und Stefan Gäbel (ebenfalls Jenatec-cycling) und Newcomer der Leipziger Radszene gibt hier einen Kurzbericht vom Rennverlauf aus der aktiven Phase:> klick< Ein paar Fotos kann ich auch noch beisteuern, vielleicht erkennt sich der eine oder andere ja auch wieder
Man sieht sich, spätestens zu den nächsten Ausfahrten der Blogsportgruppe, oder schon nächstes Wochenende zu den Ausfahrten in der Leipziger Tieflandsbucht, bzw. bei Rund um die Elsteraue. Und das hoffentlich bei endlich frühlingshaften Temperaturen, schließlich brauch´ ich noch einen Grund mir endlich die Beine zu “schaben” …
18. April: Entspannt zum Waldcafé Göhren
Ausgeruht und frohgelaunt formierte sich am späteren Sonntagmittag ein Six-Pack der Blogsportgruppe, um das legendäre „Waldcafé Göhren“ im Fels versteckt, hoch über der Zwickauer Mulde, zu erobern. Drei mal Zweierreihe ging es denn flott, aber nicht zu hastig, in Richtung Süden. Der Tourenguide vermied in der Hinfahrt jede unnötige Belastung, um auch wirklich ein entspanntes Ankommen zu gewährleisten. So ritzelten wir denn auf altbekannten Wegen durchs schöne Eulatal, hatten einen Schlaglochplattfuß an einem furchtbar nach Gülle stinkenden Acker kurz vor Niederfrankenhain und passierten wenig später die Hermsdorfer Mühle, deren Biergarten demnächst auch mal wieder angesteuert wird. Nachdem die Saftruine der VEB Mosterei Syhra, die früher einmal neben der Kelterei Rötha, die Messestadt mit trübem Apflesaft versorgt hat, rechts liegen blieb, steuerte das kleine Peleton über Ossa ins Tal der Zwickauer Mulde. Wenige Kilometer vor Penig, hoch oben am Muldenhang, verlassen wir die Kreisstraße rüber nach Himmelhartha, den Göhrener Viadukt im Visier. Das Letzte Stück hinunter auf die Talstraße, eine 15%ige Rampe, die man besser nur in talwärtiger Richtung befährt wird mit dem nahen Ziel vor Augen beschwingt gemeistert. Nach wenigen hundert Metern im Tal biegen wir rechts ab und erreichen nun
das Waldcafé Göhren, mit einer schönen Terrasse und einem herrlichen Blick auf die Zwickauer Mulde. Am gegenüberliegenden Hang windet sich die Straße hoch nach Cossen…Drei Mitglieder der heutigen Blogsportgruppe haben die Passage noch in guter Erinnerung, als am 28. Dezember 2008 bei Minusgraden von L.E. nach Amerika geritzelt wurde. Eine kleine Fotodokumentation dieser T(ort)our gibt es hier zu besichtigen >klick< Heute, fast anderthalb Jahre später, sitzen wir bei gefühlten 16-18 Grad in der Spätnachmittagsonne bei freundlicher Bewirtung und genießen die Situation. Vor uns das eine oder andere isotonische Getränk, Kaffee und Apfelkuchen. Wir sind zufrieden. Und in dieser Grundstimmung wird nach knapp einstündiger Pause die Rückfahrt über Wechselburg, Mutzscheroda, Geithain angetreten. Teilweise von forschem Rückenwind getrieben, erreichen wir am frühen Abend wieder die Leipziger Stadtgrenze. Für Nachfahrer gibt es die komplette Strecke >klick< Und natürlich wurde wieder alles auf ORWO-COLOR dokumentiert >klick<
…schneller ins Büro
Dem allgemeinen Frühlingstrend folgend, wollte ich mir eigentlich auch ein Fixie zusammenstecken…nur so, um die alltäglichen Entfernungen zwischen Wohnung und Büro zurückzulegen, vielleicht auch mal zur Eisdiele um die Ecke usf. Nachdem der Gedanke kürzlich gesackt war, hat mich die Altersweisheit dann doch zurück auf den Asphalt des Lebens gebracht, denn eine Elfe rief: Dafür bist du nun wirklich schon zu alt… Ich gab der Elfeneingebung nach und reaktivierte einen eigentlich sehr klassischen und sonnenblumengelben FORT- Stahlrahmen, der an der Kellerwand seit vielen Jahren im Ruhestand hängt…Eine SACHS-Sucess (7-fach 17/11) gekoppelt mit einem Paar Campa-Blättern für vorne (53/43) wird mich fortan mit Fortune ins Büro bringen…Wer sich meine neue “Büroschmette” in frühlingshafter Umgebung mal näher ansehen will, klickt >hier<
P.S.: …ein ganz besonderer Dank gilt dem Thomas (BDO) der mich, wie immer in Stil-Fragen, zielführend beraten hat!
Sunshine-Giro der Blogsportgruppe
Die frühlingshaften Temperaturen und die Verlockung erstmalig kurz/kurz durch die südlich gelegenen Landschaften zu pedalieren gaben den Ausschlag für eine erneute, vergnügliche Ausfahrt der Blogsportgruppe. Anregung war eine in der April-”TOUR” unter dem Titel “Prozente sammeln” beschriebene Strecke, die über Grimma-Golzern-Zschadraß nach Gehringswalde (dem südlichsten Umkehrpunkt) führte und von dort an Rochlitz vorbei über Colditz retour in die Leipziger Tieflandsbucht. Vom Streckenvorschlag abweichend nahm die BSG allerdings ab Colditz eine neue Heimwärtsroute unter die Reifen und stellte dabei fest, dass der bis dato in einem schlechten Zustand befindliche Asphaltweg zwischen Colditz und Sermuth nunmehr komplett und rennradfreundlich asphaltiert wurde. Dieser Tatsache war es auch zu verdanken, dass noch einige Höhenmeter hinzukamen und am Ende die Uhren bei 132 Kilometern und 895 Hm stehen blieben. Zwischendurch konnte in der “Grünen Aue” bei Kralapp eine kleine Stärkung genommen werden und in der warmen Mittagssonne schmeckte ein Hartmannsdorfer vorzüglich. Der Herr Geheimrat und Egon gesellten sich ab da zu unserem kleinen, später vom leichten Rückenwind beschwingt dahineilenden, Grüppchen. Gegen 16.00 Uhr passierten wir die Stadtgrenze und konnten später unter den Duschen unsere von der Frühlingssonne eingebrannten “Grenzen” bewundern. Am Start waren: Frank der Katzenkopfliebhaber (leider konnten wir an seinem Rad keinen Dreck der gerade absolvierten Flandern-Rundfahrt mehr erkennen) Jörg der Kranzabzieher (auf einer seiner wahrscheinlich letzten Ausfahrten mit dem schwarzen Panther…) Ralf (der noch keinen Nick hat, aber seit kurzem die BSG auf sehr angenehme Weise komplettiert) ab “Grüne Aue” kam noch der Herr Geheimrat Winkler hinzu (allen BSG´lern gut bekannt) und Egon (Uwe Adler, ein Protagonist der ersten Stunden…) Ich hatte übrigens aus Faulheit mein kleines Blatt nicht gewechselt und kam als Alterspräsident des Sunshine-Giro mit 43/23 eigentlich ganz gut über die Huggel…;-) Für Nachfahrer gibt´s die Strecke hier: >klick< und wer sich die Bilder etwas größer ansehen will, sollte auch einfach drauf klicken
Blogsportparty am Tag der Befreiung
Die Blogsportgruppe traf sich am 8. Mai zu einer kleinen Quasselrunde beim Blogwart. Eine Frau (Susi), ein Hund (Balloo) und 8 Männer (sebastian war hinter dem Schild abgetaucht) wünschen dem vorübergehend leicht gehandicapten Wolfram alles Gute. Auf dass er bald wieder im Peleton der BSG auftaucht. Übrigens wissen wir, dass Du bereits wieder heimlich trainierst und Dich schon für den Starttermin zum BSG-Marathon interessierst
Himmelfahrt ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten
Wenn eine Dame zur Ausfahrt am Herrentag aufruft ist das schon etwas ungewöhnlich. Aber da ist SIE einfach mal schneller gewesen als der BSG-Vorstand. Im nacheilendem Gehorsam hat sich dann der Blogwart in Zusammenarbeit mit dem “Scout aus dem Altenburger Land ” (Izoard) noch schnell als Streckendesigner eingebracht – und so wurde denn alles gut! Nach den üblichen Bekenntnissen der potenziellen Mitfahrer im Verabredungs-Thread der RRL rekrutierte sich der Himmelfahrtskader relativ zügig. Klar war, dass die Stammbesetzung der BSG an den Start gehen wird und überraschenderweise in ihrem Strudel noch ein gutes Dutzend Sympathisanten. Allen Wetter-Unken-Rufen zum Trotz versammelte sich so ein 18-er Feld am Forsthaus Raschwitz, um ins Land der unbegrenzten Mölichkeiten aufzubrechen. Ganz besonders erfreulich, dass auch die “Beucha-Sektion” der Blogsportgruppe den Anfahrtsweg nicht gescheut hat und wohlgelaunt (u.a. mit Fingerhandschuhen) am Treffpunkt aufschlug. Mit leichtem Rückenwind ging dann das Peleton auf den Parcours. Der sattsam bekannte Asphalt zwischen Forsthaus und Regis-Breitingen blieb schnell hinter uns und über Haselbach-Treben-Windisch-Leuba war die Skatstadt Altenburg, verkehrsberuhigt, umfahren (hier noch mal der Dank an IZOARD für den Streckentipp!) Nun wurde up and down das Hügelland in Richtung Penig penetirert, ab und an begleitet vom Tuten des Signalgebers, da die Truppe immer mal wieder daran erinnert werden musste, dass es sich (bei allem sportlichen Ehrgeiz) doch um eine Feiertags-Ausfahrt handelte. Als dann die Hinweisschilder auf das nahe Penig verwiesen und AMERIKA nicht mehr weit war, ritzelte der gut gelaunte Haufen (planmässig) auf dem gleichnamigen Weg in die Sackgasse…denn am Ende des Amerikaweges endet die Asphaltpiste… Nur der Wanderweg am Muldenhang führt hoch zum “Weißen Haus” mit gefühlten 12% und ist eigenlich den Fußgänger vorbehalten. Sven, alias Radler, ging das Steilstück ungestüm an und wickelte sich dabei (vielleicht ein Schaltungsfehler?) seine Kette schön um´s Tretlager…”Unbescheiden” würde ich sagen, dass nur durch Schnittchens
Werkzeug (mitgeführt in einer mittelgroßen Satteltasche) und durch meine familiär-dreidimensional-geometrisch vorbelastete Phantasie, die Kette wieder entwirrt werden konnte…So trafen wir, nach kurzer Fehlerkorrektur, dennoch allesamt entspannt im 60 Meter entfernten “point zero” ein. Dort, im Biergarten von AMERIKA, hatten sich natürlich alle “Klassiker” versammelt: Männer mit steifen Melonen, mit Lederkappen (the Wanderer´s Simson´s Gang) und wir in unseren bunten Lycra-Klammotten…ein heterogenes Bild! Was ursprünglich nur ein kurzes “Sturzbier” werden sollte, entwickelte sich zu einem kurzweiligen, 45-minütigen, Stopp in der Mitte des “Männertags”. Nur gut, dass die vorausgeahnte Dollar-Stärke, verursacht durch die hausgemachten €-Turbulenzen, in dieser Enklave der US-Währung nicht auf den Bierpreis umschlugen…Der halbe Liter “Peniger” konnte gottlob weiterhin für 2,00 € geordet werden. Nach einer kurzen Bergwertung, hinan zum Ortseingangsschild, positionierte sich dann die Blogsportgruppe zum traditionellen “Beweisbild” unter dem OE-Schild der AMERIKA-Gemeinde. Mit dem guten Gewissen alles richtig gemacht zu haben, stürzten wir uns später die Hänge der Muldenseitentäler hinunter und quälten uns natürlich auch wieder hinauf, um über “Klein-Belgien” (Ossa+Syhra) ins Eulatal abzuschwenken. Zwischen viel Raps (omnipräsent auf der ganzen Tour!) erreichte die BSG den veranschlagten zweiten Zwischenstopp in Frauendorf, die “Hermsdorfer Mühle”! Liebevoll servierte “Kohrener Kuchenteller” und das eine oder andere isotonisch wirkende Getränk sorgten auf der letzten Etappe der Himmelfahrtsausfahrt für eine insgesamt gesunde Grundstimmung. Nach knapp 130km und einem, dem Feiertag angemessenem Schnitt von knapp 27 km/h, wurde zum letzten Fotoshooting am Ampelmännchen geblasen. Den Bildbericht gibt es hier: >klick< und die tatsächlich gefahrene Strecke hier: >klick<
Ein Supporter packt aus…
Pfingstsonntag 4.30 Uhr klingelt der Wecker (und wird zwei mal weggedrückt…) 5.00 Uhr wird dann doch eilig aufgestanden. Schnelle Dusche, vorher die Pavoni betanken und ein Stück Baguette in den Grill werfen. Schnell was runterwürgen, um diese Zeit eigentlich eine Tortour. Wie mag es denen gehen, die heute noch ein Renn
en bestreiten müssen? Pünktlich 6.00 Uhr klingelt es ganz zaghaft…Ralf (Izoard) ist mit dem Wagen vorgefahren. Wir packen noch schnell meine Rapsschmette in den geräumigen Kombi und düsen nach Zwenkau. Bei „Lila Logistik“ herrscht Backstage schon regelrechter Hochbetrieb. Ein etwas nervöser, aber trotzdem noch gut gelaunter Renndirektor, ohne Allüren, begrüßt uns. Wir fassen die Helfer-Orga-Bändchen nebst Trillerpfeife ab und begeben uns direkt in den Start-Ziel-Bereich, begrüßen einige stadtbekannte Radsportprotagonisten und einen Teil der Mädels und Jungen, die 7.30 Uhr im 30-er Rennen an den Start gehen. Gert nennt es, ob der frühen Stunde, das „Nachtrennen“. Mit Ihm geht auch Schnittchen in ihr erstes richtiges Radrennen! Eine knappe Stunde später ist die 30-er Meute durch und der Sieger stürzt sich mit einem fulminanten Zielsprint und einem galligen Schrei über den Strich. Schnittchen fährt bei ihrer “Rennjungfernfahrt” gleich aufs Treppchen, belegt Rang zwei bei den Damen – ist aber leider zur Siegerehrung nicht anwesend-Schade! Gert (Uhle) berichtet später, dass er mit Lydia (Seniorenmeisterin!) eine Kaffeefahrt hingelegt hätte und Erich Stammer (Seniorenweltmeister aus besseren Tagen) trullert ebenfalls wohlgelaunt über die Ziellinie. Im Anschluss beginnt für Ralf und mich der eigentliche Job. Im Aufstellungsbereich für die 140-er Runde geht es darum die Heißsporne der Jedermannszene in die, anmeldungsgemäss, entsprechenden Startboxen zu platzieren. Was größtenteils gelingt
auch wenn manchmal diskutiert werden muss! Es sind vereinzelt Dressurakte, ähnlich denen in der Raubtierschau eines Wanderzirkus… Pünktlich zur Startzeit werden die Startgitter weggerissen und ab geht die Post…Gleiches wiederholt sich 10 Minuten nach Start des Profirennens für das noch größerer Starterfeld der 80-er „Hobbyantilopen“, die allerdings auf mich etwas
entspannter wirkten…Damit war eigentlich für meinen Teil der Supportereinsatz Geschichte. Ralf hatte später noch einen Chaperon-Einsatz beim Profirennen und berichtete eben (22.30 Uhr) per Phone über eine reglementgerechte, routinierte Massnahme diesbezüglich. Zwischen dem 140-er Einsatz und der dann schon routinierter gelungenen 80-er Schicht war Zeit sich mal ein wenig im Start- Zielbereich umzusehen und das Eine oder Andere Gesicht aus vergangenen Tagen und aktuellen Radsportkreisen zu begrüßen und ein Schwätzchen zu halten. Aber ausgerechnet eine der schönsten anwesenden Damen konnte mein Kleinhirn nicht recht zuordnen und so war es mir peinlicherweise vergönnt, ein freundliches Zunicken ebenderselben nicht in den wirklichen Kontext des erweiterten Freundeskreises einzuordnen. Erst ein pädagogisch wertvoller Hinweis von Kuni (per Handy) machte mich auf diesen Fauxpas aufmerksam. Ein Sorry geht an Mademoiselle Poitschke
Die Sinne so geschärft, begrüßte ich dann, neben Erich Stammer, „Gonsche“, „Ella“, Andreas Petermann, Jens Lehmann, Steffen Kunath und Uta, die „Rosi“ und und und …eben alle, die auf dem Radsportparkett, aktiv oder am Rand, schon mal eine Sohle hingelegt haben. Nicht zu vergessen die aktuellen Mitstreiter der Blogsportgruppe, allen voran den Rekonvaleszenten „Wolle“ (schon wieder von einem Bus gestreift und vom Rad geholt…) den Sportfotografen Jörg (bin auf die Bilder gespannt…) und die ungezählten NSC-Aktiven aus dem BSG /RRL/HALLZIGER/ACL-Lager, denen meine Hochachtung für alle geleisteten Anstrengungen gilt. Der Renntag war dann für mich als Zaungast gegen 14.00 Uhr vorbei und ich sattelte die „Rapsschmette“, um via Großdeuben-Pleißeradweg, pünktlich zum familiären Kaffeeplausch im Grünen hinterm Haus zu erscheinen. „Sport im Osten“ machte es dann möglich in entspannter Grundhaltung, auf dem Sofa, die Berichterstattung über das einzig verbliebene ostdeutsche Radsportevent der gehobenen Kategorie zu retrospektieren. Besonders imposant waren in dieser Berichterstattung die Passagen aus der „Wochenschau“ von 1958, als sich die Matadoren auf Stahlrahmen und gesichert mit
Flügelmuttern durch die verdreckte Leipziger Tieflandsbucht wühlten. Weder Schwefelschwaden, noch glibbrige Braunkohlenseife unter den Pneus hinderte sie daran, auf teils grottigem Pflasterparcours, vorbei an applaudierenden Bergleuten und begeisterten Schulklassen ihr Letztes zu geben. Schade, dass „Ratte“ nach dem Erfolg 2008 nicht noch mal nachlegen konnte. Aber die Milchmänner waren eben einen Radlängentick schneller. Vielen Dank an ALLE, die dieses Rennen wiederbelebt haben und weiter am Leben halten wollen. Ein paar Schnappschüsse aus der heutigen „Randsicht“ halte ich hier bereit: klick
Ein Blogsportsonntag!
Die letzte sonntägliche Ausfahrt der Blogsportgruppe sollte eigentlich durchs schöne Chemnitztal nach Burgstädt gehen, um dort den Teilnehmern des „Großen Preis der Stadt Burgstädt“ zuzujubeln. Aber es kam anders. Die schmalen Zeitfenster der Blogsportgruppe und eine anfängliche Irritation in der Streckenführung waren Grund genug, die Tour nach 30km auf einen anderes Ziel zu lenken. Statt nach Burgstädt ritzelten Izoard, Kranzabzieher, Stahlwade (sorry, Du wurdest im Abspann des ersten Blogsport Movie-Book als Akteur unterschlagen…) Radler + myself durchs Frohburger Land hinein ins Thüringische. Am Biergarten des Stausee Pahna fand der traditionelle Weizenstopp statt. Retour über das wunderschöne Fachwerkdörfchen Serbitz und die Pleißenaue, erreichten wir gegen 15.00 Uhr
Wieder die Leipziger Stadtgrenze. Flotte 115km im 30-er Zwirn schlugen zu Buche und ein entspannter, sonniger restlicher Nachmittag stand ganz im Zeichen der Familien, und der Einstimmung auf das abendliche Public Viewing…
Hier das erste “Blogsport Movie-Book”
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Vor der großen Hitze…
…war die Blogsportgruppe am 26. Juni noch einmal gemütlich auf dem Rochlitzer Berg. Gespickt mit ein paar Cross-Einlagen und dann wieder auf beschaulichen, abseitigen Wegen rollte die BSG durch die Muldentäler und ab Sörnzig hinauf zum Berg! Das Ereignis wurde teilweise mitgeschnitten und steht hier nun zur Verfügung
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Es geht auch anders…
Blogsport am 18. Juli…
Am 18. Juli ergab sich eine gemeinsame Ausfahrt der Blogsportgruppe mit den Matadoren des Grupetto-Treffs. Etwas über 20 Pedaleure nahmen den Asphalt in Richtung Hohburger Schweiz und Muldental unter die Räder. Die BSG verabschiedete sich ungefähr am Kilometer 60 (Börln) in die Dahlener Heide, um noch einigen Blogsportritualen zu frönen
. Zwei angemessene Stopps in angenehmer Umgebung krönten diese Ausfahrt. Wiederholungen nicht ausgeschlossen…
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VINETA !!
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Der Sage nach ist Vineta bei einem Sturmhochwasser untergegangen. Grund sei der moralische Verfall der Stadt, der „Hochmut und die Verschwendung der Bewohner“ gewesen. Dabei gab es eine Warnung: Drei Monate, drei Wochen und drei Tage vor dem Untergang der Stadt erschien sie über dem Meer mit allen Häusern, Türmen und Mauern als farbiges Lichtgebilde. Die Ältesten rieten allen Leuten daraufhin, die Stadt zu verlassen, denn sehe man Städte, Schiffe oder Menschen doppelt, so bedeute das immer den Untergang. Doch die Bewohner Vinetas kümmerten sich in ihrem Mangel an Demut nicht darum. Niemand beachtete auch die allerletzte Warnung: Einige Wochen später tauchte eine Wasserfrau dicht vor der Stadt aus dem Meer und rief dreimal mit hoher, schauerlicher Stimme:
- „Vineta, Vineta, du rieke Stadt, Vineta sall untergahn, wieldeß se het väl Böses dahn“
„Vineta, Vineta, du reiche Stadt, Vineta soll untergehn, weil sie viel Böses getan hat.“
Noch heute sollen Glocken aus den Tiefen des Meeres zu hören sein.
Glockengeläut hat das Blogsportquartett nicht vernommen, als es sich über verschlungene Wege in der konterminierten Landschaft einen Weg suchte und plötzlich vor der Kirche der versunkenen Gemeinden stand, die der Gier nach dem “braunen Gold” in den 70er Jahren des vorigen Jahunderts südlich von Leipzig weichen mussten.
Klartext liefert die Erklärung der Initiatoren:
Seit vielen Jahren bemühen sich die Künstlerinitiative “KUNST STATT KOHLE” und die Gemeinde Großpösna erfolgreich um die Umsetzung zahlreicher Land-Art-Projekte am zukünftigen Störmthaler See, dem ehemaligen Tagebau Espenhain.Grundidee ist, den zukünftigen Rundweg um das Gewässer mit festen Punkten zu versehen, die zum Verweilen, zum Nachdenken, zum Spielen anregen und als “Marksteine” in der Landschaft dienen. Erreicht wird durch dieses Projekt eine auf ganz unterschiedlichen Wahrnehmungsebenen basierende Ästhetisierung des Raumes.Bereits entstanden sind die “Versteinerte Zeit” von Heinke Binder und der “Butterfly” von Rainer Strege.
Nach der Sage ist die Stadt Vineta wegen ihrer überbordenden Pracht und Prunksucht in einer großen, als Gottesurteil bezeichneten Flut in der Ostsee untergegangen.
Übertragen auf das Projekt heißt das, VINETA will mahnen und erinnern an die großen materiellen und ideellen Verluste, die der ungeheuren Energieverschwendung der Menschheit geschuldet sind.Bei der Installation handelt es sich um den künstlerisch überformten Nachbau der ehemaligen Kirche von Magdeborn, die, wenn der Wasserstand es zuläßt, auf einem Ponton schwimmend, an die dem Tagebau zum Opfer gefallenen Siedlungen erinnert. Das Bauwerk wird ein weithin sichtbares Zeichen und gestaltendes Element auf dem zukünftigen See sein. VINETA verfolgt aber auch über die Dimension der Erinnerung hinaus einen weiteren gedanklichen Ansatz. Der in dem Kirchengebäude integrierte Versammlungsraum wird als sogenannter Niedrigstenergieraum erstellt, d. h. die Erwärmung der Räumlichkeit ist ausschließlich der spezifischen Bauweise und der Verwendung von Solarenergie geschuldet.
Dieser modellhafte Energiespar-Raum will die Brücke schlagen zwischen Vergangenheit und Zukunft. Die Einsicht in das Geschehene und der konsequente Einsatz ressourcensparender Technologien soll und wird weitere “Magdeborns” verhindern. Das Vorhaben hat mittlerweile durch die Vielschichtigkeit seiner Botschaften und die Einbeziehung einer ganzen Reihe engagierter öffentlicher und privater Förderer eine ganz herausragende Bedeutung gewonnen.
…mal wieder klassisch Blogsport
Der Blogsport-Kader hat sich mal wieder, ohne seitenlange Verabredungsfreds, zu einer gemeinsamen Ausfahrt getroffen. Auch wenn das, aufgrund der allgemeinen Wetterlage, ein hohes Risiko barg, waren doch die Matadoren der “Kerngruppe” vollzählig an der Seeterrasse erschienen. Der Blogwart hatte allerdings wieder (ich gelobe Besserung!) sein Zeitbudget mangelhaft eingeschätzt und erschien gerade noch am Ende des akademischen Viertels…Losgeritzelt wurde mit einigem Rückenwind aus Nordwest in Richtung Eulatal. Die Streckendisposition war zu Beginn noch etwas unklar, sollte sich aber dann doch einspulen, um den Fahrer Radler punktgenau dort “abzuliefern” von wo er pünktlich eine Familienfeier erreichen sollte (Colditz!) Nach kurzer Verabschiedung am Colditzer Kreisverkehr parkte das verbleibende Sixpack dann an der Landbäckerei Dietrich ein. Unter, inzwischen wieder azurblauen Himmel, bei Kaffee+Kuchen plus isotonischer Getränke, waren die Durchnässungen (böse Schauer auf der bis dahin zurückgelegten Strecke) eigentlich zu den Akten gelegt…Aber kurz nach dem Aufbruch zur Weiterfahrt, erwischte uns die nächste Schauerwelle am idyllischen Mulderadweg in Richtung Sermuth
Pech. Wieder angenehm nass…peilten wir via Sermuth Großbothen an, nahmen den Stich hinter dem Viadukt nach Kleinbardau und retteten uns vor dem nächsten Regenangriff gerade noch in ein Wäldchen auf der Höhe…Auf den verbleibenden 30km in Richtung L.E. wiederholten sich die Regenattacken, Zu diesem Zeitpunkt hatte sich im Peleton aber schon Resignation eingestellt: das Wasser schwappte in den Rennschuhen, ob von oben oder unten oder vom Hinterrad des Vordermanns, es war nur noch nass von allen Seiten…und der letzte Angriff der Gewitterfront, wir hatten uns gerade von Uhle in Störmthal verabschiedet, war dann das i-Tüpfelchen einer insgesamt trotzdem schönen Ausfahrt, Schließlich hat der Gert (Uhle) Recht behalten: Die Blogsportler sind wasserdicht
edit, 29.08.: …und ich habe mir eine schöne Erkältung eingefangen. Nicht wirklich schlimm, aber immerhin reicht es für einen dicken Hals…
Die Querfeldein-Saison ist eröffnet
Ein Trio der Blogsportgruppe saß letzten Dienstag im Cross- bzw. MTB-Sattel und kurbelte eine Runde um Leipzig ![]()
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Pannenrunde…
Wenn sich zwei Kollegen, quasi von Amts wegen, spontan verabreden, kann das auch schon mal chaotisch enden. Der Reihe nach: Der Eine unterzieht sich den ganzen Tag einer angenehmen Photo-Shop-Fortbildung während der Andere im Passivhaus seinen Amtsgeschäften nachgeht. Beide eint aber, nach Dienstschluß, der Bewegungsdrang. Also ruft der Eine den Anderen an und fragt, was so gehen könnte. Wir einigen uns auf ein Crossründchen zum Neuen Geyersberg südlich von Großstolpe und vereinbaren einen 18.30-Treff beim Blogwart. Der Eine weiß schon, dass er es nur mit einem Schleicher bis zum Treff schafft und bittet um Support. Der Andere flickt indessen einen rumliegenden Crossschlauch und harrt der Dinge. Pünktlich um 18.30 Uhr trifft Montee ein, der Schlauch wird gewechselt und detoniert kurz nach der Füllung mit dem Rennkompressor im Kellergang (mir klingt jetzt noch das Ohr…) O.K., der “Schleicher” wird als Ersatzlösung geflickt und montiert. Die Detonation bleibt aus. Wir starten 19.00 Uhr in den Auwald und geben Gas. Mit einem 30er Zwirn kurbeln wir via Pleißeradweg aus der Stadt, überqueren die A38 und sind immer noch der Meinung den Sonnenuntergang vom Neuen Geyersberg beobachten zu können. Aber die Luft ist erneut raus. Montee`s Hinterradreifen wird puddingweich…Kehrtwende. Mit einer Zwischenluftgabe in der Neuen Harth erreichen wir gerade noch den Hafen Zöbigker und beschließen dort, vor der KLEINEN FREIHEIT den letzten Heimbringerschlauch aus Ritzels Reservoir gegen den Schleicher auszutauschen. Es ist inzwischen 19.45 Uhr und ein “Training” macht wohl nun auch keinen Sinn mehr…Da war es dann schon besser Montees Vorschlag zu folgen und mit einem kleinen Radeberger und einem Zigarillo den Tag ausklingen zu lassen. So schön kann Blogsport sein
Und den Neuen Geyersberg schauen wir uns am Sonntag an. Montee hat versprochen, drei Ersatzschläuche mit sich zu führen. Wir werden sehen!
Die Motive in der untergehenden Sonne waren so betörend schön, dass ich es bei s/w belassen habe, um dem Vorwurf des Kitsch aus dem Weg zu gehen.
Der Geithainer Kreisel
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Die Blogsportgruppe war neulich mal wieder aktiv und ritzelte im Sixpack über Markkleeberg-Rötha-Lobstädt-Deutzen-Regis Breitingen-Haselbach ein kurzes Stück durch Thüringen, machte an der 1. Freien Tankstelle einen Boxenstopp, trafen dort Jürgen Sparwasser und fuhren auf sächsischem Territorium über Geithain, Eulatal, Bad Lausick wieder retour in die Leipziger Tieflandsbucht.
Critical Dirt …die Premiere!
…fand im Leipziger CANTONA statt. Was für ein schöner Abend. Über den in Insiderkreisen kursierenden Teaser zum gleichnamigen Film angeregt und durch die heftigen Postings von Mirage nachgeradezu gedrängelt, mischte ich mich als Oldie unter die Bike-bewegte Szene der Bike-Philosophen. Endlich lernte ich mal den genialen David Koßmann (Fahrstil-Magazin) kennen und “ganz nebenbei” Kristian Ansand, den Macher von Critical Dirt – einem Clip, der das Crosser-Herz höher schlagen lässt: 126 km von DD nach L.E. auf staubigen Feldwegen, abseits der verstänkerten Bundesstrassen in einem 25 Minuten-Film nachzuvollziehen: das war schon richtig anrührend und nur mit einigen Weizen konnten die Freudentränen weggetrunken werden. Kurz: es gibt sie die Bike-Szene der New Generation, die durchaus auch auf “slow Motion” setzt und darin die schlichte Erkenntnis manifestiert, dass radfahren schon eine spezielle Weltanschauung sein kann. Ich konnte nicht umhin, nach der späten Heimkehr im “Ritzelstudio” noch ein paar Standbilder von der HD-Kiste (Flipvideo) zu “komponieren”. Eine bearbeitete Fassung folgt in Kürze
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(a)cross the borderline…
Besser konnten Grenzerfahrungen am Nationalfeiertag nicht gemacht werden: Plötzlich gingen am Haselbacher See die Schlagbäume zwischen Sachsen und Thüringen hoch und ein bunter Pulk bewegte sich mit dem Schlachtruf: “Wir sind cross” auf einer fein designten Strecke um den See. Vierundvierzig Starterinnen und Starter spritzten auf einem 17-Kilometer Kurs über Kieswege, Schotterrampen, Singletrails und Schlammlöcher durch den Forst. Ehrgeizig wurden die Landesgrenzen zwischen den beiden Freistaaten von einigen Protagonisten bis zu fünf mal passiert…
Die eigentliche Idee zu dieser einfach schönen Runde hatte Ralf Kügler vom ausrichtenden Verein AC Leipzig, der mit der Organisation einer CTF, Neuland betrat und sicher einen Volltreffer gelandet hat. Als ausdauernder Netzwerker sorgte er dafür, dass zur Premiere einfach alles stimmte. Das Wetter stimmte sowieso und die organisatorisch-logistischen Vorbereitungen gipfelten, gestützt auf unkompliziert und unbürokratisch agierenden Verwaltungen in einer entspannten Wohlfühlatmospäre im Fahrerlager. Dazu beigetragen haben natürlich auch die Veranstaltungspartner und Sponsoren: der Fahhraddienst Mende aus Meuselwitz, das Grupetto-Team und natürlich der Landgasthof Fremdiswalde, der mit dem EX-Renner Jens Scheibe all jenen ein Begriff sein dürfte, die schon so oft, auch bei anderer Gelegenheit, nach Nudelsuppe oder einem isotonischen Getränk gierten.
Großer Dank geht auch an den Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Regis-Breitingen, Herrn Kratzsch, das Ordnungsamt Meuselwitz und die Kameraden der Freiwillige Feuerwehr. Ohne die unbürokratische und pragmatische Unterstützung ist so ein Kiste undenkbar! Weiterhin ist allen Helferinnen und Helfern zu danken, die dafür gesorgt haben, dass die “Grenzerfahrung” mit null Pannen über die Bühne ging und sich mit Sicherheit im CTF-Kalender etablieren wird. Jedenfalls waren alle Beteiligten, ob Aktive, Organisatoren oder Zaungäste an diesem 3. Oktober tatsächlich einig im Wortsinn: Das muss wiederholt werden!
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Nachtrag: alle auf der Rolle für Thüringen und Sachsen erfahrenen Kilometer (54 für Sac. und 50 für Thür.) dienen einem guten Zweck: der Unterstützung des Hospiz Bärenherz Leipzig / Markkleeberg und dem Seniorenheim “Voigtsches Gut” in Rositz b. Altenburg. Die Sponsoren, für Thüringen waren das der Fahrraddienst Mende und die Apotheke Rositz, für Sachsen das GRUPETTO und malennachzahlen.net, zahlten für jeden Kilometer 2€ – also kamen 416 € zusammen, die demnächst überreicht werden können!
Die Pokale gingen an die älteste Teilnehmerin mit 66 (!) Jahren, die jüngste Starterin mit 14 Jahren und die Teilnehmerin mit der weitesten Anreise, die justament aus Iowa an den Haselbacher See kam! Congratulation to Jennifer Porto and Boyfriend (aus Kalifornien)
Die Presse:
reformationsgirocooldown 2010
Wie schon im Vorjahr wird es auch 2010 wieder zu einer radsportlich konzertierten Aktion am Reformationstag kommen. Am 14.10. wurde im Klubraum des Blogsportzentrums das Streckendsign für den anstehenden RGCD 2010 entworfen und steht nun ONLINE
Information: Der saisonale Ausklang 2010 ruft. Damit am 1.11. die neue Saison eingeleitet werden kann, muss die alte noch standesgemäß beendet werden. Gestartet wird wie immer an der Grupettofiliale in Wachau. In Fremdiswalde kredenzt uns Ex-Renner Jens Scheibe eine warme Wohlfühlmahlzeit, bevor wir uns auf die letzten 40 Saisonkilometer begeben. Start am So, den 31.10. 2010 Treff ab 8.30 Uhr vor der Grupettofiliale Wachau “scharfer”
Start: 9:00 Uhr über ca.120 kmTeilnahmebedingungen: Rennrad,Crossrad, MTB, Helm! Einhaltung der StVO, jeder fährt aufeigene Rechnung und Gefahr. Überweisung von € 5,- fürs Essen und Sprit an Ralf Kügler, BLZ 660 100 75, KTO 420 468 756 Name+Cooldown10 bis 29.10.10 (Eingang) Für Kurzentschlossene am Start € 7,-. Bitte bis 8:45 Uhr nachmelden, um einen pünktlichen Start zu ermöglichen. Noch Fragen? 0178 7147 883, Ralf Kügler oder kugelralf@web.de
Gute Fahrt und Kette rechts!
NetApp: Ein Team mit Zukunft…
…eben kamen zwei schöne Schnappschüsse rein. Kuni in vollem Einsatz beim Münsterland-Giro. So schön kann Radwechsel sein
Jedenfalls freut sich der “Checker” Übrigens kommt NetApp immer mehr in Schuss…Schillinger gewinnt Prag – Karlovy Vary- Prag über 270km! Respekt meine Herren und natürlich Congratulations! Rechts noch ein gut gelaunter NetApp-Matador in Belgien
übern tellerrand…
Freitags im Klubhaus…
Die Herbst-Party des BSG-Kaders ist Geschichte. In einigen hastig zusammengeknipsten Pics wird der Abend noch mal “durchgespielt”
Die Gästeliste: Wolle, Ron Ronsen, Stahlwade, Kranzabzieher, Marco (Werni) Wehrmann, der Herr Geheimrat, Izoard, Mirage und Wieselflink. Cineastischer Ausflug: “Das große Rennen von Belleville” und einige Clips der zu Ende gegangenen Saison aus dem Ritzelportfolio…Kleiner Hinweis: am Filmchen unten die Auflösung von HD auf 360p korrigieren-dann läuft das auf langsamen Rechnern auch
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sturzkappenbetrachtung
feierabendquicky
abpaddeln…
reformationsgiro 2010: der report!
Traditionell versammelte sich die Rennradszene, mit einer Bonus-Stunde Augenkosmetik, ausgeschlafen am Start. Nicht nur Leipziger, auch Zugereiste aus den Tälern und Auen der Leipziger Tieflandsbucht und dem Elbtal (!), füllten an diesem zunächst grauen Novembermorgen die Startliste des diesjährigen Reformationsgiro. Der Berichterstatter hatte sich leicht verspätet und konnte dem offiziellen Start leider nicht beiwohnen. Wie gern hätte ich das hundertfache Pedalklicken vernommen, dass wie der kurze, trockene Feuerstoß einer Kalaschnikow durch das morgengraue Gewerbegebiet hallt… Aber das Peloton duldete keine verschlafenen Starter und nahm pünktlich 09:05 Fahrt auf. Im achtzig Kilometer entfernten Landgasthof Fremdiswalde checkte der „Jenser“ (Jens Scheibe) noch einmal die Nudelvorräte und stellte Pils und Weizen kalt. Als der Berichterstatter nach einer grenzwertigen Aufholjagd das Peloton zum ersten mal ins Visier bekam, schlängelte es sich wie ein Lindwurm durch die Felder der Völkerschlacht und nach einer energisch gerittenen Attacke war der Anschluss erst kurz hinter Liebertwolkwitz wieder hergestellt. Ein buntes, sportlich gut aufgestelltes Feld, pedalierte fröhlich schnatternd und durchaus flott in Richtung Wurzen. Als wir die Ringelnatz-Stadt, inclusive einer kleinen Umleitung hinter uns ließen, und bereits durch die Hohburger Schweiz ritzelten, klebte meine Zunge trocken am Gaumen und eben dieser Ringelnatz fiel mir wieder ein, mit dem genialen Spruch: „…die besten Vergrößerungsgläser für die Freuden der Welt sind die, aus denen man trinkt“ – doch vom Landgasthof Fremdiswalde trennten uns noch knapp 50 Kilometer…Inzwischen hatte die herbstliche Sonne das Energiesparprogramm aufgegeben und ließ die Speichen blitzen. So was wie spätsaisonaler Übermut kam auf und die leichten Wellen der Dahlener Heide ließen die Körner durch die Oberschenkelsanduhr laufen als hätte jemand, sprichwörtlich, „am Rad gedreht“…Kurz hinter Dahlen gingen zwei Fichkona-Finisher in Führung und gaben diese Position dann, via Wermsdorf und der sich anschließenden Poststraßen-Passage, nicht mehr auf. Der Berichterstatter absolvierte weitere „Intervalle“, um die Situation einigermaßen realistisch einzufangen und sprang zwischen dem Tête de la course und dem Grupetto hin und her. Ein Échappée sollte aber dann doch keinem Pedaleur gelingen und schließlich rollte das Peloton geschlossen durch die obstbaumgesäumte schmale Landstraße auf den gepflasterten Fremdiswalder Gasthof. Ex-Renner Jens Scheibe freute sich offensichtlich über die „unterzuckerten“ Damen und Herren. Das eine oder auch andere Getränk ging über den Tresen und Frau Scheibe hatte am Nudeltopf alle Kellen voll zu tun. Beim „Krostitzer“ dachte ich so: schön, dass ein „Ehemaliger“ sich in dieser bodenständigen Art noch einen Draht zur Radsportszene erhalten hat. Mit dem Versuch eines finalen Gruppenfotos wurde der Zwischenaufenthalt abgeschlossen und im inzwischen gleißenden Sonnenschein die gastliche Stätte verlassen. Herzlichen Dank an Jens Scheibe!! Über die seichten Hügel hinter Hermannsglück (eine meiner Lieblings-Passagen!), die Muldenquerung kurz vor Trebsen und den ruppigen Asphalt in Seelingstädt, schlängelten sich das bunte Feld durch Beiersdorf via Klinga und Naunhof an die Leipziger Stadtgrenze. Dort splittete sich das Peloton erwartungsgemäß in die siedlungsbedingt abbiegenden Gruppen. Ein kleinerer Teil fand sich dennoch am Startpunkt wieder und plünderte im Backstage-Bereich des „Grupetto“ den Rest der„Long-Harry-Reformationsbrötchen-Spende“ (special Thanks!!!) Final: Großer Dank an Ralf Kügler, das Grupetto-Team, noch mal an Jens Scheibe und das sportliche Fahrerfeld.
Gruß+Kette rechts bis zur „Letzten Einhundert„ am 19. Dezember 2010!
Last but not least noch ein paar verwackelte Bilder
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novemberblues
Keine Zeit für große Pausen: der Formaufbau 2011 wird planmäßig in Angriff genommen. Das der Motor am Anfang noch etwas stottert ist ja normal. Die BSG-Crew hat ihren “Herbstpokal” allerdings in individueller Weise gestartet. Verabredet war ein “Rund um Leipzig” – doch zum avisierten Start jauchte es bei 6 Grad (immerhin plus!) Die verabredeten Teilnehmer gingen in Wartestellung…Bis auf Montee den stahlharten Ruhrpottkumpel, der tatsächlich um 13:10 am Blogsport-Klubhaus stand, haben die übrigen Starter (vernünftigerweise) abgesagt. Ralf hat sich dem Broterwerb gewidmet, Ron ist vor lauter Frust und nach 150 Liegestützen ins Taxi geflüchtet, der Blogwart schraubte im Keller und Kerstin zog es auch vor gesund zu bleiben. Endlich gegen 15:00 Uhr hörte der Regen auf und bei gefühlt 280% Luftfeuchtigkeit ging dann doch noch was…zumindest habe ich mich noch zu einem kleinen 60er Ründchen durch den Süden aufschwingen können. Wenigstens konnte ich so die vollzogene Winterfestmachung am Schutzblechrad noch einer kritischen Wertung unterziehen: Neues 8-fach Record-Stahlritzel, neue Kette (ausnahmsweise mal vom Japaner in vernickelter MTB-Ausführung
) montiert. In beiden Fällen special Thanks an den Schorsch vom BDO für die Beschaffung und den, wie immer, freundlichen und kompetenten Support
Frisches, stoßabsorbierendes Lenkerband gwickelt , Cockpit aufgeräumt, Armadillo-Reifen für die bevorstehenden Split-Einlagen des Winterdienstes aufgezogen und natürlich am Heck meine Disco-Kugel mit neuen Batterien bestückt. Der Winter kann kommen…
bsg night train
Obwohl “Lampionfahrten” nicht so mein Ding sind, war die heutige BLOGSPORT-Runde doch noch ganz nett. Den Start am Forsthaus hätte ich ohnehin verpasst, aber es gibt ja noch Blogsportmitglieder, denen eine Ausfahrt mit angeleuchtetem Asphalt durchaus auch gefällt…und so geht mein Dank an IZOARD alias Ralf K. für die leuchtstarke Begleitung….:-) Winni+Long Harry waren offensichtlich pünktlich am Forsthaus gestartet und auch auf dem Parcours unterwegs. Trotz aller Bemühungen der BSG sich in der abgedunkelten Landschaft irgendwo zu treffen (was nicht gelang), gab es letztlich doch noch einen finalen Talk vorm Blogsport-Klubhaus, denn LH und W. waren in der Verfolgerposition und hatten mich ebendort gestellt.
Nach Radpflege und einem tiefen Schluck Guinness nahm ich später am Bildschirm noch mit großer Freude wahr, dass der Kranzabzieher, eine tragende Säule des BSG-Kaders, in völlig überbelichteter Landschaft (Senegal) bei 30 Grad im Schatten (den es da so nicht gibt) eine Cross-Runde absolviert hat:
Heute bin ich dann doch losgekommen von diesem Suendenpfuhl, habe mich auf meine Tugenden besonnen und bin mal 60km in der gnadenlosen Sonne gen Sueden geradelt. Meist rote Sandpiste. Ich sehe aus, wie eine Sau und meine Kette schreit nach Pflege. Arme laengst verbrannt – Profibraeune im November!!! Im Gegensatz zum Bier, welches hier reichlich an allen Ecken zu haben ist, haengts mit Wasser draussen. Duschen ist Luxus – das letzte mal in Leipzig. Das war Donnerstag, glaube ich. Naja, mal sehen, wohin das noch fuehrt mit mir. Ich werde mal sehen, wie die Jungs in Gambia drauf sind. Bin auf dem besten Weg dahin. Nur noch geschaetzte 300 km, wenn es die Strassen auf meiner Scheisskarte auch wirklich gibt.
Also, lieber Freund, ich gruesse Dich herzlichst und wuensche Dir eine ruhige Schicht…
neues aus dem senegal
Es gibt Neuigkeiten aus dem Senegal. Jörg hat sich gemeldet
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Gerald, solltest Du mal Lust haben auf miserables Essen, kein Wasser, sengende Sonne und Muell haufenweise…aber genau dass eintauschen gegen absolute Ruhe, Gelassenheit, freundliche Menschen …dann ist das genau Dein Platz hier. Bin die letzten Tage an die 300 km pedaliert. Durch Salzsteppen die so eben sind, wie Deine Crepes Pfanne zu Hause. Nein, Berge sind nicht das Problem. Bin jetzt hier in einem versalzten Delta (Sine Saloum, heisst dass…) in irgendeinen Dorf, was es auf meiner verbloedeten Karte nbicht gibt(Habe ich schon die beschissene Karte erwaehnt?
Die hat 10 Euro gekostet!) Genau genommen habe ich keine Ahnung, wo ich bin…aber es ist unendlich schoen. War heute mit Felix, einem ansaessigen Fischer den ganzen Tag im Delta und habe Doraden geangelt…und dann aufgegessen. Ich bezahle das Benzin, er kriegt den Fisch, das war der Deal. Na , und jetzt bin ich auf Le Gazelle umgestiegen – eienm senegalesichen Bier mit 4,2 Umdrehungen. Lecker, nach strapazioesen kurbeln. So, alter Hauer, Gambia ist nicht mehr weit. Mal sehen, wie die Jungs dort drauf sind und welche Biere im Anschlag sind. Bis spaeter…
Mein lieber Jörg…die BSG wird übermorgen in Richtung Granschütz strampeln und dort beobachten, wie sich die Querfeldeinspezialisten über den Parcours bewegen. Anlässlich dieser Massnahme wird im Start-Ziel-Bereich auf Dein spezielles Wohl ein Kessel genommen. Versprochen! Halt die Ohren weiter im Wind der Salzwüsten und gib Zeichen, wenn in der nächsten senegalesischen Hütte eine Tastatur auftaucht. Umarmung! Gerald
querfeldein in granschütz
Am herrlichen und bisher einzigen Frühlingstag dieses Winters pedalierte die BSG zum Querfeldein-Rennen ins nahe gelegene anhaltinische Granschütz. Ab Leipzig Wildpark, über die offenen Felder der Schlacht von 1813 stemmte sich das 20köpfige Peloton gegen den lauen Sommerwind über Kitzschen, Starsiedel, vorbei am Scharnhorst-Denkmal, zum Ort der diesjährigen mitteldeutschen Cross-Meisterschaft. Ein zusammenfassender Filmbericht wird folgen…doch das obligate Gruppenfoto, inszeniert in der postsozialistischen Architektur der Kurmuschel von Granschütz, wird schon mal vorab veröffentlicht
Von links nach rechts: der Herr Geheimrat Winkler, Wolle, Ron Ronsen, Ritzel, Kerstin, Uwe (Egon) Adler
diesmal post aus gambia
Hallo Community. Jörg gab wieder ein Lebenszeichen aus dem afrikanischen Sand:
Glueck Auf, lieber Gerald.
Puhh, dass waren in jeder Beziehung heisse Tage. Nachdem ich mich aus dem Tiefsand des Delta rausgekurbelt habe(…meisst Rad schiebend…) bin ich weiter in den mehr und mehr gruenen Sueden eingetaucht. Diese Psiten sind moeglicherweise eine hervorragende Sache, fuer die die das Wandern moegen – dem Radfahrer indes kosten sie unglaubliche Anstrengung. Das uebelste ist, dass diese Gegend sehr duenn besiedelt ist und demzufolge Grundverpflegung (Bier) keineswegs sichergestellt ist. Im Gegenteil, habe in den wenigen Orten unterwegs bestenfalls Wasser und staubtrockene Biskuits kaufen koennen.
Aber, dass ist noch garnichts im Vergleich, was mich in Gambia erwartete. Du hast doch bestimmt das Bild eines typischen, afrikanischen, korrupten Beamten vor Dir, oder? Da stellt sich doch so ein 2 Meter Huehne, goldgefasste Sonnenbrille, Rolex usw., vor mir auf und meint er muesse mich jetzt nach drugs and guns untersuchen. Der Horror! Ich sagte ihm, dass ich seine Rolle als Maechtiger akzeptiere und er jetzt machen kann was er meint machen zu muessen. Die ganze Sache spielte sich in sengender Sonne ab. Ich durstig, verschwitzt und erschoepft. Naja, irgendwie bin ich nach einer Stunde heil rausgekommen und habe nicht mal ein Schmiergeld bezahlt. Dann Banjul, Hauptstqdt von Gambia. Kein Haus hoeher als eine Etage. Heruntergekommen, verdreckt und irgendwie bedrohlich. Bin dann so schnell ich konnte ins Inland pedaliert und in einer lausigen Huette untergekommen. Abends habe ich mir noch ein Fussbalspiel auf dem dortigen Acker angesehen. Brikama hat 2:0 gewonnen, falls Dich dass interessiert. Noch was, Bier ist lausig in Gambia!
Naechsten Tag dann nichts wie weg und weiter in den Sueden Richtung Guinea. Gerald, viel Humor, Gelassenheit und manchmal Apathie sind hilfreich in diesen Gefilden.
Spaeter mehr, so ich eine Tastatur finden kann. Gruesse auch an die kaelteerprobten Windstuermer der BSG. Danke fuer das nette Gedicht, lieber Ralf.
Mein Lieber, wir leiden mit Dir! Hier ist der Sommertag in Granschütz längst Geschichte und es wird die Dunkel-, Nebel-,Kälte- und Regenphase eingeleitet. Es schifft schon den ganzen Tag und gr0ße Änderung ist nicht in Sicht. Morgen (Buß- und Bettag) soll eine Ausfahrt der NSC-Veranstalter stattfinden. Das wird bestimmt, wenn überhaupt, ein Fall fürs Schutzblechrad. Aber wenigstens bleibt die Bierversorgung hier konstant, denn was Du da berichtest ist ja in dieser Beziehung Hölle…Ach noch was: Ich hatte heute mal ein Gerät unterm Arsch, mit dem es sich bestimmt ganz gut in Gambia unterwegs sein läßt und das dem goldgefassten Hünen sicher gefallen hätte. Ich vermute aber, dass die Visite dieses Monsters mehrere Stunden gedauert hätte und Du, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, nicht ohne Schmiergeldabgabe weiter gefahren wärest…;-) Fritzi fand das Teil auch ganz nett, meinte aber es sei für unsere Verhältnisse eine overdresste Motorisierung. Lass hören wie es Dir in Guinea erging. Und vorallem: was ist dort für ein Bier am Hahn? Ich teste gerade einen Urstoff aus Mitterteich in der Oberpfalz von der Hösel-Brauerei! geht in Richtung Fattigauer, hat aber für meine Begriffe zu viel Aromahopfen, läuft aber weich ab…In Granschütz haben wir endlich mal das Zwergen-Pils testen können. Schöner runder leicht herber Abgang, sehr gefällig und gurgelig. Also, halt auch in Guinea Ausschau nach hopfigen Getränken, komm gut weiter und melde Dich wann immer es möglich ist. Und was die Kicker von Brikama angeht: Das Ergebnis hätte ich denen nicht zugetraut
la gazelle…
Guinea wurde vom Außenposten der BSG kurzfristig aus dem Reiseplan gestrichen. Schade, wir hätten doch gern gewußt, was da so am Hahn ist. Aber mit La Gazelle im tropischen Süden läßt es sich ja auch aushalten
Hier also wieder ein weitergeleiteter Bericht vom afrikanischen “Asphalt” des Lebens.
Moin, lieber Gerald,
nee, ich musste kurzfristig umdisponieren. Als ich das Visa fuer Guinea besorgen wollte, war da so ein verkeimter Zettel an der Tuer zur Botschaft. Irgendwas mit geschlossen, Feiertag, 5 Tage. Hm, bissel schade, aber wer weiss wofuer es gut war? Bin dann immer brav an der Suedgrenze des Senegals langgestrampelt. Es ist hier komplett anders, als oben im Norden. Hier ist tropischer Regenwald mit viiiiiiel bunt und gruen. Es ist traumhaft schoen, keine Sau faehrt Auto, die Strassen sind fast leer, nur fuer mich allein. Ganz grosse Sache, kann ich Dir sagen. Ich bin jetzt vier Tage in irgendwelchen abgelegenen Doerfern gewesen, wo, und das ist kein Scherz, vor Beginn des Mobilfunkzeitalters, noch getrommelt wurde, um sich auszutauschen von Dorf zu Dorf. Die Trommeln
gibt es noch. Stehen hier auf jedem staubigen Dorfplatz herum. Untergekommen bin ich bei netten Familien, die mich dann immer fein versorgt haben mit Reis, Wasser und einmal sogar Lamm. Grandios, die sind so freundlich und zurueckhaltend… Ein wenig einsilbig ist es lediglich. Denn mit der Landessprache haengts bei mir etwas draussen.
Bin heute wieder in eine groessere Siedlung (…mit Tastatur, wie Du siehst) gekommen. Habe jetzt eine 800 auf der Uhr. Genug geschoben, geradelt, geschwitzt. Will mal sehen, dass ich mich hier auf einen Seelenverkaeufer einschiffen kann. Es soll hier ein Boot nach Norden geben. Mal sehen.
So, La Gazelle ruft. Liebste Gruesse
P.S.: Lieber Jörg, morgen werden wir in Tautendorf einreiten und auf Dich und Deine Taten anstossen!!
nightblog und tautendorf
Die Aktivitäten der Blogsportgruppe sind oft spontan und das ist gut so! Am Freitagabend kam es z.B. zur Blitzkonstellation eines Dreigestirns: Izoard, Long Harry +myself starteten in die Nacht. Frank hat uns mit seinem doppelten Flakscheinwerfer eine Schneise durch die unbeleuchtete Tieflandsbucht gebrannt. Dem BSG-Vorsitzenden gelang nur ein Blinzeln angesichts dieser Lichtmenge…Über 60km ging die Hatz bei angenehmen 9 Grad (+) über Naunhof-Grethen-Großbuch-Otterwisch-Oelzschau-L.E. Was für ein Spass!!
Schon zwei Tage später, planmässig verabredet, startete erneut ein Dreigestirn. Diesmal traf ich mich mit Ron Ronsen und Hans (Dreamracer) um mal wieder eine Tautendorf-Eroberung unter die Reifen zu nehmen. Im Gepäck der Auftrag von Ralf (Izoard) mit den Tautenmädels organisatorische Details für die letzte 100km Ausfahrt am 19.12. abzukaspern. Herrliches Spätherbstwetter, trockener Asphalt und gute Laune waren unsere Begleiter. Die Anfahrtvariante nach Tautendorf wurde mal ganz neu gewählt: Auf den üblichen Wegen bis Podelwitz, dann jedoch den Stich über Skoplau via Meuselwitz, Bockwitz nach T. Eine schöne Erfahrung, denn der Huggel hoch nach Skoplau lässt sich gut treten. Die Steigung ist moderat und die Landschaft sensationell. Ron Ronsen gewann alle Bergwertungen und schwirrte wie eine Libelle um Hans und mich herum: immer volle Lotte und voller Energie…Ron sollte also den Beinamen “Libelle” führen
Nach einer ausgiebigen zweistündigen Rast bei Penne mit Salbeisoße, Rumpsteak, zwei schönen Weizen, Kaffee und Lukullus kullerten wir völlig entspannt retour. Hoffen wir mal auf ähnlich gute Bedingungen am 19. Dezember!
P.S.: special Thanks an big Spender Ron für die völlig unerwartete Übernahme der Zeche
kurs nord!
Hallo Community, offenbar hat unser weltreisendes Blogmitglied den Kompass in Richtung Heimat gedreht und wird bald als Boatpeople an europäische Gestade gespült…Jedenfalls klingt es wieder sehr interessant, was da abgeht. Lieber Jörg: was das Guinness angeht >> wir sehen uns ja bald im Killy Willy mit Guinness
und leider ohne La Gazelle
. Mach hin und komm´nach Hause. Allerdings: Väterchen Frost wird Dir seine lausigen, frostigen Finger entgegenstrecken
Liebste Gruesse Gerald,
das Schiff nach Dakar war erstaunlich komfortabel (…konnte sogar ca.4 Stunden schlafen). Die ganze ganze Nacht lief natuerlich laut plaerrender Afrika-Folk und getanzt wurde auch wie bloed. Die Jungs und Maedels koennen nicht stillstehen. Sobald die Saite einer Gitarre angezupft wird, beginnen sie zu tanzen.
Dakar: Habe heute frueh eine Absteige gefunden – teuer, dafuer aber sowas von heruntergekommen! Egal, die Tuer schliesst einigermassen. Es wimmelt von Typen, die hier staendig was verkaufen muessen, Prostituierte, Gangster, zwielichtige Typen, Bettler und alles was das Herz begehrt. Habe soeben rein zufaellig eine Guinness-Kneipe entdeckt. Bin sofort reingestuermt – leider nur gab es kein Guinness, dafuer lecker Le Gazelle. Ansonsten bietet Dakar eine hervorragende Musikszene. Da gibt es einige Clubs, wo ich unbedingt hin will. Mal sehen, ob ich mich in diesem Chaos durchnavigieren kann. Ich lass von mir hoeren. Joerg
Ich wuensche Dir eine ertragreiche Woche im Schacht. Glueck auf, Joerg
Danke, was die guten Wünsche für den Schacht angeht! Ich war mal mit Mausi virtuell in Dakar

1. advent mit hindernissen
Leider stand der erste Adventcross der Blogsportgruppe unter einem denkbar schlechten Weihnachtsstern. Denn ganz anders als es anfangs die süßlichen Aromen des Glögg verhießen, endete die Ausfahrt für einen der Minus-Grad-Faher in der Notaufnahme des Elisabeth-Krankenhauses und mit einem sehr bitteren Beigeschmack. Bevor hier falsche Rückschlüsse gezogen werden: der Glögg hatte mit dem Unfall nichts zu tun, da das Sturzopfer keinerlei Alkohol zu sich nimmt. Aber der Reihe nach: Am Adventsmittag 12.00 Uhr trifft sich der Kader, wie verabredet, im Keller des Blogsport-Klubhauses zum obligaten Glühwein, um wenig später auf den Kurs zu gehen. Ron Ronsen hatte bereits ein Handicap im Gepäck: die Schaltung am MTB hatte sich verabschiedet. Pedalieren war nur noch auf dem kleinsten Ritzel in Variation mit dem vorderen Triple möglich…Stahlwade war auf der Anfahrt zum Klubhaus im vollgelaufenen Tunnel unter der B2/95 einmal baden gegangen. Keine schönen Voraussetzungen mit nasser Hose und Handschuhen auf den frostigen Parcours zu gehen. Wir ritzelten dennoch los, denn Stahlwade und Ron Ronsen gehören eben zu den härteren Protagonisten der BSG und lassen sich weder durch technisches Versagen, noch durch Elementargewalten von einem gemeinsamen Blogsporterlebnis abbringen! Zunächst ging auch alles ziemlich “glatt”. Ron hatte auf dem Single Trail entlang der alten Mühlpleiße zwar einen “Abgang”, aber dann lief wieder alles am sprichwörtlichen Schnürchen. Zügig ging es durch den agra-Park hinauf zur Seenallee und weiter zum Cospudener. Ich hatte schon eine verkürzte Strecke im Kopf, um Stahlwades Aggregatzustand und Ron´s Übersetzung nicht auf allzu harte Proben zu stellen. Als wir mit Druck das Elsterflutbett passierten und gerade in die Gehölzfläche eintauchen wollten passierte es: ein kurzer Schrei und ein unangenehmes Knirschen hinter mir. Ron Ronsen hatte die Scheibenbremse seines neuen MTB leicht unterschätzt und ging über den Lenker. Blöd, dass da noch kein Waldboden, sondern knochenharter eisiger Asphalt auf den Aufschlag wartete. Fazit: ein Helm der jetzt nur noch Schrott ist, ein lädierter Oberschenkel und, wie sich später in der Notaufnahme herausstellte, ein gebrochenes Schlüsselbein
Schöne Scheisse im Advent. Wir sind dann erst mal ein Stück gelaufen und haben Ron in die Heimatbox begleitet. Der alte Indianer hat ganz schön die Zähne zusammen gebissen. Wer Ron Ronsen und seine Lebensfreude kennt, kann sich vielleicht vorstellen, dass nicht gejammert wird. Hut ab alter Schwede! Womit wir wieder beim Glögg sind und darauf bauen, dass die nächsten Glühwein-Giros oder Advent-Ausfahrten, oder die letzten Einhundert, oder die bald anstehende Kloß-Tour unfallfrei bleiben. Ronaldino: gute Besserung von allen Blogsportlern! Der Helm hat Dir möglicherweise das Schlimmste erspart…Und besser Schlüsselbein, als Lunkenbein (wenn Du weißt was ich meine…)
weihnachtslieder mit romi und dieter
Warm welcome auf dem Planeten Frost! Die BSG denkt über Parallelsportarten nach, fährt Ski (heute z.B. ins Büro, siehe Foto lks.) und macht sich zahlreich Gedanken über den Zeitvertreib im Plansilvester…Die neu ins Programm genommene Tour “Ohne Koß nichts los” – eine Ausfahrt, hin zu den Thüringer Kloß-Töpfen, musste erst mal dem Winterdienst geopfert werden, wird aber garantiert nachgeholt. Weil zu den Thüringer Klößen eigentlich traditionell auch das entsprechende Liedgut gehört, trifft sich die BSG alternativ am Sonntag (5.12.) um 17.00 Uhr an der Marktbühne zum Show-Act: Weihnachtslieder mit Romi und Dieter. Da das wahrscheinlich nur mit ganz viel Glühwein auszuhalten ist, wird die Anreise mit dem Velo empfohlen
Schon morgen, Freitag 3.12., wird im Killy-Willy eine spontane BSG-Sitzung stattfinden, in deren Mittelpunkt unser Heimkehrer Jörg steht. Braun gebrannt wird er die Fragen derer beantworten, die im AUSFALLENDE ungläubig und fasziniert die Funksprüche vom afrikanischen Kontinent nachlesen konnten. Also Freunde, wir haben viel vor an diesem Wochenende
blogsport: der klubabend am 3. dezember
Die Blogsportgruppe versammelte sich, wie schon so oft, spontan zu einem Meeting. Ort des Ereignisses diesmal: das Kaminzimmer vom “Killy Willy” . Anlass: das bisher umtriebigste Mitglied des Blogsportgruppe hat nach knapp vierwöchiger Africa-Rad-Tour wieder den Weg in die Leipziger Tieflandsbucht gefunden. Dementsprechend vielfragend gestaltete sich dann auch der Willkommens-Abend. In der Talkrunde: Jörg (the african) Ralf K., Norbert, Maik and myself . Ein paar verhuschte Pictures sind unten abgelegt
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| Killy Willy 3.12.2010 |
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Mission: Advent
Unten noch eine kleine Zusammenfassung vom Adventwochenende. Mal sehen, was uns die nächsten Weekends so bringen, ob die Spikes weiter drauf bleiben, oder vielleicht (außer Langlauf) gar nichts mehr geht?
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…auf zur W-Feier nach Tautendorf !!
Meine Recherchen haben folgende Variante ergeben (falls bis zum Stichtag nicht doch noch RR-freundliches Wetter eintritt) > Eine sportliche Wanderung vom DB-Bhf. in Leisnig, hoch nach Tautendorf führt über den Hasenberg und knappe 5km + retour=10km. Sollten wir den Zug um 8.15 Uhr ab Lpzg. Hbf. nehmen, wären wir in einer Stunde in Leisnig und bei forcierter Gangart schon um ca. 10.30 Uhr am Gasthof angekommen und hätten das gute Gewissen, etwas getan zu haben
Retour geht es dann ähnlich. Langsam macht es Spasss auch mal in den Wanderwegeführern zu stöbern. Offensichtlich ist der Weg von Leisnig über den Hasenberg ein ganz schöner. Retour, mit ein paar Bierchen im Ranzen,:-) läuft es sich sicher ganz von selbst (bergab). Zwei Pics von Wanderfreunden schon mal vorab…muss man sich jetzt nur noch ganz in weiß vorstellen…Und beim Wandern kann man sich doch schön an sonnige Ausfahrten erinnern:
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http://videos.rennrad-news.de/v/705
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multitasking…geht das? JA! im BSG Org.Büro
I´m sitting in the Kitchen…allerdings ohne Paul and Peggy, wie wir das aus Lesson one von der Pyrotechnischen Oberschule kennen. I´m a multitasker (können eigentlich nur Frauen, wird landläufig behauptet….und wird in den Feuilletons oder den Kleinkunstbühnen hoch und runter gespielt) Also Freunde der verschneiten Tieflandsbucht: Ich sitze, wie schon gesagt, in der Küche und mache multitasking-mässig (weil nebenher
noch der verseuchte Laptop des NETAPP-Mechanikers wiederbelebt wird) Feinplanung für den kommenden Sonntag: Wir treffen uns 10.00Uhr auf dem Leipziger Hbf. an traditioneller Stelle: BLUMEN-HANISCH (Osthalle) Ich konnte bis eben nicht rausbekommen, von welchem Bahnsteig der RB 26360 fährt
. Das Wochenendticket würde ich schon mal vorher kaufen. Ihr müsst Euch also nicht kümmern. Feste Zusagen (bis jetzt 22.45) Izoard, Tarmac, Wolle, Ron Ronsen + myself. Damit wäre das 1. WE-Ticket voll. Rotorello (steigt in Beucha zu) Stahlwade, der Herr Geheimrat Makula ( da hoffe ich auf eine positive Meldung
sowie der Kranzabzieher (das mit dem Einkauf der Weihnachtsgeschenke sollte er so halten, wie ich: in aller Ruhe am 22.12. in den frühen Abendstunden
, dann wären wir schon mal 9 !! Wer noch wen mitbringen möchte (Frau, Freundin, Geliebte): warm welcome (z.B. auf dem Schlitten der Max von Stahlwade
) Aber gut, Ihr seid dran: bitte schnellste Rückmeldung, denn ich will die Tautenmädels am Donnerstag anklingeln und eine Zahl durchgeben. Danke!
Blogsportwandern mit Abweichungen…
Aufgrund der Wetterkapriolen werden immer neue Ersatzhandlungen erdacht, um Reste der Trainingsform hinüber ins neue Jahr zu retten. Am 4. Advent sollte eigentlich die traditionelle Ausfahrt über die “letzten 100″ hinauf zum Gasthof Tautendorf stattfinden-doch daraus konnte natürlich nichts werden. Die BSG beschloss daraufhin sich per Pedes nach Tautendorf zu bewegen. Gesagt, getan. Verabredet war eine kurze Reise mit der RB von L.E. nach Leisnig und daran anschließend eine sportliche Wanderung über den Hasenberg zum geliebten Gasthof. Um es vorwegzunehmen: der einzige BSG´ler, der es wirklich geschafft hat, den Tautenmädels “Guten Tag zu sagen” war Wolle. Er war auch der einzige, der pünktlich am angesagten Treffpunkt (Osthalle) war, während der Rest der BSG in der Westhalle über das angebliche Ausbleiben von Wolle sinnierte. Doch der Reihe nach: 10:15 steigen Ralf, Detlef+myself in die RB in Richtung Meißen. 10: 40 versuche ich erneut Wolle per Handy zu erreichen, um herauszubekommen wo er steckt und was der Grund seines “Ausbleibens” ist. Das Handy ist offline…Ich erreiche kurz darauf Wolles Gattin, frage nach was los sei und erfahre, dass er pünktlich das heimatliche Tippie verlassen hat. Großes Rätselraten. Indessen nimmt die Bahn Fahrt auf. Sebastian steigt in Beucha und kurz darauf Patrick in Naunhof zu. Wir genehmigen uns erst mal einen Glühwein…In Großbothen stoppt der Zug, um dann auch nicht mehr weiterzufahren. Am nächsten Tag kann der Grund in der Muldentalzeitung nachgelesen werden:
Zschadraß/Tanndorf. Etwa ein knapper Kilometer vor dem Bahnhof Tanndorf wurde gestern gegen 10.45 Uhr ein 44-Jähriger vom herannahenden Regionalexpress Leisnig-Großbothen erfasst und getötet. Laut Polizei sprang der Mann in suizidaler Absicht auf die Gleise. Der Geschädigte wohnte in Dürrweitzschen und unterzog sich zuletzt einer Behandlung im Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Zschadraß, so ein Polizeisprecher. Durch das Unglück kam in der Region nicht nur der Zugverkehr zum Stehen, sondern wegen geschlossener Schranken auch der Autoverkehr.
Wir mussten also umplanen. Der orstkundige Wanderleiter der BSG-Sektion Beucha hatte den genialen und einfachen Plan den Wandertag doch noch zu retten und schlug vor dem Gasthof in Kleinbothen einen Besuch abzustatten und später von dort über den Muldetalradwanderweg nach Grimma zu laufen. So stapften wir dann in Richtung Kleinbothen, hopften uns etwas auf, spachtelten Ente mit Klößen und begaben uns später in die Spur des Muldentalradwanderweges um vorbei an der Fähre Höfgen, via Kloster Nimbschen und der Gattersburg im Grimmaer Cafe Eibeck noch ein Schälchen Heesen zu nehmen. Inzwischen begann es zu dämmern und es wurde beschlossen, den Zug um 16:04 retour nach L.E. zu nehmen. Als wir den pünktlich einfahrenden Zug bestiegen, ahnten wir nicht, dass Wolle nach seinem “Kampfwandertag” – er war tatsächlich per Schienenersatzverkehr zwei Züge nach dem “BSG Vorauskommando” bis Leisnig durchgekommen – und hat, verständlicherweise leicht frustriert, den Hasenberg nach unseren Spuren abgesucht…nur einen Waggon weiter im selben Zug saß!! Ironie des Schicksals! Eine kurze Zusammenfassung in bewegten Bildern gibt es hier:
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Weihnachtsgrüße aus dem BSG-Klubhaus
Liebe Leser des “AUSFALLENDE”, liebe Mitglieder und Sympathisanten der Blogsportgruppe. Als Blogwart, BSG-Vorsitzender, Vizealterspräsident und Chefredakteur wünsche ich Euch ein fröhliches, besinnungsloses, gut geöltes Weihnachtsfest. Mögen wir uns alle nach der weißen Pest wieder gesund und fit auf dem Asphalt des Lebens begegnen.
Im Wald der Frieden…
In der Loipe des Lebens…Der BWL am 26. Dezember
Ron Ronsen and myself fanden sich heute im großen Startgarten zum ersten Blogsport-Wildpark-Lauf (BWL) ein. Mehrere hundert Starterinnen und Starter waren dem Bewegungsmelder-Aufruf gefolgt und standen dicht gedrängt am Wildpark-Eingang an der Koburger Straße. Alle Loipen waren gespurt und die Hatz ging über einen 4,8km-Rundkurs, der fünf mal zu bewältigen war. Das Come Back des Jahres: Ron Ronsen, der in einmaliger Frühform dem großen Peloton voranstürmte und bis in Runde drei an der Spitze blieb. Ich hatte Mühe dran zu bleiben und war froh, dass im Kees`schen Park nahe Markkleeberg die olympische Damenstaffel endlich vorbei zog und uns in der weiten Ebene am Cospudener See zurück ließ. Schließlich konnten wir mit einer Runde Rückstand 43 Minuten nach der Spitze in der Skihütte zum Après Ski einparken. Wie es wirklich war, erfährt der geneigte Leser beim nächsten Treff in der Loipe – wahrscheinlich schon morgen Nachmittag. Treff 14.00Uhr an der Skihütte.
Mit Monty in der Loipe des Lebens…
Während in den einschlägigen Rennrad-Foren nur noch rumlamentiert und-gelabert wird, hat die Blogsportgruppe langsam Gefallen an der weißen Pest gefunden.Und es war wieder ein großer Tag für den Winterkader der BSG. Heute galt es, nach dem großen Rennen von gestern die Beine “auszugleiten”. Das Power-Duo Monty+Ritzel zelebrierte auf gut gespurten Loipen eine 10km Einheit vom Feinsten. Ron Ronsen, der große Fighter des Vortags wurde von Beobachtern schon am Vormittag am Störmthaler See gesichtet, wo er ehrgeizig eine 25km-Rille unter die Bretter nahm. Monty and myself ließen es hingegen etwas ruhiger angehen und starteten erst am frühen Nachmittag durch die verschneite Botanik…Ein paar Pictures sollen diesen grandiosen Nachmittag dokumentieren. Nach allen Voraussagen soll sich ja der Winter verfestigen und die BSG plant weitere BWL´s. Bereits am Neujahrstag könnte es zu einer Neuauflage kommen, wenn die BSG zm Blogsport-Neujahrslauf einlädt. Treffpunkt wäre wiederum das Russische BLOG-Haus am Wildgehege . Nähere Informationen in den nächsten Tagen im Bewegungsmelder…
- am Start ist noch gut lachen…
Don`t Eat The Yellow Snow…
Allein in der weißen, neutral erscheinenden, Landschaft. Mir wird augenscheinlich, dass Mensch und Tier nur unter diesen Umständen deutliche Spuren hinterlassen. Spuren, die uns in schneefreien Monaten nie auffallen. Fußabdrücke, Tierfährten, Schlittenkufen, Skispuren. Und allgegenwärtig: gelbe Flecken. Mensch und Tier schlagen hier und da Wasser ab…Mir fällt der große Meister ein.
Frank Zappa: DON`T EAT THE YELLOW SNOW! Was sagen uns die in den Schnee gedrückten, gepinkelten Hinweise? Ich meine, sie sagen uns: wir sollten auch in das neue Jahr das alte Jahr mitnehmen, mit allen Spuren und den verschlagenen Trampelpfaden, die wir im verschneiten Dezember genauso gehen wie im warmen August. Es gibt nur einen kleinen Unterschied: Im warmen August packen wir entspannt unseren Picknickkorb unter jener mächtigen Eiche aus, die heuer von vielen gelben Flecken umsäumt ist. Der Winter, mit seinem Schnee, ist eine ehrliche Jahreszeit.
i wish you a m…AND A HAPPY NEW YEAR
…endlich auf dem Asphalt des Lebens!
Die ersten Kilometer 2011 sind Geschichte. Endlich mal wieder im Sattel gesessen und das Salz der Straße geschmeckt. Knapp 60km mit den schmalen Reifen durch südliche Gefilde. Allerdings galt auf manchen Straßen: Hände weg von der Bremse! Doch überwiegend ist alles geräumt oder man kommt in den Fahrspuren ganz gut voran. Wenn die Temperaturen zum nächsten WE weiter steigen, könnten die ersten 100km angepeilt werden! Am Neujahrstag kam mir zufällig ein Quartett mit einigen bekannten Gesichtern vor die Linse…
85 Kilometer Frühlingsgefühle…
Dreistellig im Sixpack

(DA Eig. Ber.) Der BSG gelang es zum Sonntagvormittag fast vollständig auf dem abgetauten Asphalt des neuen Jahres eine erste Tautendorf-Runde zu zelebrieren. Bei den Ortsdurchfahrten gab es Beifall von einer begeisterten Landbevölkerung, die diszipliniert an der geräumten Bordsteinkante Aufstellung genommen hatte (siehe Foto oben). Unsere “Dernys” Kranzabzieher und Radler gaben sich alle Mühe keine Langeweile aufkommen zu lassen und hielten das Tempo entsprechend hoch. Folglich platzte das Sixpack immer mal wieder, um sich später dann doch wieder zu gruppieren. Verständlich, dass dem Affen mal tüchtig Zucker gegeben werden musste, wo wir uns doch in den letzten Wochen ausschließlich bei Schneeballschlachten, in der Loipe oder den einschlägigen Wohngebietskantinen richtig austoben konnten. Bei gefühlten 23 Grad und teilweiser Rückenkante ging es denn auch eilig hinunter ins Muldental, wo an der Brücke in Sermuth dann auch das obligate 1. Gruppenfoto entstand.
Unter uns mischte sich Daniel Düsentrieb, ein begnadeter Dreirad-Bastler. Wenn auch der Antriebsstrang in einem satten rostrot schimmerte, war er doch fest entschlossen, noch „…rüber nach Kössern zu machen“. Befragt nach der Kettensäge in seiner Ladeschale erwähnte er kurz angebunden, dass seine Schwiegermutter in Kössern siedelt. Wir fachsimpelten noch ein wenig, nahmen Ihn in unser Gruppenbild auf , wünschten ihm gute Verrichtung beim Zerteilen der Angehörigen, sattelten unsererseits die Maschinen und peilten, vorbei an viel Wasser, Podelwitz an. Der Einstieg in die Seitentäler der Mulde, kurz hinter dem Schloss, ließ das fröhliche Plaudern plötzlich gefrieren. Nun kämpfte jeder seine persönliche Schlacht gegen die ungezählten Dominosteine, und die nachhaltigen Spuren von Gänsebraten und Weihnachtsbieren, die wie ein schwerer Stein mit hinangezogen werden wollten. Während fünf Sechstel der BSG die direkte Anfahrt nach Tautendorf über Brösen bevorzugten, kletterte der BSG-Vorsitzende schon vorher am Abzweig Skoplau den Muldenhang hinauf um dortselbst noch einige Momentaufnahmen in der Wallachei zu machen, bevor dort gar kein Stein mehr auf dem anderen steht.
Entsprechend später traf man sich dann am Umkehrpunkt der Ausfahrt: dem Gasthof Tautendorf. Der Schankraum proppevoll! Da die Tautentanten jedoch gute Stammgäste nicht außen vor lassen, öffnete sich der im Obergeschoss liegende Kultursaal für die hungrige und durstige Blogsportgruppe. Gleich dem Bildnis der Ritter der Tafelrunde, wenn gleich noch völlig ungeklärt ist, wer King Artus gibt, spachtelte die Gemeinschaft Spagetti mit Salbeisoße, lichtete die Weizenbestände und wollte hintenraus noch Lukullus und Espresso bestellen. Diese, insgesamt doch zeitintensiven Rituale, ließen den Abstand zwischen der Blogsportgruppe und der gerade heranziehenden Regenwand im Nu schmelzen. Lukullus und Espresso wurden dem geopfert.
Es war Eile geboten. Einzig ein Plattfuß an Kranzabziehers Edelschmette, gerade rechtzeitig zur Abfahrt bemerkt, stieß noch ein kleines zusätzliches Zeitfenster auf. Gottlob: Lukullus und Espresso konnten doch noch geordert werden und ein 2. Gruppenbild war auch noch drin. Gegen Drei Uhr gaben wir dann Gas in Richtung Heimat. Zunächst bei leichtem Nieselregen, später bei richtigem Regen peitschte das Sixpack durch die Nässe retour. Vorne wieder unsere „Dernys“, Kranzabzieher und Radler, die sich bis zum letzten und 3. Gruppenfoto am Ampelmännchen, dem Ausgangspunkt unserer Runde, vor das Quartett spannten und so für eine geschlossene Ankunft des Sixpacks sorgten. Final konnten 100 + Kilometer in die Trainings-Kladde geschrieben werden.
Zufrieden, nass und teilweise leicht angefroren verteilte sich der Blogsport-Kader am Ende in die urbanen Tipis, wo liebreizende Frauen mit warmen Decken und Salbeitee schon länger auf die Heimkehr ihrer Helden warteten…
Freitagabendrunde im Warmluftkanal…
Zum Feierabend habe ich mir heute kurz entschlossen mal das unten abgebildete 50er Ründchen im lauen Abendwind gegönnt. Morgen erwartet mich ab 7:30 Uhr eine besondere “Trainingseinheit”: Deiche beobachten
Gut, dass für das Sonntagstraining das wellige Thüringer Hügelland anvisiert wird. Da bleiben die Füße trocken…Nicht vergessen: Start 11:00 Uhr Forsthaus Raschwitz (Koburger Straße)
Auf der Suche nach dem Gral: Diesmal KNAU
Frühlingshafte Temperaturen, strahlend blauer Himmel, frisch geputzte Räder. Auf schmalen Reifen lieferte die Blogsportgruppe eine sauber Sonntagstrainingseinheit ab. Die BSG konzentrierte sich auf die guten alten Trainingsweisheiten der Altvorderen und pedalierte ins hügelige Altenburger Land. Sicher hätte man es auch mal ordentlich krachen lassen können, aber wir sind schließlich “Profis” und wissen auch ohne „Ausbilder“ was der Körper im Januar braucht: mäßige
Belastung, kleine Spitzen und vor allem seelische Entspannung, gute Laune und genug Luft um sich auch im Wiegetritt noch über Lebensweisheiten und prägende Episoden der Jugend austauschen zu können
Ganz in diesem Sinne bewegten wir uns in bester Frühlingslaune von Sachsen nach Thüringen und wieder zurück. Final wartete an Ron Ronsens Küchentisch lecker Quarkkuchen (Dank an die Gattin!) und Käffchen. So sollte eine Blogsporteinheit aussehen! Annotation: Der Gral wurde auch in Knau nicht gefunden (Erklärungen zur Suche nach dem Gral können hier nicht verraten werden)
Wieder auf der Suche nach dem Heiligen Gral…
Den wettertechnisch gesehen wunderschönen Montag ausnutzend, war ein BSG-Duo mal auf breiteren Reifen in südliche Gefilden unterwegs.Wieder suchten wir nach dem Gral und glücklicherweise hatte mir Jörgs Brieftaube eine Erleuchtung gesendet, womit auch die Blogsportgeheimnisse um die Suche nach dem Heiligen Gral gelüftet werden:
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Wer kennt ihn nicht, den heiligen Gral? Wer kennt nicht die Helden, die ungezählten Opfer, die Sinnverwirrten, die Wahnsinigen, die scheinbar Allmächtigen, welche seit Menschengedenken auf der Suche nach eben diesem heilsversprechenden Gefäß sind? Allen Überlieferungen ist gemeinsam, dass es sich um wundersames Gefäß handelt, welches streng bewacht und stets verborgen, Glückseligkeit und ewige Jugend bieten soll. Ein Schluck daraus, und Siechtum, Alter, Unfruchtbarkeit soll für immer aus dem Leben verbannt sein. Oh, wie wäre es verlockend auch nur einen winzigen Tropfen aus diesem Gefäß zu schlecken!
Der Gral und die Suche nach dem Ewigen Leben, dient uns indes, den in die Jahre gekommenen, eingefleischten Pedalrittern, als Metapher. Welch’ großartige Wortverwandheit! Waren es doch in den Gralsmythen ebenfalls stets kühne Ritter, die zur Legende wurden. Getrieben von der tief wurzelnden Sehnsucht den glücklichen Moment einzufrieren, welcher beim entspannten Dahinpedalieren, beim Wiegetritt am Berg, der rauschenden Talfahrt entsteht, versuchen wir Woche für Woche diesen berauschenden Zustand auf’s Neue zu erlangen. Dieses unfassbare Glück nicht nur einzufrieren, sondern vielmehr sogar dafür zu sorgen, dass es ewig anhalten möge, sozusagen zum Gletscher gefriert.
Einer Droge gleich, deren Wirkung ewig ist? Ja, würden wir rufen, wenn nicht der stete Verdacht aufkäme, dass jegliches Dasein endlich ist. Wir versprechen uns von dieser Radfahrerei letztlich die Hoffnung fit, aktiv, rege und, weiß der Teufel was, zu bleiben und somit dem uralten Menscheitstraum ein Stückchen näher zu kommen. Wenn man diesen Biotechnologen glauben kann, wird es zukünftig sogar Technologien geben, die den Alterungsprozess des Menschen nicht nur aufhalten, sondern sogar umkehren können.
Aber, verdammt nochmal, so lange können wir nicht warten, bis die sich ausgeklost haben! Nein, wir werden weiter suchen. Werden auf unseren Rädern verborgene Orte aufstöbern, Berge erklimmen, dunkle Mulden passieren, bösartigen Vehikeln ausweichen, immer auf der Suche nach dem Gral. Leicht wird es nicht! Und auch künftig wird es die spannende Frage geben: Sag mal, Du warst doch gestern Radfahren? Hast Du den HEILIGEN GRAL gefunden?
Ein Gastkommentar zu unserer verzweifelten Suche nach dem Wunderbrunnen
Männer und ihr Rad (von Elena Rauch) in Thüringer Allgemeine v. 15.1.2011
Reife Männer auf dem Rennrad sind ein Phänomen der Moderne und nicht einfach Freizeitsportler. Sie sind eine Botschaft. Aber manchmal hat man es als Frau damit gar nicht so leicht. Vor allem, wenn es mal glatt wird. Dann braucht man Selbstdisziplin – und wohl dosierte Fürsorge.
Leben Sie noch ruhig, oder fährt er schon? Ich meine Rad, also Rennrad. Es gehört zu den rätselhaften Phänomenen der Postmoderne. Kaum gelangt so ein Mann in das sog. beste Alter, beginnt er, am Rad zu drehen. In einer modernen Männerbiografie unterscheidet man neuerdings zwischen zwei Lebensabschnitten: Vor dem Rennrad und danach.Das erste Rennrad (ich garantiere Ihnen, es wird nicht dabei bleiben), ist eine Zäsur. Bei einer Frau vergleichbar höchstens mit jenem Tag, an dem sie vor dem Spiegel entdeckt, dass die Frage der Haartönung keine Modefrage mehr ist, sondern Überlebensstrategie. Aber sie erledigt das hinter verschlossener Badtür. Er hingegen begibt sich auf die Straße. Als ob es nicht auch andere schöne Sportarten gäbe. Federball zum Beispiel oder Paddeln. Aber so ein rennradelnder Mann, ist ja nicht einfach ein Freizeitsportler. Er ist eine Botschaft. Von Dynamik, wirtschaftlichem Erfolg (was glauben Sie was so ein grünes Rennrad kostet), technischem Sachverstand, Ausdauer, Härte gegen sich selbst. Vom Charakter eines gestandenen Mannes eben. Und welche Frau will sich einer solchen Botschaft verschließen? Also nehmen wir es hin. Wir hören uns geduldig seine Fahrberichte an unter sensibler Einstreuung sachdienlicher Zwischenfragen (die nach den Steigungsprozenten der Straße kommt zum Beispiel immer gut) und bewundernder Ausrufe. Wir schlängeln und drücken uns im gemeinsamen Hobbyraum klaglos an der abgestellten Räderflotte und Ergometer vorbei, um an Waschmaschine und Trockner zu gelangen. Wir sorgen uns stumm, wenn er im kalten Morgengrauen das traute Heim verlässt, um auf freien Landstraße seine Kreise zu ziehen. Aber manchmal ist es schwer. Manchmal gelangt man sogar als Frau an die Grenzen seiner sozialen Kompetenz. Diese Woche zum Beispiel. Draußen noch Reste des tauenden Eises, da beschloss er die Winterruhe zu beenden. Ich ahnte nichts Gutes. Aber wenn ein Mann den Ruf der einsamen Landstraße vernimmt, ist eine Frau machtlos. Bis jetzt hatte ich immer geglaubt, ein erkälteter Mann sei der mentale Supergau. Da hatte ich aber noch nicht einen gestürzten Rad fahrenden Mann erlebt. Dieses stumme Hinken. Dieser verstohlene Griff ans Handgelenk. Dieses gequälte Lachen. Dieser erloschene Blick. Eine solche Situation erfordert viel Umsicht und Selbstdisziplin. Gewöhnlich erwacht bei einer Frau beim Anblick eines leidenden Mannes unverzüglich der Beschützerinstinkt. Sie eilt in die Apotheke, kocht ihm Hühnerbrühe, informiert die Familie, bettet ihn vorsichtig auf die Couch, sorgt für Ruhe im Haus und sagt alle Termine ab. Ein solches Verhalten ist selbstverständlich angebracht im Falle einer Grippe. Aber nicht in diesem! Eine Erkältung ist ein Naturereignis. Ein Sturz vom Rennrad ein brutaler Angriff auf sein männliches Selbstverständnis. Zu viel Fürsorge wird ihm das nur bestätigen. Erkundigen Sie sich behutsam, aber nicht zu oft, ob es sehr weh tut. Lassen Sie ihn ruhig selbstbestimmt in die Apotheke humpeln, wenn er darauf besteht. Passen Sie in der Öffentlichkeit unauffällig Ihre Schrittgeschwindigkeit seinen Einschränkungen an, aber öffnen Sie ihm nie die Tür. Vermeiden Sie alle Themen, die weitläufig mit Alter in Verbindung gebracht werden könnten. Sollte in diesen Tagen Post von der Rentenversicherung kommen, verstecken Sie den Brief. Erzählen Sie am Besten niemandem von dem Unfall und versuchen Sie so zu tun, als sei nichts gewesen. Ich jedenfalls setze auf diese Strategie. Ich werde der Zeit vertrauen und seinem Rennrad. Spätestens wenn er wieder fahren kann, wird er wieder sein wie immer. Und dann werde auch ich sein Rennrad lieben. Eine Frau spürt so was. Quelle
RUND IM REVIER oder DREI PLATTE FÜR EIN HALLELUJAH

Landzunge zw. Hainer See und Haubitzer See

Das Blogsport-Quintett zum obligaten Teamfoto
Wieder einmal zu christlicher Zeit verabredeten sich die BSG-Ritter am Forsthaus. Die Wahl der Waffen blieb diesmal offen. Was heißt: es waren alle Reifenstärken am Start. Von Big Fat Ron über 35er Crosser bis hin zu zarten 23er Roadrunnern. Einigkeit herrschte nur über den einzuschlagenden Weg: Raus in die Sonne! Bis dann kurz hinter der Kippe Gröbern in Richtung Espenhain die Schatten der Lippendorfer Wolkenfabrik dafür sorgten, dass es nicht nur glatt sondern spiegelglatt wurde. Nach einem ersten Absitzer trennte sich die BSG vernünftigerweise in Straßen- und Querfeldeinfahrer. Wolle + Jörg kurbelten retour und suchten den sonnenwarmen Asphalt, während Monty, Ron Ronsen + myself den Kreuz- und Querzug um die 8 Seeen im Revier durchzogen. Raus gekommen sind 75 Cross-Kilometer “nur” unterbrochen von drei Plattfüßen am Rad des BSG-Vorsitzenden. Glücklicherweise wurde die Luft das letzte mal kurz vor der Haustür knapp. So endete die Sonnenscheinschleife zwar als Wandertag, aber mit einem Halleluhja. Schließlich hatten wir uns fast 4 Stunden in der Sonne geaalt und sind mittendrin auch auf die geheimnisvolle Landzunge zwischen dem Haubitzer und dem Hainer See vorgedrungen. Was die LMBV bewegt hat uns in der Pampa abschnittsweise feinsten Asphalt unter die Reifen zu legen, wird deren Geheimnis bleiben. Final bleibt nur die Frage an Wolle und Jörg: Habt Ihr den Gral gefunden?

nördlich v. Rötha in der Pampa

Leibesübungen im Schlamm oder auf Eis + Schnee
BSG WEEKEND PART I
Dieses war der erste Streich, doch der nächste folgt sogleich (Morgen wieder 14.00 Uhr ab Klubhaus) Schön zügig, aber erholsam gerollt und am Hainer See ein Stück neuen Asphalt unter die Pneus genommen. Dat Janze bei eitel Sonnenschein und einem filmreifen Sundowning…Am Start: Long Harry, Kranzabzieher, Stahlwade + myself.
BSG WEEKEND PART II
Part II hatte mit Part I, abgesehen von den absolvierten Kilometern, nicht so sehr viel Gemeinsames. Saukalt wars im Revier und das BSG-Quartett ritzelte durch menschenleere Ortschaften. Der Landfilm indessen fesselte in den notdürftig geheizten Sälen der Schankwirtschaften die Landbevölkerung mit einem “Augenzeugen” der von einer Gruppe Radfahrer erzählte, die an einem kalten Januartag ihre Rennräder bestiegen, um sich in den konterminierten Landschaften zwischen Güldengossa, Bernbruch und Kömmlitz bei gefühlten Minus 10 Grad auf ein warmes Frühjahr vorzubereiten…
Kaffeefahrt nach Colditz
Ein Trio der BSG wollte ein großes Stück vom, wettertechnisch gesehen, sonntäglichen Frühlingskuchen abbekommen. Wolle, Stahlwade und der BSG-Vorsitzende starteten denn auch bei sonnigen 10 Grad am Forsthaus und flüchteten mit ordentlich Rückenwind nach Colditz. Kurzweilige Fahrtspiele im föhnigen Gebläse trugen uns buchstäblich in Windeseile auf den Colditzer
Marktplatz, mitten in die blauen Sitzgarnituren der Landbäckerei Dietrich. Der Café dampfte in den Pötten, Pflaumenkuchen, Quarktorte und Erdbeerschnitten mit Sahne wurden dem irdischen Verwertungskreislauf zugeführt und draußen tauchten die Strahlen der Wintersonne die hoch über Colditz thronende Burg in mildes Nachmittagslicht.Wir hätten schon noch länger dort sitzen können, aber es wurde Zeit wieder aufzusatteln, um die Flucht nach Hause anzutreten.Diesmal befuhren wir allerdings den Windkanal von der „falschen“ Seite und feilten heimwärts an unserer „Windschattentechnik“, begleitet von sensationell kitschigen Wolkenbildern am Horizont. Was für ein Tag! Und ganz nebenbei fielen auch wieder 100km für die Trainingstagebücher ab…
Aber und Anderswo…die BSG macht Winterferien

...Aber in Panavision

...hastiger Aufbruch in Richtung Wüste
Stahlwade meldet sich immer mal von unterwegs aus Nordafrika (Richtung Sahara) Der BSG-Vorsitzende hat das Skigebiet am Aber mit einer einwöchigen und ausführlichen Loipenbefahrung getestet und Ron Ronsen schuftet wie ein Wilder in der Mucki-Bude. Wird Zeit, dass sich die BSG mal wieder auf der Straße trifft und sich ein wenig für den “Bitterfelder Weg” motiviert. Vielleicht klappts ja schon am kommenden Wochenende, wenn die Prophezeiungen der Wetterfrösche stimmen, sollten die Bedingungen für eine kleine Strassenrunde gegeben sein. Für den sogenannten “Saisonstart” am 12. oder 13.März in Bitterfeld sollten wir uns jedenfalls ein bisschen einrollen. Mal sehen, ob in diesem Jahr die Straßen Schnee- und eisfrei bleiben. Notfalls wird eben in gewohnter Weise mit dem Querrad eine Hausrunde gedreht…Was noch offen ist: Wir müssten uns gelegentlich über einen “Speckweg-Termin” abstimmen. Vielleicht trifft sich der Kader deshalb, wenn Stahlwade retour ist, mal wieder zu einem BSG-Abend
Bei einem frischen Pils lässt sich sicher entspannt über die nächsten Termine plauschen. Gleichzeitig könnte die Feinabstimmung für den “Gurken-Giro” erfolgen (Logistik, etc.) Na, wir werden sehen. Erst mal zurücklehnen und beobachten, wie Väterchen Frost seinen Rückzug antritt…
Fahrtspiele…
Nach den in allen Medien durchgehechelten Doktorspielen unseres mittlerweile gottlob ausgemusterten Generalsekretärs für Landesverteidigung, habe ich mir Gedanken um die Fahrtspiele des BSG-Kaders gemacht. Die wissenschaftliche Analyse
unserer letzten Körperertüchtigungs-Einheiten zeigt, dass wir weiter in die Produktion von schönen bunten Wasserbällen investieren sollten. Jedenfalls zeigt mir mein Lenkertamagotchi, dass es eine direkte Proportion zwischen Gruppendynamik und Vielfalt des Farbspektrums gibt. Diese Binsenweisheit veranlasst mich zur bahnbrechenden Erkenntnis: Wir sollten weiter an der kollektiven Körperertüchtigung feilen und die nächsten Termine auf dem Asphalt des Lebens bunt gestalten. Gelegenheit dazu gibt es schon zur Ausfahrt am kommenden Sonntag. Übrigens wurden alle Wasserbälle auf unserer neuen Hausrunde produziert und die Legende unten bringt etwas Licht ins Farbdesign. Die Distanz der neuen BSG Hausrunde mit Start und Ziel am Klubhaus beträgt 50km. Aktuell genau die richtige Länge für weitere hübsche Feierabendrunden

Der Luckaer Kuchenkreisel
Randvoll mit Glückshormonen startete ein Quintett der Blogsportgruppe zur ersten März-Ausfahrt in den sonnigen Süden. Das Kraftwerk Lippendorf im Mittelpunkt unseres Kuchenkreisels produzierte herrliche Kumuluswölchen in den azzurblauen Himmel und signalisierte, gleich einem Wetterhahn, die sanfte Brise aus Nord-West die uns direkt nach Lucka schob. Nach einem außerordentlich gehaltvollem Stopp in der Konditorei Scheibner führte uns der Asphalt über Ramsdorf – Regis-Breitingen an der Peripherie von Borna durchs schöne Whyratal und nach einer anschließenden Eulatal-Querung auf altbekannten Wegen wieder in Richtung Connewitz. In ausgelassener Stimmung präsentierte sich ein gut aufgelegter BSG-Kader, der ohne jede Hast die trainingspolitischen Vorgaben dieses Sonntags erfüllte

Blogsportabend im Nibelungenring…
Mit Saté, Ramazotti und frisch gezapften Jever geriet der 5. Klubabend der Blogsportfreunde wieder zu einem kleinen Plausch rund ums radfahren. Wolle, Long Harry und der Gastgeber hatten sich tagsüber beim radtouristischen Vergnügen im Rayon Bitterfeld körperlich ertüchtigt , während der Rest der BSG den Samstag mehr oder weniger relaxt verbrachte. Zwar wurde das für den BSG-Abend angepeilte Ziel: einige Termine für das laufende Rad-Jahr zu fixieren, nicht ganz erreicht, aber immerhin wurde in einer ersten Klausur die Transportlogistik für den Spreewaldmarathon ansatzweise besprochen. Hier müssen noch klare Anweisungen ergehen! Vielleicht lag es auch an den leckeren Saté-Spießen und dem zungenlösenden Ramazotti, dass plötzlich ganz andere Themen im Raum standen, die dringend der Diskussion bedurften. Zum Beispiel die Grundsätze der Nahrungsaufnahme in fester und flüssiger Form im Zusammenhang mit der Erzielung maximaler Trainingserfolge
Kurz und gut, irgendwann nach Mitternacht fiel mir wieder ein, dass ich mich am nächsten Vormittag mit Ron Ronsen verabredet hatte, um gemeinsam mit Werni und einer netten Gesellschaft in die Sonne zu starten. Kurzbericht siehe oben.


Fahrt in die Sonne…
Nach dem leicht extemporierten Klubabend des Vortages klinkten sich Maik, Ron Ronsen und myself in ein anfänglich 20-köpfiges Peloton ein und kurbelten entspannt aber zügig knappe vier Stunden ins Muldental und später durch das Kohrener Land retour. Was für ein Genuss!
HAPPIE BÜRSDÄ KUNI
Die gesamte Blogsportgruppe grüßt den “Fahrradflüsterer” der leider, aufgrund seiner Net App -Verpflichtungen, nur noch sporadisch an der Werkbank im vertrauten Schnaudertrebnitz weilt. Kuni halt die Ohren steif! Und wie heißt es so schön: W o c h e n e n d e

Blaue Stunde…
Am letzten Wintertag gönnte ich mir noch eine ruhige Runde mit dem Crosser. Los ging’s über Cospuden raus nach Kitzschen, wo am “Container” erst mal ein Süppchen genommen wurde. Im Anschluss weiter über Wiederau-Audigast hoch auf den Kippenweg bis zu einem interessanten “Abzweig” Der deutete auf ein Aufforstungsprojekt der Stiftung “Wald für Sachsen” in Coop. mit Vattenfall Europe hin. Zwar ist das direkte Befahren nicht gerade erwünscht, aber was soll’ s – die Neugier siegte mal wieder – und bei bei der Gelegenheit konnte ich oberhalb des noch aktiven TB Schleenhain (Energiegewinnung der Zukunft!) auch noch einen schönen Rastplatz eruieren
Wehmütig dachte ich in der Sonne an die Pedaleure, die sich bei der 2011-er Ausgabe der “Speckwegtour” die Kante gegeben haben



Fleisch ist mein Gemüse…
Die Heinz-Strunk-Runde führte die Blogsportgruppe heuer über die Dörfer. Dort, wo die Landjugend zu unseren Durchfahrtszeiten noch im Wach-Koma lag oder bereits wieder beim Bier einholen gesichtet wurde (vornehmlich in Turnhose und Badelatschen, kurz/kurz – versteht sich) Da staunten die weicheirigen Städter nicht schlecht! Kurz und gut, eine solide sonnenbeschienene Runde im BSG-Sixpack. Das Gruppenfoto entstand hastig an der letzten Möglichkeit des kollektiven Zusammenseins, da dem Blechreder justament in Wahren das Gabelrohr brach…
und so ein gemeinsamer Zieleinlauf nicht mehr erzwungen werden konnte.
P.S.: eben kam noch ein Bild aus dem Netz (Dank an Montee für die Weiterleitung und Dank an den sympathisierenden Fotografen aus der Elsteraue…
)
Flotter Dienstag-Dreier…
Die BSG formierte sich kurz entschlossen mal wieder zur traditionellen Feierabend-Dienstag-Runde. Der Schattenwurf auf dem Asphalt des Lebens offenbarte das Trio: Ron Ronsen, Stahlwade, Ritzel. Gekurbelt wurde die Hausrunde (50km im genüsslichen 30-er Zwirn bei 130 bpm). Entspannung pur und zum Finale eine knallrote Abendsonne über den heimischen Tipis. Ron Ronsen übte tagsüber Müßiggang, hat sich an der Costa Cospuda einen Sonnenbrand zugezogen und wurde wegen der harten Bestimmungen der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in s/w erfasst
Mit Sonnenbrand durch’s Muldental…
Was für ein genialer Frühlingstag. Alle Schalter im Sonnenkraftwerk auf Volllast und ein Trio, später ein Quartett und final ein Quintett der BSG zog seine Schleife im herrlichen Muldental. Geschätzt 200000 Pedalisten taten es uns gleich und so huschten hier und da auch bekannte Gesichter vorüber. Nur in den Biergärten waren wir gottlob wieder unter uns. Schließlich musste dieser erste Tag in kurz/kurz seine Würdigung mit einem kühlen Hopfengetränk erfahren
Fazit 110 wellige Kilometer mit ‘nem 27er Zwirn gesponnen. Prädikat: wiederholenswert.
P.S: …übrigens: vielen Dank an alle, die mir bereits vorfristig zum Geburtstag gratulierten. Korrekterweise hat das aber noch Zeit bis Mittwoch, den 6. April
Vivat, vivat, Viadukt…

...ich hab von dem Birkenwasser auch getrunken
Nach einjähriger Pause rollten die schmalen Gummis wieder auf dem Course des Frühjahrsklassikers zum “Waldcafe Göhren” , nahe des gigantischen Viadukts der sich dort über das bildschöne Tal der Zwickauer Mulde spannt. Gleichzeitig Premiere am neuen Blogsport-Treff, der Connserve. Dort sammelten sich die Sonnenhungrigen: Hans, Jörg, Ron, Geheimrat Winkler + myself um nach einem frisch gebrühtem Bohnenkaffe den zunächst vom Rückenwind beflügelten Parcours über viele kleine Dörfchen, auf schmalen von blühenden Obstbäumen gesäumten Straßen, zu absolvieren. Eine willkommene Abwechslung dann kurz vor Kolka: Ein Schlauchwechsel wurde zu einer kleinen Pause am Wegesrand. Ron, der an diesem Tag in Höchstform auflief, zeigte Ausschnitte aus seinem Trainingsprogramm und das Waldcafé am Viadukt in Göhren bot wenig später, traditionell, selbst gebackenen Kuchen, ein spritziges Weizen und ganz kostenfrei die Aussicht ins sonnige Tal der Zwickauer Mulde. Nach kurzer Regeneration stemmte sich das Quintett dann in den beständig blasenden Nordwest, um nach 120km die Ausfahrt abzuschließen. P.S.: Der Schlauchwechsel wurde vornehm an einer Birke platziert, um das Sportgerät daselbst lässig anlehnen zu können. Unser Trainingsbeauftragter Ron Ronsen kam, nachdem der Schlauchwechsel sich hinzog, auf die Idee die Birke mit seinem TOPEAK-Tool zu “ritzen”. Während er sich das Zeug in’s Haar geschmiert hat, hab’ ich’s halt gleich inhaliert

SPREEWALDMARATHON 2011 von Gabi Dill
Vorbereitung: Freitag,15. April. Wie mit dem Kommunikationsdirektor der Blogsportgruppe , Sportfreund Ritzel, verabredet, treffe ich mich am Vorabend des großen Gurken-Giro mit dem halbwegs gesund gebliebenen Restkader der BSG im Lokal am Rathaustor bei Schnitzel, Spargel und hopfigen Getränken. Die Mannschaft sieht zuversichtlich aus und berichtet über eine zügige motorisierte Anfahrt in meine schöne Heimatstadt Lübben. Am Stammtisch lerne ich endlich auch Dr. Wolle, den Mannschaftsarzt und den Physiotherapeuten Ron Ronsen kennen, der meinem
heimlichen (und einzigen) Radsportidol Lance ähnlich sieht. Vielleicht ist er es auch, oder möchte es zumindest sein. Draufgängerisch wirkt seine Art und verglichen mit den Rennvorbereitungen der anderen Sportler ist seine Getränkeauswahl an diesem Abend besonnen und wenig leichtsinnig. Nur stilles Wasser füllt sein Glas, während die reiferen Sportkameraden, selbstbestimmt, nach Weizen und unserem berühmten Spreewaldbitter rufen. Es wird viel gelacht und auch nachdenklich darüber berichtet, wie sich der Kader für das große Rennen
innerhalb weniger Tage um zwei hoffnungsvolle Fahrer dezimierte, die bei den Vorausscheidungen im rauhen Belgien unverschuldet, durch undisziplinierte Zuschauer und vergiftete Zwischenmahlzeiten, um einen Start beim Gurken-Giro gebracht wurden. Aber die restliche Truppe machte auf mich einen verschworenen Eindruck und hatte sich offenbar vorgenommen, die geschwundene Mannschaftsstärke durch doppelten Einsatz und aggressive Fahrweise vergessen zu machen. Der Abend schreitet voran und der Hinweis auf ein zeitiges Erwachen am nächsten Morgen lässt mich mein kleines Notizbuch gegen 22.00 Uhr schließen. Wir verabreden uns kurz vor dem Start noch auf ein kurzes Statement.
Samstag, 16. April, 7.45 Uhr. Es ist frisch an der Spree und ich muss nicht lange auf meine Interviewpartner warten. Über der Startwiese auf der Schloßinsel hängt eine undefinierbare Duftwolke. An der Seite von Dr. Beyer rollt der Routinier Marko W. an den Start und erklärt mir knapp, dass es sich um ein spezielles “Startoil” handelt, dass, wie ich dann mit Staunen erfahre, aus der ethanolischen Gärung von Altbeständen des VEB Obst Gemüse Speisekartoffeln unter Beigabe von Schlangengift zu Öl und Salbe verarbeitet, und dann auf möglichst unbehaarten Radlerbeinen, aufgetragen wird. Aha! Mein Vorabend-Idol Lance, alias Ron Ronsen, schien mir der motivierteste der BSG-Renner zu sein und berichtete von einem intensiven Frühstück im Fahrerlager, mit Nußcreme, Marmelade, italienischer Salami,
Bohnenkaffee und Früchtecocktails. Ich wollte ihn noch fragen, welche Chancen er sich in dem 360 Mann und Frau starken Fahrerfeld ausrechnet, doch da war er schon am Hinterrad der ersten Reihe auf dem Parcours und fegte mit erstaunlicher Geschwindigkeit, noch im neutralisierten Bereich, davon. Tschüss! Auch die Anderen standen nun nicht mehr für ein kleines Statement zur Verfügung und drängten mit einer dicken, bunten Wurst aus Trikots und Plastikmützen über die Holzbrücke der Schloßinsel hinaus auf den Asphalt des Gurken-Giro’s. Gut, dass wir uns schon am Vorabend zu einem Abschluss-Interview im Ziel verabredet hatten!
Samstag, 16. April, 16.00Uhr, Zielbereich. Während ich auf meine Interviewpartner warte, entdecke ich Routinier Marko W. und Ron Ronsen bereits in “Zivil” und entspannter Grundhaltung im sonnigen Zielgarten und erfahre, dass sich unterwegs Tragödien abgespielt haben. Marko W. hat die Hatz als Trainingseinheit genommen und ist nach 180km halbwegs erholt auf die Zielgerade eingebogen. Ron Ronsen, war bis Kilometer 67 an seiner Seite, konnte dann aber einem vor ihm ausgeführten, unüberlegten, Führungswechsel nicht mehr ausweichen und brach sich bei Tempo 40 das Schlüsselbein…Ralf-Dieter K., passionierter Rettungssanitäter und Mitglied der BSG, musste mehrfach Erste Hilfe leisten und brach den Marathon nach 120km ab. Von ihm fehlte bis zum Redaktionsschluss jede Spur. Der noch auf der großen Schleife verbliebene Restkader: Sebastian F., Jörg P., Dr. Beyer und Herr Ritzel schienen noch unterwegs. Unter dem Zielband staute es sich langsam und immer mehr Finalisten nahmen aus den Händen zarter Gurkenmädels ihre Siegestrophäe in Empfang: unsere genormte Spreewaldgurke in Gusseisen und teilvergoldet! Endlich kamen sie dann auch: sonnenverbrannt, verschwitzt und zufrieden winkten sie mir kurz zu und suchten zunächst einen Ausschank, um die abgelaufenen 211 bis 220km (je nach Länger der Verfahrung…) mit einem frischen Pils zu bekrönen. Dr. Beyer wischte sich den Schaum vom Mund und berichtete von einer gnadenlosen Jagd durch die brandenburgischen Gehölzflächen. Jörg P. ergänzte, dass die perfekte Gruppendynamik, entfacht durch das Team vom “Vodafone-Shop-Lübben” zu einer Reisedurchschnittsgeschwindigkeit von 32,5 km/h beigetragen hat und zollte diesen Heroen seinen Respekt! Meine Frage nach dem Gesamteindruck wurde unisono beantwortet: Überragende Organisation, ausgefeilter Kurs, ausgesprochen bemerkenswerte Buffets. Mit diesem finalen Statement begaben sich die Herren Blogsportler dann zur Siegerehrung. Auf Wiedersehen zum Gurken-Giro 2012! (Wegen Überlastung der ORWO-Color-Labors, wird ein ausführlicher Bildbericht erst in den nächsten Tagen erwartet)

...nach 211km v. lks. Wolle, Rotorello,Ritzel, Kranzabzieher, Ron Ronsen
Hasenjagd…
Das alljährliche Spektakel: Die Hasenjagd, veranstaltet von den NSC-Machern. Für mich in der diesjährigen Ausgabe nur eine kurze Begegnung, bevor ich dem Weg des Hasen in Richtung Osten folgte. Das Wetter und dazu die familiäre
Freigabe mal einen ganzen Tag im Sattel zu verbringen, dass habe ich doch gern gegen den kurzweiligen Spaß einer zweistündigen Raserei eingetauscht…Sicher war die Nachbereitung wieder top, auch wenn die abgehangenen Protagonisten teilweise keinen Plan von der Strecke hatten und einige zusätzliche Kilometer absolvierten…und entsprechend später an der alten Pumpstation eintrudelten. Kurz vor Klinga kam mir das tête de la course entgegen und gefühlt eine halbe Stunde später (!) rollte der volkstümlich daherradelnde Pulk, zerrissen in einige Grüppchen, hinter her. Also alles wie jedes Jahr
Eiskalt erwischt…
Untitled from Gerald Biehl on Vimeo.
9.00 Uhr an der “Connserve”. Da schien die Sonne noch! Doch der eigentlich als frühsommerliche Ausfahrt geplante Oster-Giro mutierte, wegen gefühlten Minustemperaturen, zur kleinen Osterschleife durchs Muldentälchen. Statt der anvisierten 120, konnten gerade mal 83 Ostereierkilometer gesammelt werden
Und der einzige Boxenstopp fand nicht in einem sonnigen Biergarten in der Dahlener Heide statt, vielmehr schlürften wir heißen Bohnenkaffee am Imbissbüdchen nahe Golzern am Muldenstrand. Auf dem Highway 66 gab es, nach der kurzen Rast, noch eine erschütternde Begenung mit einem kopulierenden Hasen, der uns mal zeigen wollte, wie Ostereier gemacht werden…Gut, dass wir auf dem Heimweg das Gesehene, bei einer Beichte in der Radfahrerkirche Erdmannshain,vergessen machten!
Gurken-Kino…
…kurze Retrospektive zu unserem April-Highlight:
Gurken Giro 2011 from Gerald Biehl on Vimeo.
Die Blogsportgruppe Leipzig meistert im tiefen Osten den legendären Spreewaldmarathon über 211 Radkilometer
DIE BLOGSPORTGRUPPE IM BLÜTENRAUSCH…
RAPSodie from Gerald Biehl on Vimeo.
Mit der Blogsportgruppe 100km durch die Rapsfelder der Leipziger Tieflandsbucht….
…Feierabend!
Mit der längeren Tagesbeleuchtung ist wieder die Zeit der Feierabendrunden angebrochen. Entspanntes Ausreiten nach getaner Arbeit. Diesmal zum “Wolshöhler” nach Kleinbothen:
BSG Feierabendrunde from Gerald Biehl on Vimeo.
…die freie Blogsportgruppe (kein Verein bitte!) entspannt sich im Muldental
BSG meets Mr. Absurdistan
7. Mai. Pünktlich neun Uhr trifft sich die Blogsportgruppe an der CONNSERVE, um in das Land hinter dem Streitwald und jenseits der Eula aufzubrechen. Die Räder sind geputzt, die Sinne geschärft! Was in knapp fünf Stunden alles passierte, wird hier in sechs Minuten Zelluloid zusammengefasst:
Absurdistan ist überall… from Gerald Biehl on Vimeo.
Die Blogsportgruppe besuchte am 7. Mai Mr. Absurdistan im Irrgarten der Sinne
Zur vertiefenden Illustration, hier auch noch die Strecke zum nachfahren:
http://www.gpsies.com/mapOnly.do?fileId=wapibaofrvndeqou
Gattersburger Kreisel am 10. Mai
Mal wieder Dienstag. Aus dem Aufruf im Bewegungsmelder wurde ein harmonisches Paarfahren. Pünktlicher Start, nach einem Bohnenkaffee vor der CONNSERVE, an die Ränder der Leipziger Tieflandsbucht, in’s immer wieder schöne Muldental. Vorbei an den, langsam im Abblühe begriffenen, Rapsfeldern in der spätnachmittäglichen Sonne über altbekannten Asphalt hin zur Gattersburg. Dortselbst, hoch über der unter uns liegenden Hängebrücke, Einnahme von isotonisch wirkenden Getränken. Hernach zügige Rückfahrt mit leichter Rücken-Seiten-Windkante in die Metropole L.E. Mit Stil pedalierte 75 Feierabendkilometer von Montee + myself in allen sogenannten “GA-Bereichen” (aber das ist eher nebensächlich…)
Ruhe: twelve Points!

Die am Weg gelegene Entenbraterei am Gundorfer Schloßhof verleitet zum absteigen. Doch schon vorher schaffe ich es nicht das “Zierlich Manierlich” am Elsterflutbecken zu ignorieren und später lockt der Freisitz an der “Domholzschänke”… Was war da los? Ganz simpel: Da war loslassen angesagt – einfach mal auf dem Crosser eine Runde in Richtung Burgaue drehen und die Seele baumeln lassen. Drei Kugeln Eis auf der Sachsenbrücke, Bohnenkaffee am “Zierlich Manierlich” , Weizen und Bratwurst an der “Domholzschänke”. Schön!
Reiterei bei Rippach…

Nach einem Tag Müßiggang mit dem Querrad und noch immer einem leichten Kratzen im Hals, zog es mich heuer wieder in den Sattel. Diesmal interessierten mich die Spuren des Herzogs von Istrien, der nahe Rippach in den frühen Maitagen des Jahres 1813 sein Leben aushauchte. Die im Rahmen meines WE-Müßigganges vorgenommene Lektüre eines kleinen Völkerschlachtbüchleins gab mir den Tipp. Kurzentschlossen wurde der weiße Schimmel aus dem Stall geholt und im Nordwest gen Weißenfels getrieben. Über Kitzen, Starsiedel, Stößwitz, Klein- und Großgörschen, fokussiere ich 40 Kilometer später, nach einer leichten Rechtskurve in der Ortslage Rippach, ein Gasthaus. Ein Wunder, dass in der Anhaltinischen Wallachei, nach ungezählten Vorbeifahrten an insolventen Land- und Dorfgasthöfen, tatsächlich ein “Wir haben geöffnet” auftaucht. Der freundliche Wirt des “Weißen Schwan” kredenzt Bockwurst und Weizen für den unschlagbaren Gesamtpreis von 3,60 € ! Die zahlreich an der Aussenfassade des “Weißen Schwan” angebrachten Historienverweise verraten mir, dass ich im Zielgebiet bin. Von meinem Bockwurst-Weizen-Standort sind es noch 350m Wiesenweg bis zum Bessières-Gedenkstein. Meinen weißen Schimmel an der Hand führend, begebe ich mich auf den ansteigenden Weg. Rechts gurren Truthähne aus einem Gatter. Auf halbem Weg kommt mir ein schwankender Bürger entgegen, grüßt freundlich und klimpert mit leeren Bierflaschen in seinem
Nylonfaltbeutel. Der Weg macht einen Knick und wenige Meter weiter entdecke ich unter einem üppig wuchernden Elsbeerstrauch, auf einer Bank sitzend, den zweiten Saufkumpan im Sitzschlaf. Zwischen den Lattenrosten der Bank liegt eine fast leere Flasche Goldbrand. Ich schleiche mich vorbei und stehe hundert Meter weiter am Ort des Grauens. Ein schlichter Gedenkstein erinnert an den Tod des Herzogs von Istrien und Marschalls von Frankreich. Hier also hat der Oberbefehlshaber der französischen “Mot-Schützen” sein Ende gefunden. Ich rauche in seinem Andenken eine Filterzigarette und google später folgenden Text: Bei der Eröffnung des Feldzugs von 1813 war Bessières Oberbefehlshaber der gesamten französischen Reiterei. Als er im Mai bei Rippach zwischen Weißenfels und Lützen mit den Tirailleuren gegen Wintzingerodes Haufen vorrückte, zerschmetterte ihm eine Kanonenkugel die Brust. Am nächsten Tag starb er und wurde im Invalidendom beigesetzt. Das passierte am 1. Mai 1813 um 14.00 Uhr. 198 Jahre später lasse ich den Gedenkstein hinter mir, rolle hinunter zum Kreisstraßen-Asphalt und nehme wieder Fahrt auf. Wenig später, wie immer angefixt von seltsamen Ortsnamen, folge ich kurz hinter Rippach einem Wegweiser nach Poserna. Rechts neben der neugotischen Hallenkirche verleitet mich ein Wirtschaftsweg (erst Asphalt, kurz darauf ein Beton-Zweispur-Band) “über Land” nach Nellschütz. Hier war ich noch nie. In Nellschütz zunächst klassisches (belgisches) anhalthinisches Pflaster. Allerdings nur in liebevoll gepflegten 20Meter Pavés. Dann auf Asphalt weiter nach Gerstewitz. Da ich mich bei Ortserkundungen, trotz Lenkertamagotchie, grundsätzlich von Gefühl und Stimmung leiten lasse, bin ich sehr erstaunt kurz vor Granschütz zu stehen! Plötzlich ist alles wieder sehr vertraut und die Pneus erinnern sich an den Heimweg vom “Cross am Auensee” im vergangenen Jahr. Anderthalbstunden später ist, dank dem Rückenwind, die Genussrunde zu Ende…
Freitagsansicht…

Solo nach Freyburg
Solo nach Freyburg a.d. Unstrut from Gerald Biehl on Vimeo.
Eine Ausfahrt ins Anhaltinische…
..als ich ins benachbarte Anhalt radelte und dabei die Region Freyburg im Visier hatte, kam ich an Weisenfels nicht vorbei. Partiell sanierte Häuser in der Altstadt, das hoch droben thronende Schloss einerseits und das ganze Elend einer entindustrialisierten Infrastruktur andererseits, waren auffällig. Zwischen Alkoholmissbrauch und Fettleibigkeit passte nur noch ein schmales Blatt Papier. Und von diesen Papieren hatte das örtliche Arbeitsamt offensichtlich reichlich ausgegeben. Als auf meiner Zunge in der Mittagshitze des Weisenfelser Marktes ein Radler verdampfte und ich den Sinnspruch des Bratwurstbraters: „Ob Aufschwung oder Krise, die besten gibt’s bei Menne Giesel“ gerade als trotzige Verzweiflung deuten wollte, kotzte mir ein angehender Jung-Spriti beinahe auf die Radschuhe…Ich suchte mein Heil in der Flucht querte eiligst die Saale um dann über Markwerben, Uichteritz und Pödelistden mit freiem Blick auf’s Saaletal, hinunter nach Freyburg zu segeln (11Kilometer – Abfahrt!!) Dort angekommen, versöhnten mich die Weinberge, die Natursteinhäuschen und die zahlreichen Wirtschaften am Straßenrand, wieder mit dem Anhaltinischen. Gleich in der ersten Schänke am Wegesrand entdeckte ich zwei Pedaleure aus Schkeuditz, leerte mein erstes Weizen und begab mich etwas später auf den Freyburger Markt ins Café Merle, durch sein erstklassiges Gebäck- und Kuchenangebot weit über die Grenzen der Weinregion hinaus bekannt. Während meine Seele baumelte und ich mit Bohnenkaffee und vorzüglicher Erdbeertorte meine Speicher auffüllte, hier und da noch ein Foto schoß, bemerkte ich nicht, dass von Südwest eine dunkle Gewitterfront aufzog. Da kam leichte Panik auf und ich beschloß die kürzeste und windtechnisch ökonomischste Heimfahrtvariante. Leider blieb da erneut nur die Flucht nach Weisenfels, diesmal über die B 176! Kurz vor Burgwerben traf mich das erste Gewitter volle Lotte. Noch bevor ich eine schützende Brücke entdeckte war ich bereits naß bis auf die Haut. Während dieses kurzen Aufenthaltes unter der B 92 googelte ich kurz die weitere Wettersituation und die Prophezeiungen des Regenradars. Da kamen schöne Meldungen über das Handydisplay! Es half nichts, irgendwie musste ich hier durch. Das zweite Gewitter erwischte mich dann kurz vor Rippach in Höhe Poserna. Die Erdbeertorte war verbrannt, meine Klammotten klamm und die einzige Gastwirtschaft war der „Weiße Schwan“ in Rippach. Leider lag der Freisitz voll im Schatten und eine dringend notwendige Aufhopfung, vielleicht auch die Vernichtung einer Bockwurst wollte ich nicht mit einer Erkältung bekrönen. Endlich nach Starsiedel kam die Sonne wieder raus und vorbei am blühenden Mohn peilte ich “Die Ratte” in Hartmannsdorf an…Ein schöner Biergarten, netter Tischdienst und mit zwei Weizen ein gutes Ende!
MEHR FEIERABENDRUNDEN !!!
WENN SICH DIE SPONTANEN UND ETABLIERTEN FEIERABENDRUNDEN ÜBER DEN SOMMER FORTSETZEN, IST DAS EINE SCHÖNE SACHE…MAL ENTSPANNT, MAL ZÜGIG!
HIMMELFAHRTS-PREVIEW AM 28.MAI
Die freie Blogsportgruppe übte sich, eine knappe Woche vor der traditionellen Himmelfahrtstour, schon einmal in den notwendigen Körperertüchtigungen: radeln und rasten…Unterwegs waren acht Männer auf dieser schönen Runde: > klick < Die Hintergrundmusik zollt der außergewöhnlichen Harmonie und der überwiegend ordentlichen Disziplin des Pelotons Tribut.
up and down im Muldental from Gerald Biehl on Vimeo.
Die freie Blogsportgruppe bei exzellenter Körperertüchtigung am 28. Mai 2011

NISCHELTOUR AM HERRENTAG
Die FREIE BLOGSPORTGRUPPE lädt ein zur traditionellen Männerrunde am 2.Juni. Treff: 9.00 Uhr an der CONNSERVE. Es geht über 120 hügelige Kilometer durch’s schöne Eula- und Muldental über Cossen in’s Schweitzerthal mit einem östlichen Schwenk, hoch nach Augustusburg und dann hinunter nach Korl-Morx-Stodt zum NISCHEL. Unter den strengen Augen des KAPITAL-(Mit-) Verfassers sponsert die Firma GENEX Import-Bier der Marke “GUINNESS”. Hernach be- (bzw. über-) gibt sich der Kader mit einem Kollektiv-Fahrschein in Richtung Hbf. und tingelt mit einem Eisenschwein der Deutschen Reichsbahn retour in die Leipziger Tieflandsbucht…
NISCHELTOUR 2011

Die Freie Blogsportgruppe hat den Männertag standesgemäß zu einem glücklichen Ende gebracht. Die Streckenvorgabe wurde zu 100% erfüllt. Unter der Prämisse: der Weg ist das Ziel, standen 120 Radkilometer plus 74 Bahnkilometer auf der Uhr. Am Hahn war Augustiner-Bräu, Guinness und Hartmannsdorfer. Inclusive waren herrliche Täler, An- und Abstiege, mehrere kollektive Rasten und unvergessliche Dispute und Statements über den Sinn und die Philosophie des Rennradfahrens…
Ein ausführlicher Bericht und bewegte Bilder folgen in den nächsten Tagen
Nischeltour – Der Film
Nischeltour der Blogsportgruppe from Gerald Biehl on Vimeo.
Himmelfahrts-Ausfahrt von Leipzig nach Augustusburg und einem Besuch beim Nischel in Chemnitz
Das Ereignis ist nun online und hatte zur Blogsport-Party bei Nähmaschine Wolle “Premiere”
Auf 5 Minuten komprimiert ist die Herrentagsrunde des BSG-Kaders über Geithain-Wechselburg-Chemnitztal nach Augustusburg und von dort zum Nischel in Chemnitz in etwa nachzuvollziehen.
Rund um die Braunkohle 2011
Ein viertel Jahr später: Herzlichen Glückwunsch an Schulle und Ratte!!! Schönes Ding! Am 13. März durften sich Teile der Blogsportgruppe in die Cappuccino Staffel einreihen…Hach war das schön…
ROSALINDE, 31, HACKE-PETER…
Wie der Sport seine Poesie verlor…
Anlässlich unserer heutigen Dienstagsausfahrt hatte ich beim Weizen einen am Vormittag gehörten Radiobeitrag erwähnt, den ich Euch nicht vorenthalten möchte und der die so oft diskutierte Misere des Leistungssports, meiner Meinung nach auf den Punkt bringt: Sport hat keinen materiellen Nutzen, keinen praktischen Sinn. Er befriedigt das Bedürfnis nach freier Fantasie und kindlichem Spiel – und er symbolisiert das unbändige Verlangen des Menschen, Hindernisse zu überwinden, ihnen zum Trotz weiter zu leben. Athleten im Wettkampf demonstrieren nicht nur die menschliche Fähigkeit, andere oder die Natur zu besiegen, sondern auch sich selbst. Und da wir, die Zuschauer, so etwas gewöhnlich nicht erleben, begeistern wir uns dafür. Der Sport ähnelt damit der Literatur, der Kunst: Er zeichnet außergewöhnliche Situationen nach, deren Ausgang unbestimmt ist. Und das bewirkt in uns eine emotionale Anteilnahme. Sport ist dem Alltag enthoben, wo Kalkül und Berechnung vorherrschen; er zeigt ein reicheres, intensiveres Leben, ist seine konzentrierte Form. Die Tour de France hingegen fährt schon seit Langem ihrem sportlichen Tod entgegen und das auch ohne EPO und Testosteron. Weil in ihr die Poesie des Sports verschwindet, versachlicht, vernutzt wird; weil seine Symbolik verloren geht – so wie bei anderen sportlichen Großereignissen auch. Die Kommerzialisierung des Sports führte seit den 1960er-Jahren zu einem Kult der Siege und Rekorde, begleitet vom Prinzip des “schneller, höher, weiter”, befördert von steigenden Startsummen, Preisgeldern und Werbeeinnahmen. Athleten, die einst für Angestelltenlöhne ihrem Sport nachgingen, wurden so zu Spitzenverdienern mit Managergehältern. So geht es heute einzig allein um den Sieg, ganz gleich wie er zustande kommt. Bei der Tour de France unternehmen Spitzenfahrer schon seit Langem keine faszinierenden Ausreissversuche mehr, wie es in den 1950er und 1960er-Jahren Bartali und Coppi taten. Diese fürchteten nie, ein Rennen dadurch zu verlieren, dass sie sich in einen Alleingang stürzten, der vielleicht zum Scheitern verurteilt war. Stattdessen sind die Contadors, Schlecks und Evans von heute darauf bedacht, ihre Gegner in den Bergen zu kontrollieren, um den Rest der Arbeit im Kampf gegen die Uhr zu erledigen. Ähnliches zeigt sich auch auf dem Rasen: Begeisterten noch in den 1970er-Jahren Spieler wie Johann Cruyff und Ruud Krol mit “totalem Fußball”, bei dem ein jeder verteidigte, im Mittelfeld spielte und angriff, dominieren seit den 1980er-Jahren, ballsichere Viererketten und ängstliche Taktiken im “5-3-2″ oder “4-5-1″ System. Es gibt kaum noch Mannschaften, die heroisch verteidigen, dafür um so mehr solche, die das Spiel des Gegners zerstören, um seinen Sieg zu verhindern. Und statt der eigentlichen Akteure dirigieren heute Trainer die Spiele und Rennen, unterstützt von Scharen von Psychologen, Masseuren und persönlichen Fitnesscoaches, die nur danach trachten, wie im normalen Leben, Risiken und Ungewissheiten zu eliminieren und – Gewinne zu maximieren: Startsummen, Preisgelder, Werbeeinnahmen.Damit beraubt sich der Sport seiner ästhetischen Dimension, die er im alten Griechenland besaß, als sich Athleten um Rekorde und mehr Geld nicht scherten und bar aller Gedanken an Sinn und Zweck, die Existenz bereicherten, auch ihre tragische Seite erfahrbar machten: Zeigten, dass die Dinge des Lebens unschuldig und ambivalent sind, dass Richtiges und Falsches, Sieg und Niederlage, Lachen und Weinen in tiefer Solidarität zueinander stehen – und dass die Realität so immer Grund zu Begeisterung gibt, weil alles eine Frage der Perspektive ist. Das Doping (Wann beginnt es eigentlich?) ist daher nicht Ursache der Krankheit des Sports, sondern allenfalls eines ihrer Symptome. Es erhöht nicht nur die Leistungsfähigkeit der Athleten, es erspart ihnen auch einen Teil der Leiden. Gedopte Fahrer sind am Ende nicht nur schneller als andere, sondern haben auch weniger schmerzverzerrte Gesichter und einen längeren Atem. Für die Zuschauer ist es so unmöglich, den Athleten als einen der ihren zu begreifen und die Symbolik des Sports zu empfinden. Doping schafft eine zusätzliche Distanz zwischen dem Sportler und denen, die ihn bewundern. So überschlugen sich fast die Stimmen der Reporter früherer Jahre, als Fahrer wie Poulidor oder Merckx mit hohlen Augen und offenen Mündern ins Ziel fuhren, erhob sich Jubel, als sei ein Tor beim Fußball gefallen; heute registrieren Berichterstatter fast sachlich, wenn die Fahrer lächelnd, vor Kraft strotzend die Ziellinie passieren, umhüllt vom Applaus der Zuschauer, der sich kaum von dem auf der Strecke unterscheidet.
Michael Böhm, geboren 1969 in Dresden, studierte Politikwissenschaft in Berlin und Lille und lebt als freier Publizist in Berlin. Er schreibt für verschiedene Zeitschriften, so unter anderem für “Du – Das europäische Kulturmagazin”. Letzte Buchveröffentlichung: “Alain de Benoist – Denker der Nouvelle Droite”.





























































































